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Nach fast einem Jahr erreichen wir nun Griechenland, dem Land in dem die Wiege der Demokratie stand und das auf eine große Geschichte zurückblickt. Wir haben uns in der Türkei schon auf geschichtsträchtigem Boden bewegt und hier folgt nun die Fortsetzung. Namen wie Zeus dem Göttervater, Odysseus dem König von Ithaca, Achilles der Held des Trojanischen Krieges oder Aphrodite, die Griechische Göttin der Liebe und Schönheit... Jeder von uns wurde irgendwann mal mit diesen oder ähnlichen Namen konfrontiert.

Jedoch heute erreichen uns aktuelle Nachrichten aus den verschiedenen Ländern, in diesem Fall Griechenland, immer nur gefiltert durch die unterschiedlichsten Presse Organe. Daher wollten wir unter anderem selber einen Eindruck von unserem wunderschönen Planeten Erde bekommen.

Zwar "nur" Europa und die Türkische Küste, aber immerhin. In allen bisher besuchten Ländern haben wir nicht einmal das Gefühl "unwillkommen zu sein" gehabt. Im Gegenteil, wir haben echte Freundlichkeit und auch Herzlichkeit, nicht nur bei den Menschen auf der Straße, sondern überwiegend auch bei den Behörden erlebt.

Wir jedenfalls freuen uns nun auf Land und Leute in Griechenland, auf Orte vollen Mythologie, auf leibliche Genüsse und Begegnungen mit Menschen von hier auf Augenhöhe! 



30.05.2016 - 14.07.2016

 

Kos

Bodrum - Kos, das sind knapp 10 SM (von Hafen zu Hafen) und als Point of Entry unser erster Anlaufpunkt in Griechenland. Gegen 17:30 Uhr liegen wir dort fest. Zwei freundliche Marineroes waren uns behilflich und gaben uns die Mooringleinen. Sie informierten Coast Guard und Hafenbüro über unsere Ankunft.

Da wir die Flagge Q (gelb) an der Gösch (vorne am Bug) unter der Griechischen Gastland Flagge gesetzt hatten, haben die beiden sofort die Coast Guard informiert. Innerhalb von 15 min kam ein freundlicher, junger Beamter und kontrollierte die Papiere von Schiff und Besatzung. Danach stellte er eine Crewliste aus nicht ohne uns den Weg zu den verschiedenen Behörden (in der Stadt, relativ nah zusammen) zu erklären. Eine Information folgte von Ihm noch: "heute braucht Ihr nicht mehr dahin zu gehen. Macht das morgen. das reicht!"

Den Einklarierungsprozess könnt Ihr hier unter Aus und Einklarierungen Griechenland Einklarieren nachlesen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Bummeln, Besuch einer Taverne mit Griechisch - Holländischen Eigentümern sowie mit Auffüllen der flüssigen Verproviantierung.

 

Kalymnos

haben wir dann am 1 Juni erreicht. Hier hatten die einzelnen Tavernen Bojen ausgelegt. Da wir nicht wussten welche Taverne gut oder nicht ganz so gut ist, haben wir an der Boje von Captain Stavros festgemacht. Gegen Abend dann mit dem Beiboot an Land und zum Captain Stavros. Und siehe da, wir saßen kaum, da kamen Johannes und Irmgard aus Marmaris zu uns an den Tisch. Es wurde noch richtig gemütlich. Zwischendurch kam der Obsthändler und wir konnten noch frisches Obst erstehen. Dann bei der Essens Bestellung pries man uns eine Mussaka an. Vorher Tzaziki satt und dann die vom Haus die angepriesene Mussaka, eine sehr gute Wahl. Nach einer sehr ruhigen Nacht ging es dann weiter nach

 

 

Levitha

Auch hier eine rund herum geschützte Bucht mit ausgelegten Bojen. Insgesamt 6 Boote und 2 Fischer "bevölkerten" die Bucht. Ruhe und schwimmen war angesagt. Etwas später kam ein Fischer und nahm für die Bojenbenutzung von jedem Boot 7 €. Meine Angel Versuche endeten auch hier mit Erfolglosigkeit. Ein Angler vor dem Herrn werde ich wohl nie. In ca. 10 Fußminuten gab es auf dem Hügel einen Bauernhof, der eine Taverne betreibt, die bekannt ist für ausgezeichnetes Essen. Wir hatten unter anderem Ziege, zubereitet wie Lamm, ausgezeichnet!!! Allerdings ist der Rückweg zum Boot im Dunkeln nur mit Taschenlampe zu bewerkstelligen.

 

Amorgos

war unser nächstes Ziel. In der großen Bucht von Kalotyri, die wir von Osten durch die schmale Einfahrt erreicht haben, lagen 5 Schiffe, wunderbar geschützt außer vor westlichen Winden. hier findet man Ruhe und Einsamkeit. Außerdem kann man den Sternen Himmel ausgezeichnet, weil Fremdlicht fehlt, betrachten. Erholung pur!

 

Kouphoniosos

wollten wir zwar anlaufen, aber es wird zur Zeit direkt am Hafen gebaggert. Das war uns dann doch etwas zu laut. Vielleicht ein anderes Mal..... Also umdisponiert und nach

 

Schinousa

Jedoch in diesem schmalen Einschnitt, Myrsini, und dem kleinen Anlege Steg, waren die 2-3 Ankerplätze und auch der Steg besetzt. Also wieder raus und herein in die direkt nebenan liegende große Bucht. Aber hier stand noch Schwell von Süden und unser Boot "kostete diesen Schwell voll aus". womit wir ein weiteres Mal zum Umdisponieren gezwungen wurden. Aber auf Grund der kurzen Distanzen war das nie ein Problem. Und schräg gegenüber von Schinousa ist die Insel

 

Iraklia

mit der Bucht Georgiou. Hier haben wir dann den Anker geworfen. Zusätzlich aber abgesichert mit einer Landleine (50 m). Gegen 17:00 Uhr kam dann die Fähre und wir und die anderen Ankerlieger sind ein wenig "durch die Gegend gehüpft" Nach 10 min war alles wieder vorbei und ruhig wie vorher. Am nächsten Morgen verließen 2 Boote den vorhandenen kleinen Steg. Und ehe wir uns versahen bzw. reagiert haben, rutschten 2 Ankerliegen auf die 2 frei gewordenen Plätze. Na ja, nicht aufgepasst. Jedoch wurde der Schwell in dieser Bucht langsam blöd. Und wir entschlossen uns, da der Wind gedreht hatte, uns doch wieder in die große Bucht von

 

Schinousa

zu verholen. Und hier war es tatsächlich so wie erwartet, ruhig. Gemütlich vor Anker bei wunderbarem Wetter, was will man mehr...... Am anderen Morgen frischte der Wind auf, aber wir hatten den ca. 45 Grad von Backbord, also unkritisch. So sind wir dann Richtung

 

 

Paros

gefahren, das wir dann am 8 Juni erreichten wo wir bereits von unseren Freunden Klemens und Rosi erwartet wurden. Das Anlegen (röm. kathol. mit dem Heck zum Steg) entpuppte sich bei gutem Seitenwind als doch etwas anspruchsvoll an. Wir mussten unter diesen Bedingungen in eine schmale Lücke rein und zu allem Überfluss hatte doch "tatsächlich jeder vorne einen Anker und auch Mooringleinen raus". So etwas aber auch (Kopf kratz und dann lach). Klemens hielt uns mit seinem "Zweitboot" auf Kurs und somit lagen wir dann sicher und fest.

Hier werden wir jetzt erst einmal mit den beiden einige Tage verbringen. Zumal wir seinen Liegeplatz inclusive seinere Mooring Leinen nutzen konnten, da sein Schiff, eine Atoll 4 für 3 Monate auf Tour war. Geplant sind nun einige Besuche auf den Inseln um Paros herum sowie einen mehrtägigen Ausflug nach Santorin. Jetzt aber der Reihe nach....

 

Vielleicht eine kleine Anmerkung vorab, bei unserem ersten Besuch 2004 und beim letzten Besuch in 2014 zeigte die Waage nach Besuchsende jedesmal in eine bestimmte Richtung. Immer aufwärts! Geschuldet war dies den Kochkünsten von Klemens. Und wenn es auch noch fürs Auge, für den Magen und für den Kopf super ist, kann man nur eines, essen, schweigen und ohne Reue genießen....

 

Nach dem Anlegemanöver gab es die Einladung zum gemeinsamen Abendessen bei den Beiden. Ein Genuss auch in Verbindung mit flüssigen Zutaten. Denn es gab ja doch einiges zu erzählen. So wurde es ein richtig schöner Abend. In den nächsten Tagen kam es zu regelmäßigen Treffen bei den Beiden oder bei uns an Bord sowie Ausflügen und wichtigen Einkäufen. Ein Arztbesuch (nichts gravierendes) und sonstige Shopping Aktivitäten folgten. Und dabei wurde der 16 Juni als Abfahrtstermin für unseren gemeinsamen Törn ausgemacht. 

Dann kamen Ralf und Pia mit Ihrem Kat in den Hafen von Piso Livadi (Paros). Großes Hallo, denn auch wir hatten uns länger nicht gesehen. Abgesehen von einem kurzen Treffen auf der Boot 2016. Was folgte war eine Einladung von Klemens und Rosi zum gemeinsamen Abendessen am 15 Juni bei den Beiden in Ihrem Haus. Es gab eine exquisite Vorspeise, eine individuell fuer jeden zubereitete Pizza sowie als Nachtisch Rosies Pflaumenkuchen. Das alles wiederum wurde mit "Flüssigem" gereicht. Da Klemens und Rosi vom 16 - 27 Juni nicht in Ihrem Haus sein konnten kam Anke, eine Bekannte der Beiden als Haus- und Katzen Nanni dazu. So dass wir zu siebt einen wunderschönen Abend hatten. Der geplante Santorini Toern von Rosi, Klemens und uns stand bevor und wir boten Ralf und Pia an doch mitzukommen. Sie wollten aber mal Paros erkunden, eine Weinprobe machen usw...

Wir verließen dann gemeinsam mit Klemens und Rosi am 16 Juni  Paros bei für uns günstigem Nordwind in Richtung

 

Pholegandros

Am Anleger in Karavostasi haben wir noch einen Platz ergattert und lagen sicher vor Bug Anker. Später sind wir dann mit dem Bus in die Chora Ano Meria (ca. 3 km) gefahren. Ein schmuckes und sauberes kleines Städtchen. Dort habe ich das beste Tzaziki meines Lebens essen dürfen. Für die anderen Drei war er etwas heftig aber für mich.... Klemens und ich wir haben uns an einem Rose gütlich getan. Diese Abende sind einfach unbezahlbar... Am nächsten Tag stand dann

 

Santorini

auf unserem Programm. Hier liefen wir den Hafen Vlychada im Süden der Insel Thira an. Und wir waren vorgewarnt. Päckchen liegen war angesagt. Und wir, als nicht tiefgehendes Motorboot, wurden hinter dem Wellenbrecher als dritte ins Päckchen geschickt. Wir hatten somit ein großes Motorboot (sehr schwierig an Bord zu gelangen) und einen Katamaran (Lagoon 39) zu überwinden. Irgendwie gelang es uns auf Grund unserer Konstitution immer zu uns an Bord zu kommen. Wobei Rosi als "Kleinste" unserer Gruppe es am schwersten hatte. Klemens hat uns einen Wagen gemietet um damit die Insel Santorini zu erkunden. Für uns super, wir hatten ja als Fremdenführer Klemens und Rosi. Nach dem Besuch von Thira gingen Gabi und ich dann rüber an die Küste um den Sonnenuntergang zu genießen wärend die beiden, da Sie dieses Ereignis bereits des Öfteren gesehen hatten, in eine Taverne auf einen Drink. Ein kleiner Wehrmutstropfen für uns, es war doch etwas diesig und der Sonnenuntergang ins Meer etwas diffus. Am nächsten Morgen noch etwas Kultur mit dem Besuch der Ausgrabungsstätte Akrotiri. Es ist schon beeindruckend was die Altvorderen hier bereits gebaut hatten wo die Germanen.... na ja, schreib lieber nix (nachdenklich schmunzelnd). Und weiter ging es dann nach

 

Ios

in die Manganari Bucht. Eine sehr große im Süden von Ios gelegene Bucht. Anker raus, lange Kette und dann eine "Land Leine" etwa 50 m vom Schiff auf 3 m Wassertiefe an einem Stein (mit Kette) befestigt. Es war die Aufgabe für Klemens. Jedem eventuellem Wind Dreher wurde somit der "Wind aus den Segeln" genommen. Gemütlich an Bord den Abend genossen... Am nächsten Tag ging es dann in die Phaneri Bucht (auf Ios). Hier haben wir ganz am Ende im Hafen von Ios vor Buganker festgemacht. Aber der Schwell der ein- und auslaufenden Fähren war gewaltig. Die Schiffe sprangen auf den Wellen wird umher. Einem Kat, einer Lagoon 400, erwischte es besonders heftig. Sein Anker hielt nicht und so schlug seine Backbord Heckkufe mehrere Male äußerst heftig gegen die Mauer. Die Mauer überstand die Schläge ohne sichtbare Folgen.....  

Ansonsten rund um den Hafen alles Touristisch aufgebrezelt und trotzdem irgendwie hübsch anzusehen. Am nächsten Morgen, dem 20 Juni ging es dann bei für uns ausgezeichneten westlichem Wind zurück nach

 

Paros

Vom 22 - 27 Juni waren die Rosi und Klemens in Deutschland um diverse Arbeiten an Ihrem neuen Haus durch zu führen. Pia und Ralf sowie Anke und wir haben doch so einiges wie Suschi Essen, gemeinsam ein Deutschland Spiel auf dem Kat angesehen oder Besuche in Nausa bzw Parikia unternommen. Pia und Ralf sind dann am 26 Juni wieder Richtung Ionisches Meer gesegelt. Wir werden die beiden spätestens in Lefkas wiedersehen. Ich denke aber vorher!!! Für den 28 Juni haben uns Klemens und Rosi eine Überraschung versprochen. Es gab ein "SAVARNA Überraschungs Menü" in Ihrem Haus. Ein voller Erfolg den auch Anke vor Ihrer Abfahrt (am 29 Juni) noch genießen konnte. Die letzten Tage auf Paros waren gekommen. Wir haben nette Leute getroffen und kennengelernt, eine noch nicht vom Tourismus überlaufene Insel kennen gelernt, eine wirklich schöne Taverne, das Soiree mit sehr netten Bediensteten incl. der Chefin..... oh, man könnte noch viel mehr ansprechen. Es waren wunderschöne abwechslungsreiche Tage die uns zusätzlich von den beiden "Einheimischen" Klemens und Rosi verschönt wurden.

Da wir am 1 Juli weiter wollten haben wir ein letztes Mal die Beiden für den 30 Juni zum Essen bei Dimitri eingeladen... Wenn ich das so lese weiß ich jetzt woher mein "Gewicht" kommt. Wir bereuen aber nichts! Und so ging es dann nach Verabschiedung und ein paar Tränen am 1 Juli um 10:00 Uhr morgens für uns bei gutem Nordwind unter Begleitung vom "Zweitboot der Beiden" weiter Richtung

 

Sifnos

Der Wind ist eigentlich nicht das Problem für uns. Es ist die Welle. Und wenn diese von der Seite kommt... aber das hatten wir ja schon. Jedenfalls haben wir unseren Kurs etwas den Wellen anpassen müssen. bedeutete für uns ein Drittel mehr Wegstrecke aber wenigstens "gemäßigtes Rollen". Wir sind dann die Bucht Platys Gialos auf der Südseite von Sifnos angelaufen und haben vor dem kleinen Schutzhafen in der weitläufigen Bucht geankert. Der Schwell hielt sich in Grenzen die Fallböen dagegen nicht. In der Nacht orgelten die ganz schön heftig durch die Bucht. Um den Wellen tagsüber zu entgehen sind wir dann morgens bereits um 06:00 Uhr in Richtung

 

Milos

aufgebrochen. Eigentlich ist die zu bewältigende Strecke sehr klein. Wir haben aber auch diesmal wieder unseren Kurs den Wellen anpassen müssen. Darum benötigten wir für dieses Stück insgesamt  7 Stunden. Von Norden aus sind wir dann zwischen Kimolos und Milos in die Milou Bucht nach Adamas gefahren. Dort haben wir dann, weil starker Meltemi angesagt war, in der Marina am 08.07.2016 gegen 13:00 Uhr festgemacht um den angesagten Wind abzuwettern.

Hier sind wir insgesamt 3 Tage geblieben. Um die Insel zu erkunden haben wir haben uns dort jeder !!!! einen Motorroller geliehen. Es gab nur ein Problem, obwohl  in Griechenland auch Helmzwang besteht, gab es für mein „Haupt“ keinen passenden Helm. Also bekam ich einen „Alibi Helm“ mit, damit alles seine Ordnung hat (lach). Morgens um 09:00 Uhr ging es los. Unser Fazit später, Klasse, heiß und staubig, und Gabi hatte Ihren ersten Sonnenbrand.

Abends in einer Taverne lecker gegessen (ich weiß, aber das Essen hier ist einfach Klasse).  Anschließend hat Gabi Ihren Roller wieder abgegeben aber ich bin noch einmal über die Insel gefegt. Alleine, war richtig schön.

 

Leider hatte Gabi sich noch eine „fette“ Erkältung (Bakterien Übertragung durch mich) eingefangen. Am nächsten Tag beim Ship Chandler haben ich noch einige Teile um unsere Gangway an starken Gummileinen variabel aufzuhängen zu können gekauft. Und Gabi hat sich ein paar Schwimmflossen zum Tauchen gekauft. Jetzt kann Sie immer die Lage des Ankers kontrollieren. Wir sind dann am nächsten Morgen um 07:00 Uhr mit Richtung 

 

zum Ionischen Meer aufgebrochen.