Was haben wir auf unserer Reise bisher schon alles "abgefahren" und gesehen. Wasser unterschiedlichster Qualität und Farbe. Von Grau über Grün und den unterschiedlichsten Braun Tönen. Aber das Wasser hier in der Ägäis ist von solch einem Blau und so klar, man glaubt es nicht wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Und das Schwimmen hier ist ein Genuss. Man kann die Türken sehr gut verstehen, dass Sie sich dieses Wasser Paradies nicht durch irgendwelche Einleitungen verunreinigen lassen wollen. Sie haben die sogenannte Blue Card eingeführt, sie gilt nur für das Boot fuer die sie ausgestellt wurde. Und nur mit dieser Card kann an den Absaug Stationen tatsächlich der Septiktank ausgesaugt werden. 

Zusätzlich wird diese Aktion auf der Blue Card festgehalten. Die CoastGuard kontrolliert das Vorhanden sein sowie  etwaige Einträge. Jedes Boot, einschließlich der Güllets, in Türkischen Gewässern soll diese Card haben. Es gibt zwar noch "weiße Flecken auf der Blue Card Landkarte" bezüglich Beschaffung und Absaug Automaten, aber es kommt. Fest steht jedoch eines, hat man keine Blue Card und wird "erwischt" gibt es keine "Haue" sondern das kostet etwa 4.000 TL.... 



Bozcaada

war unser erster Hafen in der Ägäis, eine gleichnamige kleine Insel, auf der ein Großteil der Türkischen Weinproduktion erzeugt wird. Und wir hatten Glück. An dem Wochenende wo wir auf der Insel waren, gab es das alljährliche Weinfest mit Musik (Life auf der Burg) sowie Life und Konserve auf dem Markt.

Wir sind am ersten Abend in die Stadt um Wein einzukaufen. Doch einmal ohne direkte Kenntnisse und zum anderen ohne zu wissen "wie schmeckt dieser Wein eigentlich" hatten wir Glück. In einer Weinhandlung mit angeschlossener Verkostung und Kleinigkeiten zum Essen sprach uns ein Gast mit seiner Freundin an und erklärte uns die Feinheiten um Wein zu kaufen den wir mochten. Und zusätzlich arbeitete er auch noch an den Wochenenden hier im Haus.

Also 6 Weine nach Angaben vom Haus und mit Hilfestellung ausgesucht und, wir haben dann tatsächlich einen Weißen, einen Rose und einen Roten für uns gefunden. Und dieser Gast, sein Name war Kahn lud uns anschließen zu Kalmares Essen ein. Es war ein Gedicht. Wir haben uns nicht lumpen lassen und luden die beiden auf ein Glas (gerade erworbenen) Roten zu uns an Bord ein. Es wurde ein schönere Abend....

Am nächsten Tag lernten wir die Freundin des Hafenmeisters kennen, eine Deutsche. Sie lud uns zu einem echten Türkischen Mokka ein. Als wir dann noch einkaufen wollten, begleitete Sie uns und zeigte uns einige Spezialitäten wie, Tomaten-, Mohn- und Chilli Marmelade. Auch Gebäck sowie einige Gewürze landeten bei uns in der Kombüse. Abends nach dem Länderspiel Türkei - Nederland (3:0) traf ich die Beiden wieder in der Bar (Gabi kam dann auch) und man trank noch ein paar "Kleinigkeiten". So gegen 01:300 Uhr war dann Zapfenstreich. Wir wollten ja auch früh wieder weiter. Was uns auch gelang, 08:45 Uhr bei starkem NE-Wind ablegen.

Setur Marina Ayvalik

war unsere nächste Anlaufstation. Als wir anlegten war nur ein Marinero anwesend der uns half und danach, niemand mehr im Office. Über eine Telefon-Nr. habe ich den Manager erreicht und er gab mir die notwendigen Informationen. Am nächsten Morgen hab ich dann mit dem Manager ein längeres Gespräch über die Situation für Marinabetreiber in der Türkei, ein wenig Politik und die Blue Card die er mir dann auch verkaufen konnte. Wir haben von der Stadt bzw. der Marina nur die Duschräume und den Supermarkt gesehen. Denn um 10:00 Uhr ging es dann weiter nach

Foca

Als wir für unsere Verhältnisse früh (18:30 Uhr) ankamen war nirgendwo ein Platz an einem Steg oder an einer Mooring zu bekommen. Also war Ankern angesagt. Doch wo? wir entschlossen uns vor der Skyline der Stadt auf 10 m zu ankern. Aber der Wind nahm erst mal zu und drehte. Aber trotz aller "Befürchtungen" hielt das Grundeisen super. Na ja, war ja auch nur ein Nothalt. Am nächsten Morgen, trotz starkem Wind, noch einen Tag ankern oder weiter, entschlossen wir uns für weiter. Es wurde für ein Motorboot doch heftig. Weil Welle und Wind auf einigen Kursen ziemlich seitlich kamen. Es kam wie es kommen musste, der Tisch entwickelte ein Eigenleben und legte sich (flog mit lautem Knall) auf den Boden. Dem tat das nicht so gut, denn jetzt zieren 3 richtige Dellen unseren schönen Boden. Wir hatten uns als nächstes Ziel den Hafen

Dalyankoy 

ausgesucht. Gleich beim Reinfahren in den Hafen sagte  uns die Coast Guard "der Hafen ist voll". Also wieder Ankern, diesmal aber direkt vor dem Hafen auf feinstem Sandgrund. Mit Schwimmen, Essen und etwas trinken ließen wir den Tag ausklingen. Am nächsten Morgen war noch einmal schwimmen angesagt bevor es weiter nach

Cesmee

ging. Allerdings wollten (mussten) wir hier nur tanken und unseren Waste-Tank kostenpflichtig auspumpen lassen. Nun hatten wir unseren Eintrag auf der Blue Card. Danach ging es sofort weiter nach

Teos Limam (Teos Bucht)

Als wir diese dann endlich erreichten dämmerte es bereits. Und ankern..., nach "3 ungültigen" (gefühlten stundenlangem) Versuchen gaben wir auf. Der Anker hielt nicht. Seegras in Vollendung. Also Schluss mit Lustig und auf die andere Seite der Halbinsel (ca. 4 SM) um dort in Teos Marina anlegen. Stockdunkel, fremder Hafen da kommt eigentlich Freude auf. Aber wir sind ja "elektronisch" auf dem neuesten Stand. (Wenn es denn mal hilft, aber verlassen..., nein) Als wir lagen kam natürlich jemand zum kassieren. Wir mussten dann für die Zeit von 22:30 Uhr - 07:00 Uhr morgens 160 TL bezahlen. Unglaublich, fanden wir. Trotzdem hieß es für uns morgen wieder raus  und weiter nach

Kusadasi

Hier sind wir jetzt. Der Grund, wir müssen etwas Wind und Welle im Bereich der Türkischen Küste und Samos abwettern. Heute, am 11.09.2015 ist es extrem heiß und wir haben beschlossen alles zu machen, aber uns NICHT anzustrengen. Aber morgen geht es dann ins Städtchen....

Zuerst gab es die "große Wäsche" und dann wollten wir uns mal die Stadt bzw. die Altstadt ansehen, aber es war "touristisch" zugepflastert mit Geschäften, in denen man alles bekommen konnte was wir nicht wollten. Sind dann abseits der meisten Touries wieder einmal in einer "Dönerbude" gewesen und wurden nicht enttäuscht. Preis und Essen (Qualität) stimmte. Dann sind wir noch in einem Restaurant mit Life Musik gewesen. Ein Musiker alleine mit seiner Akustikgitarre, Musik zum hören und mitsingen. Einfach klasse. Irgendwann sind wir dann gegangen und wie heißt das so schön, Ruhe im Schiff..

Für diesen Tag hatten wir uns Ephesus vorgenommen. Mit dem Taxi zum Busbahnhof und von dort weiter mit dem Dolmus ins "Altertum". Schon gigantisch was es dort zu sehen gab. Doch ich konnte es nicht so richtig genießen. Ich hatte mein Tablett mit allen Bildern und sonstigen Daten (es gab eine Sicherung) im Taxi liegen gelassen und keine Ahnung wie ich den Fahrer bez. das Taxiunternehmen erreichen könnte. Jedenfalls abends zum Taxistand und siehe da, ein anderer Fahrer gab mir das Tablett!!!! Der Fahrer hatte es seinem Nachfolger gegeben um es mir zurückzugeben. Es gibt also doch noch nette Menschen, mehr als man glaubt. Wir haben uns selbst verständlich bedankt wie es sich gehört. Und, seine Freude war ECHT!!!

Spontan sind wir dann im Hafen im Yacht Club Essen gegangen. War ein Fehler. Der Service "unter aller S..". Das Esser war aber OK. Na ja, hab mich beschwert, aber ob es nützt.... So war dann der letzte Abend in Kusadasi, denn am 14.09.2015, also morgen, geht es weiter zur

D-Marin Didim

Auf dem Weg dorthin passieren wir in nächster Nähe das Türkische Festland und auf der anderen Seite Griechenland. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl zu wissen was an diesen Nahtstellen geschieht. Das Fernsehen berichtet ja immer wieder davon.

Uns erwartet eine schöne Marina, ruhig und nicht abgedreht. Wir haben dann am 14.09.2015 so gegen 18:00 angelegt, die Hafenmeister Aktivitäten erledigt mit der Prämisse, 3 Tage liegen und 2 Tage bezahlen. Nach dem Anlegen haben den Rest des Tages dann an Bord gemütlich ausklingen lassen. Am nächsten Morgen, dem 15.09.2015 beschloss  Gabi für sich "heute hab ich Urlaub". Und ich, ich hab dann Teile im ShipShop geholt, mit denen ich eine "Tisch Halterung" bauen und damit den Tisch fixieren konnte. Und das bei 35 C°. War aber von Erfolg und Schweiß gekrönt. Und danach hatte ich auch Urlaub.

Am 16.09.2015 haben wir für 14:00 Uhr einen Taucher bestellt, der den Wassereinlass vom Seewasser Filter kontrollieren sollte. Denn wir können zur Zeit den Absperrhahn für eben dieses Filter nicht mehr schließen. Das Ergebnis war, eine Hand voll Luftballon Stücken in beiden Einlassöffnungen aber der Absperrhahn geht immer noch nicht.... Hier müssen wir noch zu einer Lösung kommen.

Also gut, wir wollen morgen trotz Wind von der Seite, "schöne" Rollbewegungen, weiter Richtung Marmaris. Um dieses Teilstück ist aber "in einem Rutsch" zu fahren, ist es zu weit. So haben wir uns als nächstes 

Gündogan Bucht

ausgesucht. NAch einigen Irrfahrten "wo kann man ankern" haben wir einige freie Bojen gefunden und uns einfach eine ausgesucht. Hat wohl niemand gestört, denn es kam keiner zum Bezahlen oder so. Nachdem wir aber die ersten Fallböen "genossen" hatten waren wir happy fest an einer Boje zu liegen. Und so hatten wir eine wackelige aber sichere Nacht. Am Morgen war dann Schwimmen und (Saltwasser ab) Duschen angesagt. Die nächste Station für uns war

Bodrum

Da wir aber nicht in der Hafen sondern dort, direkt vor der Burg St. Peter ankern wollten, konnten wir uns Zeit lassen. Trotzdem waren wir bereits gegen 13:00 Uhr vor Ort und konnten mit dem Anker Manöver beginnen. Aber Hallo, etwas Sand und überwiegend Seegraß Wiesen passten unserem Anker nicht so richtig. Nach mehreren Versuchen und 2 Ortswechseln gelang es uns doch tatsächlich das Grundeisen einzugraben, nur um 20:30 Uhr festzustellen, so richtig hält der Anker aber nicht. Also noch einmal Anker auf, 50 m weiter einen neuen Platz (mit Sandboden) versucht zu finden und Anker ab. Und dieser Versuch saß. Das einzigste was störte war die laute und unterschiedliche Disco Musik (Bum Bum) aus diversen Richtungen. Haben wir aber dann trotzdem überlebt. Die nächste Station für uns war dann das kleine Städtchen

Bozburun

mit seiner Gemeinde Marina. So muss die Türkei früher an der Küste ausgesehen haben. Denn die Stadt selber mit Ihren 1.700 Einwohnern gilt inzwischen bei Insidern als Geheimtip. Wir haben uns dann in dem Städtchen umgesehen und sind auch abends etwas Essen gewesen. Aber das Restaurant Bozburun hatte wohl heute einen schlechten Tag. Vorspeise Ok aber die Hauptspeise, Calmares gegrillt war nichts für unseren Gaumen. Und teuer war es obendrein auch noch. Na ja, mal gewinnt man, mal verliert man....

Nach dem Studium der Wetter Informationen, Gewitter, Regen und schwere Sturmböen (mit 50 Kn) haben wir beschlossen hier abzuwettern. Es gibt "schlimmere Orte" um abzuwettern. Mal im Ernst, ist echt schön hier. Und man muss davon ausgehen, das es hier auch bei diesen Wetterbedingungen immer noch weit über 20 Grad ist! Am 2ten Tag haben wir dann noch einmal den Tankwagen kommen lassen und 300 Ltr. Diesel gebunkert. Danach keine Aktivitäten mehr, man hat ja Urlaub. Am 3ten Tag auch keinen Lagerkoller sondern mit dem Nachbarboot, einem Schweizer Pärchen in der gleichen Situation wie wir, auf ein "11 Ührken" getroffen. Ging dann doch was länger und wir haben uns dann für 17:30 Uhr in einem Lokal verabredet. Und das wurde nun ein richtig schöner Abend. Bei der Schilderung dieses Abends "schweigt des Schreibers Höflichkeit".

Ach ja, morgen, da soll es besser Wetter-technisch besser werden. Mal sehen. Wurde auch etwas besser, aber wir bleiben noch. Haben uns mit einem Israelischen (Dana und ???) sowie dem Schweizer Pärchen (Yvonne und Burc) zum Grillen verabredet. Auch an diesem Abend wurde es wieder wunderschön. Aber wie immer im Leben wenn es besonders schön ist muss man aufhören haben wir dann am 24.09.2015 beschlossen, genug ist genug und sind um 10:00 Uhr morgens weiter Richtung Marmaris aufgebrochen. Vorher wollten wir aber noch in einer wunderschönen Bucht

Buzakkale

ankern um im dortigen Restaurant AliBaba richtig gut Türkisch zu speisen. Wir waren das zweite Boot dort und konnten anlegen. Es gab nur einen Platz für seitliches Anlegen, und den bekamen wir. Innerhalb von ein paar Stunden waren alle Stege (anlegen Heckwärts mit Moorings) belegt. War echt gut dass wir so früh (12:30 Uhr) in der Bucht waren.

Das Wasser war unbeschreiblich klar und das Schwimmen ein Traum. Yvonne, Burc und wir hatten unseren Spaß. Ab 19:00 Uhr haben wir uns dann zum Abendessen verabredet und wirklich, auch das Essen war "erste Sahne" und das zu einem Preis, der jedem Restaurant in Deutschland die "Schamesröte ins Gesicht treiben würde!!!" Nach dem Essen gab es noch einen "Abschieds Absacker" auf dem Boot der beiden. Sie mussten das Boot am nächsten Tag in der Netsel Marina in Marmaris abgeben. Wir dagegen...... na ja, haben noch etwas Zeit mit dem "wir müssen das Boot ...".

Am anderen Morgen gegen 10:00 Uhr Verabschiedung und jeder "fuhr" seinen Weg, denn auch wir wollten nach

Marmaris

in die Yacht Marina, wo wir so  gegen 15:30 Uhr ankamen. Denn diese Marina war eine von drei in Frage kommenden Marinas für das Winterlager mit "an Bord Verbleib". Im Marina Office gab man mir bereitwillig alle für mich relevanten Informationen hierzu. Und siehe da, es stimmt eigentlich alles, sogar der Preis! Allerdings arbeitet man zur Zeit am WiFi und konnte mir keine verlässliche Info geben, wann fertig. Aber im Office und Restaurant funktioniert es sehr gut. Wir haben Hoffnung das sich das mit dem WiFi auflöst.

Für ein Winterlager ist es hier optimal. Alles notwendigen Strukturen für Versorgung und Reparatur sind komplett vorhanden! Mal sehen wie wir uns entscheiden.

Jetzt wollen wir aber erst einmal das Boot von dem "Dreck" der letzten Monate richtig reinigen bzw. auch innen mal wieder aufräumen. Im Laufe der Zeit landet doch so einiges mal in dieses Schapp, mal in diese Ecke, mal wieder in einer anderen Ecke oder so... Aber auch diese Arbeit war irgendwann beendet.

Die nächsten Tage vergingen mit Essen gehen, Nichts tun, hier ein wenig erzählen dort mal ein Bierchen oder Wein schlürfen, eigentlich so wie es sein soll. Keine Hektik jedenfalls. Aber am 02.10.2015 hieß es dann Leinen los und weiter die letzten 90 km bis zu dem südlichsten Ziel unserer Reise nach

Fethiye

Hier wollen wir uns mit Viktor und Claudia, Michael und Gabi sowie mit Gudrun und Ihrer Schwester treffen um Gabis runden Geburtstag zu feiern. Und anschließend bei uns an Bord ein paar Tage verbringen. Aber es kam ein wenig anders. Claudia informierte uns Viktor sei doch sehr krank und müsste ins Krankenhaus. Somit fielen die beiden zur Geburtstagsparty aus. Für uns war die Stimmung dann natürlich gedrückt, denn alles drehte sich um "Don Vittorio". 

Nachdem wir dann versucht haben etwas "herein zu feiern" kam dann am 05.10.2015 morgens die Info Viktor muss sofort nach Antalya ins dortige Krankenhaus gebracht werden. Was jetzt genau ist wissen wir noch nicht werden hier aber eine Message hinterlassen....

Heute, am 06.10.2015 versuchen die Mädels (Gabi, Gudrun und Martina) sich ein wenig mit "lass uns mal für ein Stündchen ins Städtchen gehen" abzulenken. Ich halte erst einmal hier die Stellung. Sie haben mich aber zum Essen eingeladen, wenn Sie sich irgendwo hinsetzen... Es kam wie es kommen musste, wenn Mädels shoppen gehen vergessen Sie alles. Wenigstens brachten Sie was vom Bäcker mit. Nach dem gemeinsamen Kaffee trennten sich unsere Wege. Wir zurück an Bord und die beiden rüber in Ihre Club Anlage. Sie wollten am nächsten Tag wieder kommen und mit uns zwei Tage mit dem Boot unterwegs sein.

Am 07.10.2015 haben wir morgens in der ECE Marina abgelegt, den Wastetank auspumpen lassen (Blue-Card) um dann in Richtung der Restaurant Bucht Wall-Bay zu fahren. Etwa halb zwei angelegt, schwimmen gewesen und einen Tisch für abends (für 4 Personen) bestellt. Das Liegen am Steg war kostenlos der Preis im Restaurant etwas überzogen, wie wir dem Manager sagten. Er jedoch ließ sich nach dem Essen nicht lumpen und kam mit einer Flasche Raki zu uns an den Tisch. Es wurde ein lustiger Abend. Als alle Gäste bereits gegangen und nur noch wir und der Manager anwesend waren, bemerkte Gudrun am Himmel einen hellen Stern mit der Bemerkung: "Schaut mal da, da ist die Venus!!!" Leider war es nicht die Venus sondern das Ankerlicht eines Seglers am Steg... Und Martina hatte keine gute Nacht und verbrachte diese draußen auf dem Achterschiff...

Am nächsten Tag haben wir die Beiden dann in Ihrer Club Anlage abgesetzt. Wir sind dann weiter in die Bucht MY-Marina weitergefahren. Es war eine traumhafte Bucht mit einem Restaurant mit Blick über die gesamte Bucht. Einfach wunderschön. Der Preis am Steg war mit 100 TL für unser Boot sehr gut und im Restaurant gab es zu angemessenen Preisen hervorragendes Essen. Spontan beschlossen wir noch einen weiteren Tag dort zu bleiben. Und dieser Tag hatte es in sich. Neben einigen anderen Booten kamen 3 Boote mit jeweils einer Türkischen Crew. Alle konnten Deutsch weil in Deutschland geboren und Sie luden uns zu sich an Bord ein. Es gab Whiskey und Obst (in seiner edelsten Form, als Wein!!!) Abends dann zum Essen ins Restaurant und die Jungs und Mädels hatten bemerkt, Gabi hatte Geburtstag und haben Ihr ein Ständchen verbunden mit einer Hand gemachten, von allen unterschriebenen Geburtstagskarte überreicht. War klasse. Es wurde richtig nett... Für uns ging es dann am nächsten Morgen weiter nach

Marmaris

ins Winterlager. Um 11:30 lagen wir fest im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Marinero hatte nicht aufgepasst und schwupps hatten wir eine Leine im Propeller. Mit Hilfe eines Tauchers wurde das Problem aber schnell gelöst. Wir lagen aber auf einem Platz, außen im Schwell am Steiger Bravo, wo wir so schnell wie möglich wieder fort wollten. Am 11.10 hatten wir endlich einen guten Platz am Steiger Juliet und lagen mit 2 Moorings sicher und fest. Die Wintersaison kann kommen. Aber wir werden sicher noch das Eine oder andere Mal den Steg verlassen. Bis heute, dem 20.10.2015 haben wir super Wetter. Immer knapp unter 30 C°.

 

Alles was ab der Ankunft (11.10.2015) in der YAT Marina in Marmaris unserem Winterlager "schreibenswert" ist, werde ich im Teil Winterlager 2015 - 2016 dokumentieren