Start


Das Ionische Meer ist benannt nach der altgriechischen Sagengestalt Io einer Geliebten des Gottes Zeus. In diesem Meer gibt es, im Calypsotief, die mit 5.267 m tiefste Stelle im Mittelmeer. Es ist unter Seglern bekannt fuer seine ruhigen Winde. Und was wenigen bewusst sein wird, das Ionische Meer und seine Inseln sind der Schauplatz großer Teile von Homers Odyssee.

In Albanien (Saranda und Himara) sowie in Griechenland (Patras, Korinth Korfu, Lefkada, Prevezza und Zakynthos) und in Italien (Messina, Syrakus Catania) befinden sich die wichtigen Häfen des Ionischen Meeres.

Wir haben entschieden und für uns einen Platz in der Lefkas Marina gebucht. Das heißt wir überwintern in Griechenland im Hafen von Lefkas, wo wir bereits einen Platz gebucht haben. In 2017 wollen wir dann den nördlichen und östlichen Teil von Griechenland kennen zu lernen.

 

Nachtrag am 11.10.2016

Wir haben umdisponiert und werden in Nidri, 8 SM unterhalb von Lefkas, überwintern. Siehe Winterlager Nidri 2016 - 2017

 

14.07.2016 - 16.10.2016

 

Elafonisos - Ormos Frangos

Die erste Anlaufstelle für uns im Ionischen Meer. Eine Bucht mit richtig Karibischem Feeling. Bis Cap Maleas waren die Wellen normal und wurden dann jedoch immer höher. Wir fuhren tanzend in diese Bucht. Sie erschien uns von weitem ruhig zu sein. Als wir jedoch herein kamen gab es Rock ´n Roll. So richtig Platz war dort auch nicht. Also sind wir um das Cap Elena (klein) herum mit der Überlegung, wir fahren doch einfach weiter nach Githeon. Inzwischen dann um 19:00 Uhr auf Grund der Wellen haben wir unsere Entscheidung jedoch schnell revidiert und sind wieder zurück Richtung Elafonisos. Allerdings nicht mehr in die erste sondern in die Bucht

 

Elafonisis – Ormos Sarakiniko

zu fahren. Auch hier sah es zuerst sehr gut aus. Als wir aber den Anker unten hatten ging es los. Welle auf Welle (Schwell, lang und…) rollte heran. Jetzt war kein Rock ´n Roll sondern Bullen Reiten angesagt. Inzwischen aber 20:00 Uhr und, na ja, da müssen wir jetzt durch. Also wieder Ankerwache und morgens am 14.07.2016 dann beim ersten „Büchsenlicht“ um 06:00 Uhr mit für uns passabler Welle raus und um 13:30 Uhr sind wir in

 

 

Githeon

angekommen. Hafen voll also war Ankern in Lakonikos Kolpos vor historischer Kulisse angesagt. Die Ankerbucht wird von der Hafenmole und einer Insel, Nisis Kranai eingeschlossen.. Kaum lagen wir ruhig und sicher ging das Telefon. Ralf und Pia sagten: „wir versuchen Euch schon die ganze Zeit zu erreichen, wir haben einen Platz im Hafen für Euch“. Ok, wir also mit dem Beiboot an Land zu den beiden und erst einmal Hallo. Dann die Info, in der Taverne wo wir gerade saßen, kannte der Besitzer den Besitzer von dem Fischtrawler im Hafen. Und an diesem könnten wir anlegen, weil der ja erst in 1 – 2 Wochen raus geht.

Also zurück an Bord, Anker auf und rüber in den Hafen und am Trawler angelegt. Ralf und Pia halfen noch eben. Die Beiden sind dann aber wieder weiter mit dem Leihwagen zurück nach Kalamata. Abends ging es natürlich noch in diese Taverne zum Essen.

Am nächsten Tag zu Fuß rüber zu der Insel Kranai. Es war schon ein seltsames Gefühl auf diesem Stückchen Land zu stehen, auf dem eine solche Geschichte geschrieben wurde. Auf dieser Insel, Nisis Kranai, verbrachte nach der Legende Paris mit Helena die erste Nacht, die dann den Trojanischen Krieg auslöste. Viele werden sagen na ja, ist nur eine Legende, aber egal. Es ist Kopfkino. Man schließt die Augen und denkt da sind Sie alle. Aphrodite, Hera, Athene, Zeus und Helena, Ehefrau von Menelaos dem König von Sparta usw. Für mich war es jedenfalls prickelnd…..

Wir haben Githeon dann am 19.07.2016 um 10:00 Uhr mit Ziel

 

Porto Kaijo

verlassen, wo wir gegen 14:30 Uhr ankamen. Die Bucht war zwar geschützt aber es kam doch einiges an Schwell durch. So haben wir 3 x den Ankerplatz gewechselt bis wir einen halbwegs „Rock ´n Roll freien“ Ankerplatz hatten. Problem war nur  irgend wann gegen Abend erreichte uns auch hier der Schwell. Das hatte zur Folge das es wieder nicht ohne Ankerwache abging. Zu allem Überfluss legte sich ein Austria Kat ziemlich nahe zu unserem Anker. Ob das gut geht?

Wir, morgens um 06:00 Uhr, alles fertig um Anker auf zu gehen, da lag der Kat über unserem Anker. Wir haben Ihn sicherheitshalber geweckt. Aber ich kam auch so frei. Inzwischen 06:15 Uhr dann raus aus der Bucht mit Ziel

 

Koroni

wo wir gegen 11:00 Uhr am 20.07.2016 ankamen. Es ist eine weiträumige und schöne Bucht. Wir haben in einer „schwellfreien“ Zone unseren Anker fallen gelassen. Hat sofort gegriffen. Etwas später kamen Ralf und Pia und wir haben uns dann für den Abend zum gemeinsamen Tavernen Besuch verabredet. Am anderen Morgen sind die beiden weiter und wir beschlossen noch einen weiteren Tag zu bleiben. Denn das Castle wartete noch auf uns. Dort oben haben wir dann auch zum ersten Mal einen Griechischen Friedhof bewusst und von Nahem gesehen.   Komplett anders als bei uns. Viel Monumentaler. Es war beeindruckend, wohl auch wegen der Bilder der Verstorbenen und der zum Teil Sarkophag Artigen Gräber. Am 23.07.2016 sind wir dann morgens um 07:30 Uhr weiter Richtung

 

Kalamata

gefahren wo wir gegen 11:00 Uhr ankamen. Vom Hafenmeister haben wir einen Platz bekommen der auf dem Papier im Schwell lag. Jedoch lag neben uns eine HR 55 und schirmte uns ab. Zudem gab es nur minimale Wellen draußen und hier im Hafen gab. Nachdem das Boot versorgt war gingen wir zum Jumbo Markt um einige Dinge einzukaufen. Denn in diesem Märkten gibt es alles was es sonst nirgendwo gibt. Unter anderem fand ich dort eine Art Kunststoffzange mit der man im Haushalt die unterschiedlichsten Gläser öffnen kann. Ich benutze diese um die Ölfilter zu lösen!!! Die alte Zange war defekt und ich hab lange gesucht. Anschließend ging es durch einen Park mit einem Freilicht Eisenbahn Museum in die ca. 4 km entfernte Altstadt. Wir vergaßen aber eins, es war Samstag später Nachmittag und alle Geschäfte geschlossen. Na egal, Bewegung tut gut sagten wir uns. Zu viel aber nicht, so sind wir mit dem Taxi wieder zurück zum Hafen gefahren.

Im Hafen haben wir uns einen Leihwagen für 3 Tage ohne KM Begrenzung bestellt um die Sehenswürdigkeiten hier zu sehen. Und ich hatte ja mein TomTom Navi dabei und brauchte somit  keine Angst zu haben mein Ziel nicht zu erreichen. Problem war nur, es stand fälschlicher weise auf kürzeste Route. Doch dazu gleich mehr…..

Leihwagen Tag 1:

Ziel war Sparta und dann los. Zuerst alles Ok, raus aus der Stadt Richtung Sparta hinter den Bergen. Irgendwann so nach 30 Minuten verließen wir die asphaltierten Straßen und es ging auf festgefahrenen Schotterwegen weiter. Hin und wieder kamen uns einheimische Autos entgegen. Somit gab es keinen Grund zur Besorgnis. Nach weiteren 30 Minuten gab es jedoch kein Zurück mehr. In sehr engen Serpentinen ging es Bergauf ohne Wende Möglichkeit. Ab jetzt hatte die „Straße“ den Charakter eines Bachbettes… Inzwischen hatten wir die Baumgrenze überschritten und es ging weiter Bergauf. Wenn es gut ging konnten wir im 2ten Gang fahren ansonsten nur im 1sten!!!

An manchen Teilen konnte man die „Straße“ nur erahnen. Aber noch immer ging es weiter Bergauf. Wenn ich mit diesem Auto (Fiat Punto 60 PS) hier wieder runter muss, ach du Sch….! Gesprochen haben wir nicht mehr denn rechts Bergseite und links steil herunter ohne Leitplanken am Bachbett Rand oder sonst etwas. Ich würde es NIE mehr mit solch einem Auto machen. Der Fiat hat das zwar super gemeistert, ohne zu murren. Aber Allrad wäre besser gewesen. Nach insgesamt 2,5 Stunden plötzlich eine asphaltierte Querstraße. Egal, ob rechts oder links, nur weg von diesem Höllenweg! Aber unser Navi und ich, wir meinten beide Links. Und nach 1 weiteren Stunde kamen wir dann doch wirklich in Sparta an. Gabi sagte mir anschließend, Sie habe noch nie in Ihrem Leben so viel Angst gehabt!!!!!

Ok, Sparta brachte nicht so viel, denn das neue Sparta hat das alte Sparta überbaut. Es wurde wohl ein über 3500 Jahre alter Mykenischer Palast bzw. deren Reste mit gut erhaltenen Wandfresken  und einem Archiv  mit Tontafeln entdeckt, aber niemand konnte uns an dem Tag sagen wo man sich das ansehen könnte.

Unser nächstes Ziel an diesem Tag war Mystras, eine gigantische Byzantinische Ruinenstadt auf einem Berg im Vorfeld des Taygetos Gebirges. Die Geschichte dieser Stadt beginnt mit dem 4ten Kreuzzug 1202 – 1204. Unterhalb der befestigten Burg siedelten Bewohner von Sparta an und es entstand eine blühende Stadt mit mehreren 10.000 Einwohnern. Dort herum zu laufen um sich das anzusehen ist schon eine Herausforderung aber dort eine Burg und eine Stadt zu bauen, unglaublich wie Menschen das dort bewerkstelligen konnten. Einfach Wahnsinn!!!! Danach wieder zurück zum Schiff, müde aber  voller Eindrücke…..

Für den nächsten Tag hatten wir die Archäologischen Ausgrabungsstätte Messene eingeplant. Diese Stadt wurde 369 v. Chr. als neue Hauptstadt Messeniens vom Thebanischen Feldherrn Epameinondas nach seinem Sieg über Sparta gegründet. Selbst in der Römischen Kaiserzeit und in frühbyzantinischer Zeit hatte es noch eine Bedeutung. Eine Beschreibung dieser Stadt verdanken wir dem Reiseschriftsteller Pausanias. So dass auch die erst in letzter Zeit ausgegrabenen Monumente identifiziert und wieder rekonstruiert werden konnten. Permanent wird dort gegraben und es werden weiter wichtige historische Funde gemacht. Für uns war es wie in den anderen großen historischen Orten die wir besucht haben total beeindruckend dies alles zu sehen.

Auf dem Rückweg  zum Schiff haben wir noch die Agia Theodora besucht, eine kleine Kapelle mit besonderen Eigenschaften. Hier die kurze Version der Geschichte: Eine Frau als Soldat, und in diesen „Soldaten“ verliebte sich eine Frau. Doch der „Soldat“ konnte ja damals diese Liebe nicht erwidern. Also sagte diese Frau, der „Soldat“ hat mich vergewaltigt. Er wurde angeklagt,  gab aber sein Geheimnis nicht preis, und wurde zum Tode verurteilt.  Die letzten Worte des "Soldaten": Wenn ich tot bin sollen aus meinen Haaren Bäume wachsen und aus meinem Blut Wasser werden! Über Ihr Grab wurde später eine kleine Kapelle gebaut. Und tatsächlich wachsen aus dem Dach der Kapelle 17 dicke Bäume, die normalerweise die Decke der kleinen Kapelle zum Einsturz bringen würden. Von innen ist nicht eine Wurzel oder etwas von den Bäumen zu sehen. Und dass Beste, unter dieser kleinen Kapelle entspringt seit damals ein kleiner Bach, der heute noch fliest! Es bringt mir etwas Gänsehaut beim Betrachten dieser Kapelle mit Ihren unversehrten Wand Gemälden von innen zu sehen.

Am letzten Tag hab ich mir dann noch in Mykene die Ausgrabungen angesehen. Diese liegen nördlich der Ebene von Argos auf einer Anhöhe. Die ersten Funde in dieser Gegend datieren von 3500 v. Chr. und seine größte Blüte erlebte Mykene im 14ten und 13ten Jahrhundert v. Chr. und blieb bis ins 5te Jahrhundert v. Chr. bewohnt. Im Jahre 1700 legte ein Venezianischer Ingenieur das Löwentor frei. In späterer Zeit gruben hier auch Schliemann und Dörpelfeld. Wenn man sich die mythischen Namen der Könige von Mykene ansieht, war fast alles dabei was in Griechenlands Geschichte mal Rang und Namen hatte. Perseus, Elektryon, Amphitrion, Agamemnon, Menelaos usw. Aber die hier alle aufzuzählen wäre zu weit gegangen. Der Leser möge mir verzeihen aber dieser Teil unserer Menschheitsgeschichte fasziniert mich über alle Maßen.

So wieder zurück in unsere Zeit. Wir haben Kalamata dann am 27.07.2016 um 10:30 Uhr nach Rückgabe des Leihwagens morgens wieder verlassen. Unser Ziel ist

 

Koroni

Hier kamen wir gegen 15:00 Uhr an. Dieser Halt war nur als Zwischenstopp gedacht, da wir Koroni  ja bereits besucht hatten. Als wir am nächsten Morgen Anker auf gehen wollten, gab es ein langes Gesicht bei mir. Nichts ging! Nur ein mechanisches Klack! Nachdem ich alle mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Ideen durch probiert hatte gab es nur eine Möglichkeit, Anker via Kurbel! Doch das entpuppte sich als leichter gesagt als getan. Wir mussten 60 m 10 mm Kette von 8 m Tiefe mit einem 27 Kg Anker hochholen! Die Lofrans Kurbel hat keine Arretierung wie eine Winschkurbel, flog also immer wieder raus. Was blieb uns, ich die Kette von Hand hochgezogen und an Deck gelegt und Gabi reingekurbelt. Eine gute Stunde und dann war sie oben. Um 08:00 Uhr ging es dann wieder weiter Richtung

 

Methoni

In der Hoffnung dort einen „kompetenten Monteur“ zu finden. Am 28.07.2016 so gegen 12:30 Uhr erreichten wir Methoni und konnten dort aber nur ankern, aber ohne Probleme. Runter geht das Eisen immer. Wenn ich allerdings daran denke das Teil wieder hochzuholen…..

Nicht weit von uns ankerten Giles und Lesley und ich bin dann Abends kurz mit dem Dingi rüber ob wir nicht gemeinsam am nächsten Tag zum Essen gehen können. Auf seine Frage ob alles Ok sei meine Antwort: Ja, aber der Anker ist defekt! Er fragte welche Marke und ich sagte Lofrans. Worauf er mir die Info gab, die hätte er auch und kennt diese sehr gut!

Er bot mir an morgen früh mal rüber zu kommen um einen Blick auf das Problem zu werfen. Und er kam am nächsten Morgen. Bewaffnet mit Werkzeug ging es an die Fehlersuche. Dazu musste er in den Ankerkasten rein. Für mich unmöglich und für Ihn, drin war er. Irgendwann kam er dem Übeltäter auf die Spur. Die Selenoid Box hatte ein total verbranntes Kabel. Da bei der Projekt 1000 aber alles innerhalb der Winsch verbaut ist, gab es so einfach keine Reparatur Möglichkeit für uns.

Jedoch sagte er die Winsch ist aber auch falsch angeschlossen! Sie hat 3 Anschlüsse, ein E sowie Plus und Minus. An dem E war eine Minusleitung angeschlossen und auch auf dem Minus. Er sagte mir jedoch das E steht nicht für Erde sondern für Emergenci. Wenn man eine dicke (24 bzw. 34mm²) von Plus über einen dicker Batterie Schalter zum E legt, kann man so Anker ohne Relais direkt hoch holen. Diese Schaltung ist bei allen Lofrans Winschen im Schaltplan ausgewiesen.

Große Erleichterung für uns. Ich hab die Beiden am Abend mit dem Dinghi zum gemeinsam Essen in die Taverne Klimataria gegangen. Die Auswahl = Besuch der Küche, das Essen = wirklich ausgezeichnet. Ich wollte die Rechnung übernehmen, das wurde mir aber nicht gestattet! Giles sagte lass uns morgen einen Drink nehmen und das kannst Du bezahlen. Also Ok. Wir hatten noch einen schönen Abend gemeinsam bevor es wieder an Bord ging.

Am anderen Tag kam Giles mit dem passenden Kabel und baute es ein. Und, es funktionierte. Wir konnten uns jetzt gemütlich zurücklehnen und uns auf den gemeinsamen Drink freuen. Es war ein erfolgreicher Tag und wurde ein schöner Abend.

Zum Abschied sagte er, da wir um 07:00 Uhr raus wollten, er fährt mit, wenn mal was beim Anker auf nicht geht. Morgens dann am 31.07.2016, 07:00 Uhr wir fertig, Giles fertig, und alles funktionierte. Also ging es jetzt gemeinsam weiter nach

 

Pylos

wo wir gleichzeitig mit den beiden am so gegen 12:00 Uhr ankamen. Für uns von Glück, als wir hereinkamen war, es machte sich gerade ein großes MoBo zum Auslaufen fertig. Wir mussten 10 min warten dann hatten wir einen super Platz. Zwar ohne Strom und ohne Wasser….aber immerhin konnten wir längsseits ganz am Ende der Mole anlegen. Eigentlich schade dass solch ein großer Hafen nicht besser genutzt wird. Er wirkte etwas verwahrlost. In der Stadt jedoch wird sehr viel gebaut und es einen großen Platz der rund herum mit Tavernen belegt und nahtlos in eine schöne Promenade übergeht. Abends trifft sich hier alles, Einheimische, Urlauber und Müßiggänger usw.

Hier haben wir die Gelegenheit genutzt und das Schiff von der Backbord Seite gereinigt und poliert. Bei der Hitze eine Aufgabe. Einen Tag hab ich für die Homepage genutzt, am nächsten Tag aber festgestellt die ganze Arbeit war für die Katz. Obwohl ich permanent (im Lan in der Homepage) gespeichert habe und nie eine Fehlermeldung bekam, war alles weg. Das Schlimmste aber ich hatte meine Aufzeichnungen zum größten Teil auch nicht mehr. Gott sei Dank konnte ich einiges finden….

So vergingen die Tage mit Giles und Lesley, mit Chillen und Homepage wie im Fluge und am 04.08.2016 hieß es um 06:40 Uhr Abschied nehmen von Pylos und den Beiden. Sie wollten später doch noch einmal nach Methoni um dort Freunde zu treffen. Wir haben aber Kurs auf

 

Kiparissia

genommen und dort um 11:30 im Hafen auch wieder längsseits anzulegen. Platz gab es eigentlich genug wenn alle sich nicht so mit riesigen Lücken an den Kai legen. 2 Segler machte etwas Platz und wir hatten was wir brauchten. Auch einen Liegeplatz. Und am Ende der Mole lag er, unser Fischtrawler von Githeon. Ich hatte die Jungs (Ägypter) sofort wieder erkannt , aber sie brauchten einen Moment.

Von Anfang hatten wir einen Besucher via Moped. Er kam immer wieder vorbei und wollte erzählen. Jedes dritte Wort von Ihm war "Bravo". Somit hatte er bei uns seinen Namen weg. Aber leider haben wir von Ihm kein Bilde gemacht.

Abends sind wir dann bei einem Spaziergang durch die Stadt in einer Taverne mit vielen griechischen Besuchern. Und was wir bekamen, war sehr gut aber viel zu viel. Nur der Genuss von Ouzo an Bord konnte da noch ein wenig helfen.

Am anderen Tag hieß es für uns das Schiff auf der Steuerbord Seite polieren und gegen Abend klagte Gabi über extreme Augenprobleme mit richtigen Schmerzen. Also  nix mehr Stadt sondern an Bord Essen und Trinken. Unsere Schuhe stehen eigentlich immer an Land vor dem Schiff. Als wir dann anderen Tag los wollten, hatte man mir meine „geliebten alten ausgelatschten Crocks“ geklaut. Große Trauer aber gleichzeitig auch hoffentlich hat es wenigstens einer geklaut der die „Dinger“ gebrauchen kann! Ich hab es überlebt. So, für heute stand nun der Besuch von Castle und Altstadt auf dem Tableau. Mit dem Taxi nach oben und sich alles angesehen. Das Beste ist hier der Rundblick. Runter sind wir gelaufen, durch die Altstadt weiter bis nach Downtown und zum Schiff. Sowas von Müde aber auch usw….

An zwei Abenden gab es auf der anderen Seite des Hafens einmal „den Barbier von Sevillia“ und am anderen Abend ein uns unbekanntes Theaterstück. Doch wir wollten ja weiter. Und so ging es am 08.08.2016 um 06:30 Uhr weiter nach

 

 

Katakolon

wo wir um 11:45 Uhr im Hafen angelegt haben. Hier verlangte der Hafenmeister 15,- € für die Nacht incl. Aller Gebühren. Unserem Liegeplatz gegenüber sah es aus wie in einem Vergnügungspark. Es entpuppte sich aber als nicht so laut und nicht störend. Nur die Müll Entsorgung ließ zu wünschen übrig. Unser Plan sah den Besuch von Olympia vor und man hatte uns geraten früh zu gehen. Vor der Hitze und dem Besucheransturm. Denn Katakolon wird von den Kreuzfahrtschiffen auch angelaufen um Ihren Kunden auch den Besuch von Olympia zu ermöglichen. An den beiden Tagen waren insgesamt 6 Kreuzfahrtschiffe hier im Hafen: die Celebration Constellation, die MSC Ochestra, die Costa Mediteranea und bei den anderen 3 haben wir nicht mehr den Namen.

Morgens am 09.08.2016 ging es dann um 08:30 Uhr via Zug (10 € pro Person Hin und Rück) nach Olympia. Es ist inzwischen ein richtiges Touri Magnet geworden. Und trotzdem, der Besuch der Ausgrabungen hier in Elis lohnt sich in jedem Falle. Der monumentale Zeus Tempel, dem diese Anlage ja gewidmet war lässt nur staunen. Das Heiligtum selber entstand im 11ten Jahrhundert v. Chr. und die ersten Wettkämpfe datieren kurz vor Beginn des 7ten Jahrhunderts v. Chr. Bis im Jahre 426 n. Chr. fanden hier Wettkämpfe statt ehe der oströmische Kaiser Theodosius II die Wettkämpfe verbieten ließ. Wenn man einmal rund durch die Ausgrabung gelaufen ist kann man förmlich ahnen wie hier die Sportler gekämpft, gelitten und gesiegt haben. Für uns war es wieder ein Erlebnis.

Noch ein wenig das Schiff vom Salz befreien, reinigen und aufräumen was so im Laufe der Tage herumfliegt. Auch Waschen ist solch eine wichtige Tätigkeit, die ab und an erfolgen muss. Jedenfalls war am 10.08 2016 für uns um 08:30 die Zeit hier abgelaufen und wir wollten weiter nach

 

Zakinthos Ormos Keri (Turtle Bay)

Andere Segler sagten uns, bitte aufpassen, denn das ist der Bereich wo die fast ausgestorbene Karett Schildkröte ihre Eier im warmen Sand vergräbt. Es gibt dort Befahr-, Anker- und sonstige Verbote. Leider haben die Hotels hier teilweise Ihre Strände. Zu allem Überfluss gibt es hier auf der Insel Marathonisi eine „Blue Cave“ wo viele Touris mit Ihren zum Teil abenteuerlichen Booten hinfahren.

Für uns war die Bucht wunderschön mit glasklarem Wasser und sehr viel Ruhe am Abend  wenn alles weg ist und nur einige Schiffe dort vor Anker liegen. Auch hier ging es dann am nächsten Morgen um 08:30 Uhr weiter Richtung

 

Port Zakinthos

Gegen 11:30 Uhr am 11.08.2016 kamen wir im Hafen an und bekamen einen Platz mit Strom und Wasser zugewiesen. Der Preis = 30 € pro Nacht ohne Wasser und Strom. Dafür waren noch jeweils 5 € pro Tag  fällig. Das Problem war, Gabi hatte sich den Rücken verknaxt und so blieb uns nur Chillen über. Doch plötzlich geht die Wasserpumpe an und nach kurzer Zeit wieder aus. Dieses hin und her geschah dann permanent. Fehler gesucht und gefunden. Das Magnetventil von der Hecktoilette schloss nicht mehr dicht. Also musste Frau Google her. Und sie fand solch ein Ventil für 104 $ und 3-4 Wochen Lieferzeit. Natürlich aus den Staaten. Das Ventil ist ein Australisches Fabrikat und normaler weise hier nicht im Einsatz. Jedoch Jabsco hat eines was zumindest identisch aussieht. Es kostet aber echte 179 €. Also weil es spät war habe ich einfach erst einmal die Wasserpumpe abgestellt. Den nächsten Tag alles auseinander gebaut und dann hatte ich den Übeltäter. Mangels Alternative hab ich das Teil komplett zerlegt, gereinigt, gängig gemacht und wieder zusammen gebaut. Nach dem provisorischem Einbau der Test, und, es funktionierte! Also alles wieder in der richtigen Reihenfolge eingebaut und es funktionierte immer noch. Also Geld gespart! Und wenn ich sehe aus welchen Teilen dieses Ventil besteht, unglaublich. In der Herstellung vielleicht 10 € mehr nicht. Bei so etwas verliert man den Glauben an die Gerechtigkeit.

Und heute Samstag, den 13.08.2016 hab ich mich durchgerungen und bin zum Friseur gegangen. Sie konnten kein Deutsch und ich keine Griechisch und Ihr Englisch na ja. Trotzdem kann sich das Ergebnis, meine Frisur, echt sehen lassen. Sie hat mir die Haare gewaschen und lächelnd einen Linksscheitel verpasst… Alles wird gut.

Nun ja, morgen wollen wir weiter aber Wetter Technisch müssen wir das noch abklären…

Und es sah eigentlich gut aus und wir entschlossen uns um 09:30 Uhr den Hafen zu verlassen. Aber bereits an der Ausfahrt vom Hafen stand eine für ein "Holländisches Bügeleisen" doch ganz nette Welle. Aber eisen wie wir nun mal sind, da müssen wir durch. Anderthalb Stunden später, die Wellen inzwischen "komplexer und höher" und nach "gegen an Stampfen" ging es nicht mehr richtig weiter. Also unsere Entscheidung: wieder zurück nach Zakinthos!. Jetzt natürlich mit achterlicher Welle! Wieder in den Hafen wo uns der Hafenmeister mit einem freundlichen "Herzlich Willkommen" empfing. Diesmal aber mit heftigem Wind auf Steuerbord beim "RK - Anlegen" (römisch-katholisch = rückwärts zum Kai). Aber alles super und wir hatten uns unseren "Anleger" redlich verdient. Wann es weitergeht bestimmt das Wetter! Es ging weiter. Am 16.08.2016 morgens um 09:00 Uhr raus Richtung

 

Keffalonia Poros

wo wir am 16.08.2016 so gegen 14:30 Uhr ankamen. Die erste Nacht kostete 15,- € bei Strom und Wasser frei und auf die 2te Nacht gab es 50 %. Da wir relativ früh waren erwischten wir einen guten Platz direkt am Kai. Allerdings mit eigenem Anker vor Heckleinen. Bedingt aber durch doch etwas heftigem Wind wurde im Laufe des Tages der Hafen immer voller. Dann kam noch eine Flottille mit 10 Booten von Sunny Sailing herein und nun war es "proppen voll". Wir hatten einen Tip von Ralf und Pia, oben auf dem Berg gibt es eine super Taverne. Wir haben sie gesehen aber es war uns zu mühselig dort rauf zu laufen. Obwohl es auf dem Rückweg eine Cocktail Bar im Felsen geben sollte, die 24 Std. geöffnet hat. Wir waren dann am Hafen in einer Taberna essen und es war gut. Dann gemütlich an Bord dem ganzen Hafenkino zu geschaut und den Abend ganz ruhig mit einigen passenden Getränken ausklingen lassen. Denn um 09:00 Uhr wollten wir weiter nach

 

Sivota

Bei sehr welligem Wasser kamen wir dann am 17.08.2016 gegen 15:00 Uhr an. Platz zum Anlegen vor der Taberna von Stavros gab es nicht. Wohl aber gegenüber am Steg vom Yacht Club. Jedoch dieser "wohlmeinende Besitzer" wollte 70,00 € pro Nacht haben und wir sollten bei Ihm Essen kommen. "Es sei ja Hauptsaison" waren seine "einladenden Worte". Wir beim Ankern plötzlich festgestellt, wir haben ein riesiges Strom Problem. Trotz Motor Fahrt waren unsere Batterien fast leer. Somit stand fest, die Lösung können wir nicht auf die lange Bank schieben. Also das Ankern fortgesetzt in der Hoffnung das "Anker auf Manöver" am anderen Morgen würde auch wieder mit Strom Unterstützung funktionieren. Jedenfalls war ein schöner Abend auf dem Boot in dieser Bucht. Etwas Kino hatten wir auch noch. Es gab auf einem Boot, nicht weit von uns entfernt, eine Foto Session mit einem "älteren Herrn im String Tanga" der eine "junge Frau leicht bis unbekleidet" fotografierte. Am nächsten Morgen, Anker auf Ok und um 10:45 Uhr ging es zu unserem heutigen Ziel. Es war

 

Vahti

Am 18.08.2016 fiel unser Anker um 13:00 Uhr mit dem Heck am Stadtkai. Es gab Strom (im Moment ganz wichtig) und Wasser, ohne Kosten!!! Für uns, so mitten in der Stadt anzulegen, dort wo das Leben pulsiert, war mal wieder richtig schön. Nachts um 00:30 Uhr konnte man noch im Supermarkt einkaufen. Das ganze "Dorf" war auf dem Marktplatz auf den Beinen. Alte und Kinder, Trubel, Leben eben. Aber nicht störend oder lärmend!!! Und wir mitten drin.... Wir sind dann am nächsten Morgen, dem 19.08.2016 um 09:30 Uhr weiter nach

 

Port Spiglia (Meganisi Spartakhori)

zum Babis gefahren. Wir haben vorher zwecks Reservierung angerufen aber es gab keine Probleme mit einem Platz. Dort waren wir dann so gegen 11:30 Uhr und wurden von Babis höchst persönlich mit Informationen empfangen. Es ist dort am Anleger mehr als 15 m tief und die Mooring Leinen sind entsprechend lang und bedürfen schon einen anständigen Zug. Jedenfalls liegt man hier kostenlos incl. Wasser und Strom muss aber in seiner Taberna zum Essen. Geplant war eigentlich 1 Tag hier zu bleiben, aber es wurden dann doch 2 Tage dank dem guten Essen und Trinken. Irgendwann riefen Ralf und Pia an und sagten wir haben Euch auf AIS gesehen und liegen nicht weit von Euch entfernt in einer wunderschönen Bucht zum Schwimmen. Habt Ihr keine Lust zu kommen? Klar haben wir. Also um 11:30 Uhr Mooring los und auf zur

 

Bucht Varko

wo wir gegen 13:00 Uhr am 21.08.2016 ankamen. Wir haben dann ein paar Meter neben Ralf und Pia im kristallklarem Wasser auf Sandboden geankert. Ein Traum. Später zu den beiden an Bord und ein "herzlich willkommen Bier" getrunken. Etwa 16:00 Uhr am gleichen Tag sind wir dann mit beiden Booten Richtung Lefkas gefahren um vor

 

Lygia

am Eingang zum Kanal nach Lefkas ab 17:15 Uhr zu ankern. Ralf und Pia haben uns dann mit Ihrem Dinghi abgeholt und sind mit uns in Ihre Lieblings Taberna gefahren. Eine große Fischplatte für 4 Personen wurde uns aufgetischt. Vom Feinsten, aber nicht ganz billig. Denn Fisch ist in Griechenland relativ teuer. Aber es wurde ein schöner und geselliger Abend. Am nächsten Morgen, dem 22.08.2016 um 09:30 Uhr, Anker auf und für uns weiter in Richtung

 

Lefkas Stadtkai

Dort haben wir dann in der Nähe von dem "Piraten Restaurant Schiff" an den Charter Plätzen um 10:15 Uhr vor eigenem Bug Anker mit dem Heck zum Kai angelegt. Bis zum Freitag, den 26.08.2016 können wir bleiben, weil dann die Charter Crews der einzelnen Boote zurück kommen. Zu zahlen hatten wir nur Strom und Wasser. 

Wir haben uns in dieser Zeit zu allererst um unser Strom Problem gekümmert. Von der der Fa. Matronix kam Dieter, der Chef persönlich, zum Durchmessen zu uns an Bord. Wie wir bereits festgestellt hatten, war unsere Dioden Brücke defekt. Ansonsten wäre aber alles andere Ok.

Wir haben uns dann Lefkas, zu diesem Zeitpunkt noch unser Winter Liegeplatz, angesehen. Lokalitäten und dergleichen. In einem Lokal, einem Fischgeschäft, gab es bei einer Bestellung von einem Bier (natürlich Gabi und ich jeder eins) einen Vorspeisen Teller mit Fisch, der im Preis des Bieres enthalten war. So etwas gab es dann in einem anderen Lokal auch mit Fleisch. Wir haben beide Varianten "ausprobiert" und für gut befunden. Verhungern und verdursten brauchten wir in Lefkas also nicht. Dann am Freitag, dem 26.08.2016 um 12:00 Uhr hieß es für uns wieder einmal Anker auf um dann in die

 

Lefkas Marina

über zu wechseln. Für Gabi hieß es nun am 27.08.2016 Abschied nehmen. Sie fliegt von Preveza Airport aus nach Stuttgart zu Ihrer Mutter. Ich bleibe jetzt bis zur Rückkehr von Gabi alleine an Bord und halte die Stellung. Nach einem weiteren Tag in der Marina musste ich 120,00 € bezahlen, ohne Strom und Wasser die kamen extra. Am 28.08.2016 morgens um 05:40 Uhr "mitten in der Nacht" machte ich die Mooring Leinen los und raus aus dem Hafen um noch die

 

Brücke Lefkas - Festland

um 06:00 Uhr zu erwischen. Jedoch Pech gehabt! Ich zu spät oder die Brücke zu früh... Keine Ahnung, ist aber auch egal. Eine Stunde Warten war angesagt. Nach einigen "Kreiseln" ging auch diese Zeit vorbei, bis es dann um 07:00 Uhr  durch die Brücke Richtung

 

Paxos, Gaios North Quay

alleine weiter ging. Bei wunderbaren Bedingungen, leichtem Wind und Wellen aus Nord habe ich dann am 28.08.2016 um 13:30 Uhr Paxos (Gaios Nord) erreicht. Weil ja der Anker noch nicht repariert war, habe ich, nach Absprache mit dem Englischen Skipper, an seinem Boot fest gemacht. Das aber fand die Coast Guard nicht sonderlich gut und ich sollte bitte schön eigenständig ankern. Auf meine Anmerkung "Anker defekt" wollte man mich an die Kette legen, damit ein von Ihm bestellter "Mechaniker" das kontrollieren und reparieren könnte. Also ich sofort wieder raus solange die Jungs noch nicht da waren. Bin dann um 14:00 Uhr auf direktem Weg nach

 

Plataria    (vom 28.08.2016 - 24.09.2016)

gefahren. Dort habe ich dann in der Bucht vor dem Hafen (war richtig voll mit Charterbooten) um 16:30 Uhr geankert. Ich hatte mich für Montag mit Werner und Sonja von der Segelyacht FEE in Plataria verabredet. Obwohl es Sonntag war sahen mich die beiden doch und besorgten mir sofort einen Platz im Hafen. Eine schmale Lücke zwischen einem Italienischen und einem Holländischen Boot. Das Anlegen klappte ohne irgend welche "Berührungen" hervorragend. Was nicht klappte und niemand gesehen hatte war, das Beiboot mit angehängtem Motor schwamm plötzlich falsch herum im Salzwasser! Also war schnelles Handeln angesagt. Das Beiboot umdrehen und versuchen das Wasser aus dem Motor bekommen. Es half jedoch nichts. Unsere Möglichkeiten waren begrenzt und so haben wir einen Monteur bestellt der für den nächsten Morgen auch zugesagt hat. Wegen dem Wiedersehen mit den Beiden sind wir dann zu "Olga´s Taberna" gegangen und haben mit Essen und Trinken uns den Abend gestaltet... Da ich hier etwa 4 Wochen bleiben wollte kam mir sehr entgegen, dass man in diesem Hafen kostenlos liegen konnte. Strom gab es keinen aber Wasser konnte man bunkern. Man rief den "Wassermann Kostas" unter +30 69 0909 3773 an und er kam, schloss den Wasserhahn auf und schon lief es. 1 Füllung kostete 5,- €.

 

29.08.2016

Die Reparatur vom Beiboot durch Kostas war erfolgreich. Er verlangte 36,- € für Oel (3 maliger Oelwechsel) und 50,- € für eine halbe Stunde Testfahrt und seine Arbeit. Allerdings beinhaltete dieser Betrag auch den Strom Check "warum werden die Batterien nicht voll geladen". Das Ergebnis bestätigte meine Vermutung. Ich hatte bereits das Ladekabel zum Testen von der Lichtmaschine direkt auf die Verteilerleiste gegeben und sah, es wird geladen. Dann hat er noch meine gesamten Batterien durch gemessen und mir die beiden Batteriebänke definiert. Jedoch geht es jetzt noch um die Reparatur von der Dioden Brücke und vom Anker.

 

Die folgende Zeit, bis zum 24.09.2016, verging wie im Flug. Ausflüge mit Werner und Sonja, Einkaufen, Chillen, Arbeiten am Schiff, Wäsche waschen, reparieren bzw. Arbeiten am Schiff. Es gab immer was zu tun. Das Beste war aber immer der Crew Wechsel bei den Charterbooten. Eben Hafenkino vom Feinsten. Nun noch ein paar Worte zur Reparatur vom Anker und der Diodenbrücke. Kostas sollte diese Arbeiten ausführen aber zeitlich passte es wohl nicht in seinen Rahmen. Also haben wir uns auf Anraten von Stefanos, Olgas Bruder, für diese Arbeit eine andere Firma ausgesucht.

Und zwar: Auch ein Stefanos, aber aus Igoumenizca Tel.: +30 69 3278 7789. Die Arbeit hat dann Mike gemacht und dessen eMail Adresse ist: mikegsxrk6@yahoo.gr

 

Anker

Bei unserem Anker, Lofrans Projekt X, war die Selenoid Box, die im Motorgehäuse mit verbaut ist, durchgebrannt. Das Ersatzteil (Motor und Selenoid Box) war richtig teuer. Aber durch Änderung der Verkabelung und den Einsatz einer 4-poligen externen 150 A Selenoid Box waren die Materialkosten mit 75,- € echt gering. Sollte diese Box ein 2tes Mal durchbrennen, haben wir zusätzlich eine schaltbare Brücke, direkt vom 12 Volt Anschluss am Anker auf den "Anker auf Pol" gelegt. Als Ersatz liegt nun eine externe Selenoid Box an Bord. Nach mehreren Testversuchen kann man sagen, es funktioniert.

 

Diodenbrücke

Nach längeren Überlegungen entschied ich mich für den Sterling ProSplit PSRT 134. Dieser hat 2 Eingänge und 4 Ausgänge für getrennt zu ladende Einzel- oder Batterie Bänke. Somit kann ich die noch neu zu installierende Batterie für Bug Strahlruder und Anker auch getrennt laden und die beiden Geräte liegen nicht mehr auf meinen normalen Verbrauchs Batterien. Eine Sorge hatte ich jedoch schon noch, dass eine meiner Batterien die Tiefen Entladung nicht überstanden hätte. Jedoch nach mehrmaligem Laden sieht es jetzt gut aus mit der Versorgung durch Strom. Die Motor Start Batterie ist komplett Ok und wird permanent voll geladen. Dagegen die Batterie für das Heck Strahlruder lässt sich im Moment nur bis 12,61 Volt an der Batterie gemessen laden. Warum ist noch offen und bedarf einer Klärung....

Heute Morgen, am 24.09.2016 um 10:00 heißt es "aufbrechen und ins Horn stoßen" oder heißt es "aufstoßen und ins Horn brechen"? Egal, es geht weiter nach

 

Korfu zum Hafen Mandraki

wo ich so gegen 14:00 angekommen bin. Denn Gabi kommt heute um 16:00 Uhr mit dem Flieger aus Stuttgart zurück und mein Solo Dasein hat ein Ende. Der Platz im Hafen hier war schon ein sogenannter Tanzboden. Rock ´n Roll war angesagt. Jede Fähre, jedes Schiff was am Hafen vorbei kam schickte uns seine Wellen Grüße rüber. Na ja, nicht wirklich prickelnd.

Die nächsten 3 Tage haben wir uns dann gemeinsam Korfu angesehen. Und ich muss sagen, es ist schon wunderschön hier. Allerdings aber auch "Touristisch voll erschlossen". Ein Besuch lohnt sich aber in jedem Falle. Für den 27.09.2016 haben wir dann unsere Weiterfahrt geplant, aber nicht ohne dem Wunsch noch einmal hierher zu kommen. Dann aber in einem anderen Hafen oder sogar ankernd. Um 13:00 Uhr Mooring Leinen los und auf zur

 

Bucht Petriti

Süd-Östlich von Korfu Stadt. So gegen 16:00 Uhr waren wir dann in dieser tollen Bucht. Sie war relativ leer und wir hatten Platz genug. Gabi hat noch mal eben schnell die Gelegenheit genutzt und die Fenster geputzt. Und für uns war dann anschließend Gemütlichkeit angesagt... Gegen späten Abend bzw. Nachts kam dann von Osten Wind auf und es stand ungemütlicher Schwell in der Bucht.Unter diesen Bedingungen kann man diese Bucht aber nicht empfehlen. Am nächsten Morgen, dem 28.09.2016 sind wir dann um 11:45 Uhr Richtung

 

Plataria

losgefahren. Unterwegs, weil solch ein Super Wetter war, haben wir auf offenem Wasser einen Stopp eingelegt und Gabi war noch schwimmen und konnte auch noch Ihre Haare waschen. Bei unserer Ankunft im Hafen konnten wir uns einen uns genehmen Platz aussuchen, denn es war relativ leer im Hafen. Direkt gegenüber von Olga´s Taberna fanden wir unseren Platz. Gegen 15:30 Uhr lagen wir dann vor eigenem Anker mit dem Heck zum Kai fest. Aus dem geplanten Besuchstag hier im Hafen wurden dann doch 2 Tage. Durch meinen "etwas längeren Aufenthalt hier" waren mir einige Bewohner dort gut bekannt. Doch irgendwann kommt der Abschied. Und so verließen wir am 30.09.2016 den Hafen um 11:45 Uhr mit besten Wünschen den Hafen mit Ziel

 

Sivota

auf der anderen Seite der Insel. Hier fiel nach der Überlegung Stadt Kai oder Ankern um 14:00 Uhr unser Anker. Denn wir hatten die Bucht quasi für uns alleine. Für viele ist die Saison ja eigentlich zu Ende. Die jetzt noch unterwegs sind, sind in der Regel nur noch Langzeit Fahrer. Nun es gab Abends etwas Schwell der aber nicht sonderlich störte. Für uns war es eine Idylle, ruhig und schön. Am nächsten Morgen, dem 01.10.2016 ging um 11:30 Uhr der Anker hoch, denn wir wollten nach

 

Lakka

wo wir um 15:30 Uhr in dieser echt schönen Bucht den Anker fallen ließen. Selbst der leichte abendliche Schwell hielt sich in Grenzen. Bei ruhigem Wetter hatten wir einen schönen Aufenthalt hier. Am nächsten Morgen dann, quasi mitten in der Nacht um "12:00 Uhr" ging es Anker auf und nach

 

Gaios West and South Quay

Wir konnten dort, am 02.10.2016 um 13:45 Uhr mitten im Ort mit eigenem Anker mit dem Heck zur Promenade festmachen. Da wir sehr früh waren, war uns der beste Platz gerade gut genug. Strom und Wasser kosteten extra und dieser Hafen schlug mit 20,- € zu Buche. Dafür war aber auch alles was man braucht oder auch nicht braucht hier fußläufig erreichbar. Supermarkt, Bäcker, jede Menge Tabernen und kleine Café Bars wo man direkt an der Mole sitzen konnte. Und wir hatten tagsüber echt gutes Wetter. In der Nacht gab es dann Regen und Gewitter. Von dem normalerweise damit einhergehenden Wind haben wir hier drinnen nichts bemerkt. Für den nächsten Morgen war dann die Abfahrt um 08:30 Uhr geplant weil wir vermuteten es steht noch eine Welle zwischen uns und unserem nächsten Ziel. Wir haben es doch tatsächlich geschafft zu diesem Zeitpunkt abzulegen und zur

 

Marina Preveza

zu fahren, wo wir in Anbetracht der Jahreszeit (02.10.2016), nicht reserviert hatten und um 15:15 Uhr dann einfach seitlich an einem freien Platz angelegt haben. Denn der Hafenmeister war nur bis 15:00 Uhr anwesend. Am anderen Tag erfuhren wir dann vom Hafenmeister den Preis pro Nacht. Er belief sich auf 40,- € all inclusive. Wir kannten ja nur Lefkas hier und mussten nun feststellen, das Preveza auch eine echt schöne Stadt ist. Verwinkelte Gassen mit kleinen Lokalen, Bars und Cafés sowie mit "richtig urigen Tabernas". Die Tage an denen wir dort waren haben wir leidlich mit dem Besuch diverser "interessanter Punkte" im Ort ausgenutzt. Am 05.10.2016 morgens um 11:00 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zur

 

Marina Lefkas

gemacht. Der erste Platz den wir zugewiesen bekamen, war bei gutem Wetter auch gut anzufahren. Bei schlechterem Wetter aber.... Das lag an der Gasse zwischen den beiden Boots Pontons. Unser Schiff knapp 13 m lang und die Gasse etwa 20 m breit mit beidseitig gespannten Mooring Leinen. Na ja, kurzer Besuch dann im Büro und wir bekamen einen "besseren Platz" zugewiesen.

Geplant von uns war ja hier das Winterlager "aufzuschlagen" und damit war es für uns schon sehr wichtig, auch bei heftigem Winterwind leichter an- und ablegen zu können. Wir wollten ja nicht nur im Hafen liegen sondern auch in dieser Jahreszeit hier die Gegend zu genießen. Auf Grund des Vertrages mit dem Betreiber der Marina vom 01.10.2016 bis zum 31.03.2017 war das nun unsere Basis hier.

Nachdem wir dann endlich richtig und fest lagen sind wir zu den Ralf und Pia auf Ihrem Katamaran gegangen und haben etwas auf unser Wiedersehen getrunken.

Die nächsten Tage bestanden aus "Informations Übergabe" von "wo kann man gut Essen oder Trinken" und natürlich "Einkaufen" gehen usw... Es gab natürlich auch Ausflüge in die nähere Umgebung. Bei solch einem Ausflug besuchten wir auch Richard und Evelyn von dem MS RUSH. Später denn auf die Frage von Evelyn: "Wo überwintert Ihr denn" und unserer Antwort "In der Marina Lefkas" kam Ihre spontane Gegenfrage: "Wenn Ihr an Bord bleibt warum dann nicht bei uns?". Lange Rede, wir wurden uns unter dem Vorbehalt "die Marina in Lefkas verlassen zu können" schnell einig. Wir planten ja auch zu 90 % an Bord zu überwintern und der Ausblick auf die Bucht war nun mal schöner als auf den Mastenwald in der Marina. Um es kurz zu machen, es klappte alles und wir konnten zum Leidwesen von Ralf und Pia umdisponieren. Wie sich natürlich das Winter Wetter auf unsere Entscheidung auswirken wird, werden wir im Frühjahr berichten können.

Am 13.10.2016, nach 7 Tagen in Lefkas, verließen wir so gegen 13:00 Uhr die Marina. Mussten jetzt allerdings den vollen Preis von 40,- € pro Nacht plus Strom und Wasser bezahlen. Unser Ziel war die

 

Vlycho Bay

wo wir um 13:45 Uhr den Anker fallen ließen. Wetter, Sonne pur, etwas Wind und wir lagen eigentlich wie mitten im Paradies. Der Anblick zu jeder Seite ein Genuss. Was uns aber auffiel, die Wasser Qualität war nicht die Beste und schwimmen dort, würden wir nicht! Trotzdem schöner Optik sind wir am nächsten Morgen kurz vor 13:00 Uhr Anker auf gegangen und wollten vor dem Winterlager noch etwas diese Gegend erkunden. Unsere erste Bucht bei unseren Erkundigungen war

  

Port Atheni

 

auf der Insel Meganisi. Auch hier, am 14.10.2016 so gegen 15:00 Uhr haben wir in einer kleinen schnuckeligen Bucht sicher und schön geankert. Das Wasser sauber, die Bucht nicht voll belegt, ruhig, einfach klasse. Als wir am nächsten Morgen weiter wollten stellte sich uns die Frage: "Warum wollen wir weiter? Es ist es doch schön hier" war unsere Antwort: "Ok, wir bleiben". Also war es nix mit dem Erkunden der näheren Umgebung, denn am 16.10.2016 wurden wir ja bereits von Richard an unserem Winter Liegeplatz am Charter Steg von Scorpios Yacht Charter in Nidri erwartet.....               Hier geht es weiter


Fazit des Teils Griechenland der Saison 2016

 

Ein paar Daten zu Griechenland mit seiner 3000 jährigen Geschichte. Sie beginnt mit den Persischen Kriegen, den Römer und später die Venezianer und Türken. Trotz seiner Größe von 132 000 km2 ist Griechenland kaum besiedelt. Die Zahl der Bevölkerung liegt nur bei etwa 11 Millionen Einwohner. Durch die Felsige -Gebirgige Landschaft Griechenlands entstanden die meisten größeren Städte auf den Hochebenen wie z.B Thessalien, Mazedonien, Thrakien sowie auf den Inseln. Und der größte Teil der Griechischen Bevölkerung lebt in den Städten Athen und Piräus (ein drittel der Griechischen Bevölkerung) gefolgt von Thessaloniki, Patras, Heraklion und Larissa. Griechenland ist ein relativ junges Land welches seine Unabhängigkeit erst nach dem Krieg 1821 bekam. Der Staat Griechenland wurde mit dem Londoner Vertrag von 1832 gegründet. Zu der Zeit bestand Griechenland aus den Peloponnes, den Kykladen, Evia, die Sporaden und Saronischen Inseln und ein Teil der Sterea Hellas von Arta bis nach Volos. Fast 116 Jahre nach der Gründung bekam Griechenland mit der Vereinigung der Dodekanes am 7. März 1948 seine endgültige Grenze und Form. 

Für uns war dieser Teil von Griechenland nicht zu vergleichen mit unserer bisherigen Reise. Wenn man das Land von Osten kommend bereist, erkennt man die verschiedenen Einflüsse die dieses Land ausgesetzt war. Befindet man sich in den Kykladen so findet man das Griechenland wie wir meinen es zu kennen. Weiß und Blau sind hier die dominanten Farben. Wobei Santorin hier irgendwie das Herz zu sein scheint. Je weiter man nördlich kommt um so mehr schwindet dieser Eindruck und die Farben werden satter, erdiger. Hier macht sich wohl der Venezianische Einfluss bemerkbar. Uns jedenfalls hat dieses Land uns begeistert. Deshalb werden wir im nächsten Jahr noch ein weiteres Jahr Griechenland dranhängen. Dann aber Richtung Kanal von Korinth und die Inselwelt im Saronischen Golf und wenn möglich den Norden von Griechenland.

 

Weiter mit dem Winterlager 2016 - 2017.....