Hier jetzt etwas detaillierter die Beschreibung warum überhaupt ein Bootswechsel anstand und dann die einzelnen Phasen wie: "was wollen wir eigentlich haben", oder die "Suche dann nach der Eier legenden Wollmilchsau" und zum Schluss der "Kauf", der dann am besten ja auch noch günstig sein sollte.

 


Grund für einen Bootswechsel

Nach einem Unfall in 2006/2007 mit mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt in Österreich / Murau bekam im Jahr 2011 die Frage "wie geht es weiter mit unserem Wassersport?" immer größere Bedeutung. Mein "neues Handikap" beschaffte mir "bewegungstechnisch" einige Beschränkungen. Erschwerend hinzu kam bei längeren Törns meine Standfestigkeit bei Krängung, die nun zu wünschen übrig ließ. Die Frage mit dem Wassersport aufzuhören, stand jedoch zu keiner Zeit im Raum. Aber wie sollte es dann weitergehen....? 


Entscheidungsfindung

Einen stäbigen Motorsegler, einen Katamaran (als Segler bzw. Motor-Kat) oder sogar ein reines Motorboot? In dieser Zeit prallten bei uns Welten aufeinander. In den folgenden beiden Jahren gab es ein regelrechtes hin und her über Art, Ausstattung und Details unseres neuen Bootes. 

 

Ab 2012 suchten mehr oder weniger intensiv auf Ausstellungen, Messen und bei Maklern nach Motorseglern, Multihulls oder Motorbooten. Für jeden Bootstyp gab es für uns etwas dafür oder dagegen zu sagen. Immer mehr jedoch kristallisierten sich die Details des neuen Bootes heraus. Damit einher ging natürlich auch die Auswahl des zukünftigen Reviers für unsere Törn Vorhaben.

 

In 2013 fiel dann eine Art Vorentscheidung. Ein Katamaran oder ein Motorboot sollte es sein. Über Art und Ausstattung wurde aber noch gefeilscht. Und dann kam uns der Zufall zu Hilfe. Wir konnten Anfang 2014 auf einem Katamaran an einen 2 monatigen Überführungstörn von Southampton nach Lefkas teilnehmen. Es war ein völlig anderes Seeverhalten. "Mehr aufrecht und weniger Duschen", so könnte man den Törn beschreiben. Aber es gab immer noch die Notwendigkeit von "Segel Handling und schnelles Reagieren"  je nach Wind- und/oder Seegangs Verhalten. Aber letztendlich war es dann doch die Entscheidung für ein Motorboot! 


Kaufentscheidung

Im Juli 2014 war es dann soweit. Bei Seeuwijk-Yachting in den Niederlanden fanden wir dann "unser" Boot. Es entsprach im Wesentlichen unseren Vorstellungen bzw. Suchkriterien. 3 Monate vergingen mit Besichtigungen und Probefahrten. Wir haben uns nicht nur auf unser eigenes Urteil verlassen sondern mit Segelfreunden das "Pro und Contra" abgewägt. Zu diesem Zeitpunkt gab es einen Vorvertrag mit Bedingungen unsererseits, damit alle anstehenden Aktivitäten in Ruhe durchgeführt werden konnten. 

Jetzt begannen die eigentlichen Verhandlungen zwischen uns und dem Makler. Unter anderem ließen wir uns von einem Sachverständigen den Zustand des Schiffes attestieren. Im folgenden wurden dann einige Punkte durch eine Werft im Auftrag des Maklers aus dem Sachverständigen Bericht abgearbeitet. Diese Aktivitäten endeten dann am 24.11.2014. An diesem Tag sollte die Endabnahme durch uns erfolgen. Es gab aber noch ein paar Kleinigkeiten die seitens der Werft noch zu beheben waren. Am 01.12.2014 kam aus Sleeuwijk dann via eMail die Info, alles ist OK.

 

Also ein letztes Mal nach Sleeuwijk zur "Endabnahme". Hierfür haben wir den 11.12.2014 angesetzt. Als wir ankamen waren alle noch offenen aber abgesprochenen Punkte erledigt. Nun beginnt fuer uns der letzte Teil dieser "Bootsbeschaffung", die Bezahlung und der Transport über die Meerwede und Maas nach Plasmolen. Der Termin fuer die Überführung liegt je nach Wetter Ende Dezember oder Anfang Januar. Den genauen Termin schreibe ich aber noch hier herein.

 

Damit schließt sich das Kapitel Suche und Kauf und es geht weiter mit auf nach Plasmolen....

 


Das alles hört sich eigentlich ganz einfach an, war es aber nicht. Es gab so viel "wenn-" und/oder "aber-", so viele "Boaah Klasse-" und "...ach Du lieber Gott..." Ausrufe und fast hätten wir zwischendurch auch mal die Übersicht verloren. Aber es löste sich alles in Wohlgefallen auf, so dass ich auch auch dieses Mal wieder sagen konnte:

 

Der schönste Tag im Leben eines Skippers ist der Kauftag und man endlich das Boot sein Eigen nennt..... Und der zweit schönste Tag.....?   Ist wenn mann dann (endlich bzw. leider) das Boot wieder verkauft hat!!!! Aber das geht in der Regel mit dem Kauf eines neuen bzw. anderen Bootes einher..... Also zweit schönster wird zum schönsten Tag ..... ?????