Nun sind wir also angekommen in der Türkei. Bosporus - Marmara Meer und Dardanellen sind die nächsten Stationen der MY Savarna. Menschen und Kulturen sowie die dortigen Landschaften wollen wir kennen lernen. Und dabei natürlich auch als Botschafter unseres Landes auftreten. Bis jetzt wurden auf unserer Reise ja alle unsere Erwartungen erfüllt. 

 

Die Texte zu diesen Bildern stehen weiter unten...






Bosporus

...... Gerade als wir um 06:00 Uhr morgens am 30.08.2015 in den Bosporus einbogen waren, ging genau in diesem Moment die Sonne auf. Besser kann man es nicht planen. Und es war NICHT geplant sondern einfach nur ein Zufall! Ein unbeschreibliches Gefühl und Farbenspiel. Istanbul im Licht der aufgehenden Sonne vor uns. Wir waren zwar müde aber alles war in diesem Moment wie weggeblasen. Wir haben diese Kulisse einfach nur auf uns wirken lassen.

Im Vorfeld wurde uns gesagt, passt bloß im Bosporus mit den ganzen Ausflugsschiffen und Fähren auf, die fahren alles und jeden über den Haufen! Und Ihr müsst Euch permanent bei irgendwelchen "offiziellen Stellen via Funk melden". Auf den ganzen Weg durch den Bosporus gab es keine Anfragen wer wir sind und was wir wollen, es ging einfach durch. Auch das angekündigte "extreme Bootsaufkommen der Istanbuler" hielt sich "Wellen technisch" in Grenzen.

Nach ca. 18 Std. Fahrt haben wir dann in der ATAKÖK Marina in Istanbul angelegt. Nach den langen Schlägen der letzten Tage wollten wir  uns nun 3 Tage "Erholung und Verwöhnen" gönnen. Na ja, erster Tag ankommen und "nachschlafen", zweiter Tag das Einklarierungs Procedere und den dritten Tag haben für Istanbul reserviert. Ist eigentlich zu wenig, aber es ist ja noch ein langer Weg bis Fethiye....

Istanbul

Zu Istanbul brauche ich nichts zu sagen, denn über diese Stadt ist schon soviel geschrieben worden bzw. hat schon soviel erlebt....

Einfach in die Altstadt mit Ihren einzelnen Handwerksbereichen abgetaucht, die Moscheen Vielfalt bewundert, den Gewürzmarkt angesehen und treffen dort einen Mitarbeiter aus Venlo, der in Istanbul wohnt und der Liebe wegen geblieben ist!!! Weiter den "Grand Bazar", unglaublich die Vielfalt der Waren und Geschäfte, vor allen Dingen das Gold.... Danach sind wir dann noch durch die kleinen Winkel und Sträßchen wo nur Einheimische hingehen,  "gestromert". Eine eigene Welt. Aber uns hat sie gefallen.

Inzwischen war es dunkel und wir sind dann mit dem Taxi wieder zum Hafen und bei einem Bier an Bord alles Revue passieren lassen.... Und morgen, geht es ja weiter. Ein Wort noch zu der Marina, sie ist wirklich die teuerste Marina in der Türkei. Beim Bezahlen dachte ich, die Dame sagt mir den Preis für die 3 Tage, NEIN, es war der Preis pro Tag OHNE Strom und OHNE Wasser.

Marmara

Am nächsten Morgen ging es nach der Abmeldung auf VHF 73 weiter grobe Richtung Süden. In einem kleinen Fischerhafen auf der Insel Marmara, der Namensgeber des Marmara Meeres, konnten wir anlegen. Ein Fischer fragte uns um 2 Dosen Bier und wir gaben sie Ihm. kurze Zeit später kam er mit einer großen Tüte voller heißer frisch gekochter Shrimps. Welch ein Genuss.

Canakkale

Unser nächster Stop war (geplant) Canakkale. Einmal um die "Blue Card" (zum Nachweis der Septik Tank Absaugung) zu bekommen und zum anderen uns Troja anzusehen. Die Blue Card, kein Erfolg. Troja dagegen ist gewaltig wenn man sich mit der Geschichte beschäftigt (hat). Knapp 4.000 Jahre wurde dort gelebt, gebaut und wieder zerstört. Anhand der Ausgrabungen lässt sich das  sehr schön nachvollziehen bzw. sehen. Die Stadt Canakkale selber hat eine schöne "Hafenmeile" mit Restaurants, Bars und Eiskaffees und vom Schiff hatten wir einen sehr schönen Blick auf die Stadt und auch auf die gegenüberliegende Seite mit der Hafenmeile.

Irgendwie kam die Sprache auf eine "Dönerbude", nicht negativ, sondern als Frage, gibt es so etwas auch hier? Und es gibt! In den Seitenstraßen von Canakkale wurden wir fündig. Nur Einheimische und das Essen, erste Sahne. Hier stimmten Preis und Leistung. Wir hatten schon lange nicht mehr so lecker gegessen. Ein Gast half uns bei der Auswahl und zusätzlich konnte ein Kellner sehr gut Englisch... Unsere Bedienung, ein junger Bursche, überschlug sich vor Eifer, denn seinem Einsatz war es zu verdanken, dass wir ins diesem Lokal waren. Und die Freude darüber konnte man Ihm direkt ansehen. Später auf dem Schiff den Tag ausklingen und auf morgen freuen, denn es ja geht weiter.

 

Am 05.09.2015 um 11:20 Uhr liegen der Bosporus, das Marmara Meer und die Dardanellen hinter uns und vor uns liegt die Türkische Ägäis von Bozcaada bis Fethije.