Basics

Wie es gute Seemannschaft eigentlich gebietet, ist eine gute Vorbereitung Vorraussetzung für einen sicheren, schönen und ruhigen Törn. Vielleicht helfen diese Informationen dem Einen oder Anderen Wassersportler bei der Ausübung von Ihrem Hobby. Natürlich kann es aber auch ein Anstoß sein, es uns gleich zu tun. So oder so, wir würden uns freuen....

 

Folgende InfoFür einige Länder wird ein Schiffsstempel benötigt, (z.B. JPG-File an eMail: info@bellarto.com, Krefeld) habe ich in mehreren Publikationen entdeckt! In wie weit das heute noch zutrifft, ich weiß es nicht. Wir haben uns jedenfalls einen Stempel "gebaut" bzw. bauen lassen.

Nachtrag: Serbien, Bulgarien und Rumänien haben diesen Stempel verlangt. Ich musste sogar einmal zurück aufs Boot und diesen holen!!!

 

Telefon

Ich hatte mir eine sogenannte Europa Flat für das Handy gekauft, aber es beinhaltete nicht Serbien und die Türkei. Dort muss man sich entsprechend mit Landes spezifischen Karten eindecken.

Aber Achtung Serbien: Unser Handy stand auf Automatisch verbinden für den Provider und wir, da wir die Donau befuhren und diese ein sehr großes Stück gemeinsame Grenze zu Europa (Bulgarien, Rumänien) ist, hat sich unser Handy sehr oft in Serbien eingebucht und das, das hat gekostet. Zum Beispiel 2,45 € pro min!!!

Für die Türkei sieht das so aus, man kann mit dem eigenen Handy und einer Türkischen Karte arbeiten, aber nur einen Moment. Dann wird die IMEI-Nr des Deutschen Handys für die Türkei gesperrt.

Lösung 1 ist ein billiges Türkisches kaufen incl. einer Türkischen Karte. Kostet etwa je nach Handy 60 - 80 € (Handy, Registrierung, SimCard und Guthaben (180 min (ca. 8,- €)  ins Deutsche Netz bzw. zu Deutschem Teilnehmer))

Lösung 2 ist das eigene Handy in der Türkei kostenpflichtig registreren lassen (Preis 150 TL) und wie auch in Lösung 1 mit einer PrePaid Card arbeiten.

 

WiFi

Wir haben uns ein Vodafone Internet Modem gekauft und in der Türkei mit einer Türkischen Prepaid Card ausgerüstet. Kosten für das Modem ca. 40,- € und 20,- € für die SimCard. Wobei bei der Erstausstattung bereits 4 GB Guthaben drauf sind. Weiter kann man dann 6 GB (ca. 16,- €) oder 10 GB (ca. 22,- €) an Guthaben kaufen. Dieses Modem kann man lt. Vodafone in jedem Land benutzen. Die Sache hat allerdings einen Haken. Nach 30 Tagen verfällt leider das Guthaben.

Achtung Türkei Nachtrag: Es  gibt nun eine Vodafone SIM Card fuer 50 TL die beinhaltet 50 GB Datenvolumen für max. 6 Monate. Ich habe diese Lösung gewählt und funktioniert einwandfrei!

Als Vorteil, man kann das Modem überall mit hinnehmen und benutzen. Und Skypen geht übrigens auch super damit.... Arbeitet man mit einem der G3 Router, z.B. Vodafone R206 oder R207, so sollte man sich beim Kauf bestätigen lassen daß das Device nicht geblockt ist. Spätestens in Griechenland funktioniert das Device dann nicht mehr.

Achtung Griechenland Nachtrag: Die Vodafone Crew in Paroikia hat mir mit dem von der Türkei geblocktem Router sehr geholfen. Ich habe nun auch hier eine SIM Karte fuer den Router WiFi Betrieb zum Preis von 20 € für 8 GB. 


Der Rhein

Entgegen unserer ersten Planung geht es nun doch bei Nijmegen auf den Rhein um dann stromaufwärts bis auf dem Main bei Frankfurt zu fahren. Fuer die ganze Strecke benutzen wir die Software PC-Navigo. Sie basiert auf den ENC Karten der jeweiligen Länder die wir binnen auf unserer Reise besuchen. Und meine Erfahrungen im Nachhinein, diese Software ist hervorragend benutzbar und aktuell. Man stellt seine Schiffsdaten ein und hat sogar einen Routenplaner dabei, mit Schleusenzeiten, Abmessungen, UKW Kanälen etc...

 

Der Main

Landschaftlich wunderschön und für uns schiffbar 384 km. Und auch hier gibt es Schleusen, 34 an der Zahl. Achtung hierbei aber, das Wasser kommt im Bereich der gesamten Schleuse von unten und verschwindet auch beim Scheusen zu Tal dort.

 

Der Main-Donau-Kanal

Er ist 171 km lang und wird mit 16 Schleusen betrieben. Bei zum Teil 25 m Hub. Ist schon spannend mit mehreren Berufsschiffen gleichzeitig zu schleusen. Und die Frage lassen die einem Luft kann ich bis auf einem Fall mit Ja beantworten. Dieser Fall kostete uns einen Fendern und 2 harte Küsse der Schleusenwand.

 

Die Donau

Die für uns wichtigsten Basisinformationen für den Donau Teil der Route habe ich der Edition Maritim "Die Donau, von Kelheim zum schwarzen Meer" (von Melanie Haselhorst und Kenneth Dittmann, ISBN 978-3-89225-686-1) entnommen.  Auch hier kann ich sagen, diese Informationen sind Gold wert. Es sind zwar einige Jahre ins Land gegangen, das meiste konnten wir eins zu eins benutzen.

 

Die Donau in Deutschland

Auch hier sollte es einen Erlaubnisschein geben, hatten wir nicht.

 

Die Donau in Österreich

Es wird für das Befahren der Donau in Österreich ein Fahrerlaubnisschein benötigt, anzufordern via eMail: wsa-regensburg@wsv.bund.de. Uns hat aber niemand danach gefragt.

 

Die Donau in der Slowakei

Keine besonderen Anforderungen unseres Wissens. Ging einfach nahtlos weiter...

 

Die Donau in Ungarn

Hier auch keine besonderen Anforderungen. Nur, es musste in Mohacs ausklariert werden, da Ungarn zu Serbien Schengener Aussengrenze ist. Siehe auch den Punkt Aus-und Einklarieren.... 

 

Die Donau in Serbien

Ein-und Ausklarieren wurde wie in Ungarn einfach und freundlich durchgeführt. Mit Hilfestellung wo gewuenscht und benötigt. Wir bekamen sogar eine Serbische Gastlandflagge.... Na ja, 10 € ist happig. Aber wir brauchten diese.

 

Die Donau in Rumänien

Wir haben uns für die Rumänische Seite der Donau entschieden, es erschien uns einfacher als häufiges ein- und Ausklarieren. Und alles was was uns im Vorfeld an "Warnungen " mit auf den Weg gegeben wurde, STIMMT NICHT!!!!! Wir haben alles Menschen, die offiziellen Behörden Mitarbeiter sowie den "normalen" Rumänen als hilfsbereit und nett erlebt. Nur hier war jetzt unser "gebauter Stempel" notwendig und kam jedesmal, von den Beamten jeweils begutachtet, zum Einsatz. Bis nach Constanza am schwarzen Meer begleiteten und die Rumänen. Von denen bekamen wir auch die für uns wichtigen realen Wassertiefen der Donau. Und mit dem ehemaligen Trainer der damals 15 jährigen Nadja Commanesc haben wir einen wunderschönen Abend verbracht. Eine kleine Notiz am Rande, bei heftigem Wind ging uns die Rumänische Gastlandflagge "von der Fahne"und wir hatten keinen Ersatz. Was tun sprach Zeus, die Götter sind beso....? Also habe ich die Belgische Flagge umgeändert und versucht aus schwarz Blau zu machen. Ging nicht gut. Die offiziellen Stellen haben das nicht bemerkt wohl aber gute Freunde... Von einem Rumänen bekam ich dann eine neue Gastlandfahne geschenkt! Er meinte das Boot sähe so besser aus...


Schwarzes Meer

In Constanza verlassen wir Rumänischen Boden und fahren raus auf das schwarze Meer. Hier sind Wind und Wellen die wahren Herrscher. Vor allen Dingen fuer ein (Verdränger) Motorboot. Die Wellen seitlich auf den Rumpf waren ein "Quell der Freude". Was wir aber auch bemerkten, Wetter und Klima bewegten sich in Richtung Mediteran. Also warm, sonnig und trotzdem morgens aber auch noch feucht. Und was ich nicht dachte, das Wasser ist super sauber, zumindest wo wir waren. Aber wir können ja nicht überall sein...

Eventuell problematisch kann es sein, die Wetter schlagen hier sehr schnell um. Wir haben es aber Gott sei Dank nicht mitbekommen.


Die Türkei

Alle haben uns vorher "verrückt gemacht" über die Procedure des Einklarierens. Ich habe im Internet alles und jenes gelesen, in Foren gestöbert und mich an Diskussionen beteiligt. Wir im richtigen Leben sieht dann alles doch ganz anders aus. Was sagten meine "Altvorderen immer: "Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird". Stimmte zu 100 %... Ich habe im Punkt Einklarieren in die Türkei alles beschrieben wie es uns erging. Ansonsten Kartenmaterial von Navionics für den Plotter, Laptop und Tablett, Papier Übersegler sowie Bücher über die Türkische Küste (z.B. von Gerd Radspieler Türkische Küste..). Zusätzlich hatten wir noch Open SeaMap auf dem Laptop installiert. Bis zum heutigen Tag (06.10.2015) hat alles so funktioniert wie geplant. Zur Benutzung von Telefon und WiFi habe ich weiter oben in den Basics ein paar Anmerkungen gemacht. 

Nachtrag: Sich Ersatzteile oder Komponenten in die Tuerkei nachschicken zu lassen ist schwierig weil außerhalb der EU. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, bis das Paket dann endlich eingetroffen ist, vergeht eine doch mitunter längere Zeit.


Griechenland

Entgegen den Verlautbarungen in der Presse über Probleme in Griechenland, von denen wir und Segler Kollegen bisher nichts bemerkt haben, geht hier alles seinen normalen Gang. Wir haben uns im Vorfeld vom ADAC einen Flyer geholt, auf dem die wichtigsten Redewendungen in Griechisch abgedruckt sind. So muss man nicht total stur an einen Griechen oder Griechin vorbei laufen. Ansonsten entsprechen die Seemännischen Vorbereitungen, Kartenmaterial etc..., denen der Türkei. Jedoch mit einem Unterschied, wir befinden uns nun in der EU!!!! Für uns ist nun alles einfacher, von Brief- und oder Material Zusendungen übers Telefonieren bis zum Internet Zugang. Na ja, die Sprache ist schwierig und lesbar.... für uns nicht. Aber es gibt immer jemand der hilft

 

 

Wird fortgeführt....