Saison 2017

So, der Winter ist vorbei. War nicht so kalt und regnerisch wie bei uns sondern feucht und meines Erachtens auch relativ warm. Es gab zwar auch mal etwas Bodenfrost aber der war nach dem Aufstehen morgens bereits wieder Geschichte. Wir waren ja auch längere Zeit aus persönlichen Gründen in Deutschland.

Unser Plan für diese Saison war, den Teil von Griechenland den wir noch nicht besucht hatten, nun auch zu erkunden. Wir jedenfalls sind voller Vorfreude auf die anstehenden Erlebnisse. Inzwischen trudeln auch nach und nach unsere Freunde und Bekannten der letzten Jahre ein. Die ersten gemütlichen Tage bzw. Abende haben wir bereits erlebt. Kaum zu glauben das wir bereits 2 volle Jahre unterwegs sind. Und immer noch keine Abnutzungs Erscheinungen in Sicht. Also gehen wir auch diese Saison richtig gemütlich an......

 

Nachtrag 1:

Wie Ihr unter den Punkten im Reiter Technik lesen könnt, gab es bedingt durch technische Probleme bzw. geplanter Vorhaben einiges an Zeit Verzögerung. Aber wir sehen es locker und sind ja nicht "in a hurry". Griechenland läuft uns nicht weg....

 

Nachtrag 2:

Nun hat doch "eine Unterbrechung durch Krankheit" mit Namen Vertigo (Drehschwindel) zugeschlagen. Das wirft unsere Pläne zurück. Wahrscheinlich werden wir umdisponieren.... Mal sehen was geht!

 

Nachtrag 3:

Wir mussten umdisponieren! Der Kanal von Korinth, der Saronische Golf und auch Athen von See aus, lassen sich in der uns für dieses Jahr restlichen Zeit nicht entspannt realisieren. Kein Problem also werden wir in diesem Jahr die umliegenden Inseln mit Ihren verträumten und manchmal vollen Buchten und Häfen im Ionischen Meer besuchen. Überall dort wo es uns gefällt werden wir bleiben und einfach die Seele baumeln lassen. Schwimmen, lesen, träumen und genießen sind unsere diesjährigen Vorgaben. Alles gute Voraussetzungen für ein langes und glückliches Leben....

Ich werde mich weiter unten daher nicht mit technischen oder Krankheits bedingten  Unterbrechungen beschäftigen sondern zeitlich losgelöst unsere "Besuche und Eindrücke" beschreiben..... 

Ich glaube unsere Bilder geben einen kleinen Eindruck von dem was wir hier vorfinden und empfinden wieder. Stress und Hetze war gestern. Heute ist die von uns praktizierte Langsamkeit oberstes Gebot. Seemeilen machen, weit entfernte Ziele ansteuern oder dem schlechten Wetter auf See zu trotzen, das brauchen wir nicht mehr. Inzwischen haben wir haben nun etwa 5.000 SM in unserem Kielwasser gelassen und es werden sicher noch "einige Seemeilen" folgen. Und ich hoffe sie werden genauso schön.......

 

Das Ionische Meer ist eines der großen Charter Zentren in Griechenland. Bedingt wohl auch, weil es ein Leichtwind Revier ist, dass sehr gut für Anfänger geeignet ist. Für uns mit dem Motorboot, unserem "Holländischen Bügeleisen" sind das optimale Bedingungen. Wind und Welle in der Regel moderat, Schiffsausrüster für den Problemfall gut ausgestattet und über kurze Wege erreichbar. Auch die "Versorgung des Wassersportlers mit flüssigen und festen Gütern" stellt hier niemand vor Probleme.

 

Allerdings stellen uns die "Charterer- und Flottillen Segler" mit Ihren manchmal "interessanten Verhaltensweisen" so eins ums andere Mal vor "das glaub ich jetzt ja wohl nicht" Situationen. Sei es "Kuscheln Ankern", "fast Speed Anlegemanöver" oder "da pass ich bestimmt noch herein Aktionen". Sehr selten ist allerdings rücksichtsloses Verhalten. Es erscheint uns zwar öfters so, liegt aber glaube ich an Unkenntnis bzw. falsches oder gar kein Einweisen. Allerdings haben doch einige "Wassersportler jeder Art" den Bergriff "Seemanschaft" irgendwie nicht verstanden.....




Ok, nun zum Revier. Wir haben diese Orte mehrmals, auch in unterschiedlichster Reihenfolge besucht. Diese Beschreibungen erheben A keinen Anspruch auf Vollständigkeit und geben  B nur den subjektiven Eindruck des Autors wieder....

 

Griechisches Festland

Prevezza

Wir waren in diesem Jahr wieder hier, aber diesmal zum Streichen vom Unterwasserschiff und zum Polieren des Rumpfes. Diese komplette Arbeit hat uns im Mai ca. 14 Tage "richtiges werkeln" gekostet. Und das, das wird NIE, NIEMALS meine/unsere Lieblings Arbeit werden!!!! Aber Gott sei Dank brauchten wir nicht zu darben. In der Taverne "Pano´s", 10 min Fußmarsch, gab es genug (Essen und Trinken) um unser Überleben zu sichern. Zum Einen in sehr guter Qualität (deren Suflaki Spieß ist ein Traum) und zum Anderen die relativ günstigen Preise.

Es gibt dort 3 Werften mit ca. 3.000 Standplätze an Land. Die "Chleopatra mit eigener Marina", und die "Ionian" sowie die "Aktio" nur mit Standplätzen an Land. Wir waren in der "Ionian" und eigentlich recht zufrieden mit dem Preis- Leistungs Verhältnis, dem Personal, den zu Verfügung gestellten Hilfsmitteln und dem "Ship Chandler" vor Ort.

Na ja, es war sehr warm und staubig aber es wurden wenigstens ab und an die Wege, zumindest in der Nähe vom Office, mit Wasser "benetzt". Aber... 

Unsere "Aufenthalts Aktivitäten" jedoch reduzierten sich auf Arbeiten, Essen, Schlafen und Muskelkater pflegen. Wenn man diese Art von Arbeiten nicht gewohnt ist braucht es schon eine gehörige Portion Motivation um das alles durch zu ziehen. Aber nach dem Arbeiten ist vor dem Genießen.... Und wirklich, danach sah das Schiff aus wie aus dem Ei gepellt. Dann ist man schon sehr stolz auf die eigene Leistung.....

Bevor wir weiter fuhren haben wir noch Lesley und Giles mit Ihrer Sea Light "zu Wasser" gelassen. Die beiden waren in der "Aktio" und kamen just 2 Tage vor uns mit Ihrem Boot wieder ins Wasser. Nach diesen letzten Tagen ging unsere erste Fahrt dann auch, weil wir ja bereits oberhalb von "Lefkas" waren, sofort in den

 

Ambrakischen Golf

Dieser ist nicht so mit Charter Booten überlaufen. Vielleicht weil das Wasser nicht so klar ist? Der Grund sind wohl Sedimente die aus den umliegenden Bereichen ins Wasser geschwemmt werden. Diese jedoch haben jedoch nur optische Auswirkungen. Denn das Wasser selber ist sauber und auch die Heimat von einigen Delphin Schulen. Wir hatten das Glück mehrere dieser anmutigen Tiere dort zu beobachten. Die Fischerei im großen Stil ist verboten und nur die kleinen Fischerboote dürfen hier arbeiten. Unser erstes anvisiertes Ziel war dann

 

Vonitsa

Hier hatten wir jedoch kein Glück. Der kleine Hafen war gerammelt voll mit kleinen Fischerbooten und "Freizeit Kapitänen". Also wieder raus und rüber in die

Bucht Markou

Sehr gut geschützt für uns, haben wir dort 2 Tage bei wunderbarem Wetter mit Schwimmen und faulenzen verbracht. Nach diesen beiden Tagen dann noch einmal einen Blick in den Hafen von Vonitsa, immer noch voll.... Also ein anderes Mal und ausweichen in die

Bucht Kukuvitsa

auf der anderen Seite von Vonitsa. Auch hier, Seele baumeln lassen nach den Strapazen der "Arbeit", faulenzen und schwimmen. So langsam wurden unsere "Tanks" wieder mit Energie gefüllt. Und uns war klar, diese Reise insgesamt, vom Anfang bis hier hin, war die beste Entscheidung unseres Lebens.....

Nach dem "Studium" unserer Seekarten und unter der Premisse "wo wollen wir jetzt hin", fiel uns ein kleiner Fischerhafen auf der gegenüber liegenden Seite von Vonitsa auf. Jeden Abend sahen wir dort am Horizont die Lichter und so wurde dieser Ort als unser nächstes Ziel definiert. Es war

Korakonisa

ein kleiner Fischerhafen in einem kleinen Ort. Doch siehe da, ein vollkommen neues Hafenbecken mit einem versetzen Eingang wegen der Wellen, sicher bei allen Winden und mit einem Schwimmsteg sowie Strom und Wasser ausgerüstet. Das hatten wir nun nicht erwartet. Allerdings hatten sich hier am Schwimmsteg bereits einige Fischer seitlich hingelegt. Und mitten dazwischen "die Waja, eine Elling E3 von Jan und Waltraud".

Zu unserem Erstaunen kommt aus der Taverne am Hafen ein Grieche, spricht uns in perfektem Deutsch an und bietet uns eine Hilfe beim Anlegen an. Des Rätsels Lösung, der Grieche hieß Michael und hatte ca 40 Jahre lang ein Griechisches Lokal in Bayreuth. Ihr könnt mir glauben,  fortan gab es in diesen Tagen dort keine Probleme mit der Versorgung durch "Omega III Fettsäuren, Kohle Hydrate und Hefe Produkte".

Nach 2 Tagen wurde unser Bargeld knapp und ich fragte Michael, gibt es hier im Ort einen "Bargeld Automat" oder kann man mit Karte bezahlen. Beide Fragen wurden mit NEIN und einem Lächeln beantwortet. So als hätten wir gefragt "wo ist hier die Schnellbahn"!!!! Un nu? "Kein Problem, ich fahre Euch nach Arta der nächsten grösseren Stadt, da gibt es alles" waren seine Worte! Am nächsten Morgen stand sein Auto bereit.... Das nenne ich doch mal Gast Freundschaft.

Nachdem die "Waja" uns verlassen hatte und weiter zog, kam eine "Linssen Grand Sturdy 410" in den Hafen. Es war die "Bula" mit einem englischen Pärchen an Bord. Die Namen sind mir leider entfallen. Sorry,  dafür aber nicht die Erinnerung. Es wurden noch 2 lustige Tage. Jedoch gingen auch diese schließlich vorbei und wir verließen diesen gastlichen Ort mit dem Wunsch wieder zu kommen. 

 

 

Paleros 

Wir hatten bereits im Vorfeld viel von Paleros gehört. Schnuckelig, gemütlich, sehr schön zum Ankern waren so einige der Attribute die man uns sagte. Bei unseren ersten und allen nachfolgenden Besuchen dort, stießen wir nicht einmal auf Dinge die uns nicht zusagten. Einkaufs Möglichkeiten, Tavernen sogar mit Indischer Küche, einen Yacht Club dessen Preisgestaltung und Qualität wirklich überzeugen konnte waren Dinge die wir immer wieder gerne genossen. Und dort, in der Taverne Dionysos, die übrigens einem Griechen mit seiner Deutschen Frau gehört, habe ich die besten Steaks in ganz Griechenland gegessen. Wunderbares Fleisch und auf den Punkt genau zubereitet.

Zum Ankern hervorragend, man liegt etwa auf etwa 5 m auf gut sichtbaren Sandboden, der zwar vereinzelt mit Seegras durchsetzt ist aber man sieht bei wunderbar klarem Wasser die hellen Sand Bereiche. Obwohl die Bucht offen aussieht liegt man dort sehr geschützt und kann sich bei Westlichen Winden einfach auf die andere Seite verholen. Ungefähr 1 SM entfernt von Paleros liegt die Vounaki Marina. Diese ist aber inzwischen der "Stützpunkt der Chartergesellschaft Neilson mit seinem kompletten Wassersport Angebot". Die Marina ist wohl für die Öffentlichkeit geschlossen sagte man uns. Ob´s stimmt?? Oberhalb Marina liegt auch das zugehörige Ressort.

Und richtig im Niemandsland, nicht weit um die Ecke herum von Paleros, in der Hauptsaison allerdings relativ stark frequentiert und dafür in der Nebensaison manchmal komplett leer, liegt 

 

 

Ormos Varko und direkt daneben die One Tree Bay

Das Wasser hier ist  so klar, dass man sogar bei 10 m den Grund sieht. Zum Schwimmen ist es ein Paradies. Selbst in der Hauptsaison beim Eintreffen von "Flottilien" in der "One Tree Bay" ist die Wasser Qualität hervorragend. Die Fische haben sich wohl an die Boote gewöhnt. Denn sobald der Anker gefallen ist kommen sie und "betteln um Futter". So sieht es jedenfalls für mich aus. Und ich sehe meine Omega III Versorgung gesichert aber keiner springt ins Schiff. Denn inzwischen bringen mich meine Angel Versuche so langsam an der Rand der Verzweiflung. Ich glaube die Jungs und Mädels im Wasser haben wohl was gegen meine "Art zu angeln". Irgend etwas muss ich falsch machen. Siehe den Punkt "getroffen bzw. wiedergesehen"......

Ich hatte hier einen Oktopus an der Angel, aber ich glaube der wusste genau so wenig etwas mit der Situation anzufangen wie ich. Er jedenfalls war kleverer. Er schwamm unter mein Beiboot und klammerte sich mit seinen Saugnäpfen am Gummi fest. Somit konnte ich, bedingt durch mehrere Haken an der Angel, den Burschen nicht einholen. Er dagegen hatte Zeit sich zu befreien. Dass er mir nicht seinen "Mittelarm"  hoch hielt, damit hatte ich fast gerechnet. Am Ende jedoch waren wir beide wohl froh. Er über seine Flucht und ich über die Lösung meines Problems "wie befördere ich den Burschen ins Reich der Delikatesse"....

Im Oktober waren wir dann eine Woche komplett alleine in "Ormos Varko". Ein paar Angler am Ufer grüßten zu uns herüber, hier und da kam mal ein kleines Boot für kurze Zeit in die Bucht ansonsten Stille. Und die Wetter Bedingungen waren dergestalt, schwimmen (Gabi) bei glasklarem Wasser und an jedem dieser Abende einen unglaublichen Sonnenuntergang den wir gemeinsam mit einen Sundowner genossen haben! Einfach nur traumhaft.....

 

Kalamos

Einige Male haben wir die Insel Kalamos besucht und in dem dortigen Hafen fest gemacht. Und genau wie in diversen Reiseführen beschrieben gibt es dort einen "allgewaltigen Hafenmeister mit Namen George". Ich meine das nicht negativ sondern wirklich positiv. Bei irgendwelchen Dingen wie Anlege Problemen, kein Platz mehr oder sonst was, er findet eine Lösung und hilft. Es gibt natürlich auch eine große Taverne mit Namen George in der "seine Gäste" essen können. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Jedenfalls wenn abends so nach und nach die Boote herein kommen, gibt es immer ein kostenloses Hafenkino für diejenigen, die bereits festliegen. Aber letzt endlich löst sich alles in Wohlgefallen dank der unermüdlichen Hilfe von George auf.

Um die Insel herum gibt es einige Buchten die zum Badestop direkt einladen. Problem auch hier, in der Haupt Saison ziemlich voll. Aber mit etwas Glück findet man eine schöne Ecke für sich alleine. Und je nach Wetter kann man dann dort auch gut übernachten.

 

Kastos

Wir waren auch hier mehrere Male haben aber nie vor dem Ort geankert bzw. im Hafen unter Bug Anker angelegt. Immer zog es uns in die vorgelagerte wunderschöne Bucht. Ankern vom Feinsten bei auch hier glasklarem Wasser. Allerdings ist dieser Bereich durch Wind aus östlichen Richtungen nicht geschützt. Mit dem Dinghi dann in den kleinen Ort, in dem sich rund um dem "sogenannten kleinen Hafen" unterschiedliche Tavernen angesiedelt haben. Diese gibt es bis hin zu den Mühlen die man vom Wasser aus sehr gut sieht. Man kann auch auf den "Berg" gehen, dort oben gibt es ein Cafe mit einem grandiosen Ausblick auf den Ort und die Bucht. Alleine dafür lohnt sich der "Aufstieg bzw. kleine Fußmarsch". Und in der Nachsaison teilt man sich diese Bucht mit einigen wenigen Booten.

 

Ithaka

Die Heimat von Odysseus, das wollten wir uns etwas genauer ansehen. Denn diese Insel stand in jedem Fall auf unserer Route. Selbst wenn man nicht viel von der Antike in dieser Region behalten hat, dar Name Odysseus und der Begriff Odyssee hat Klang und jeder verbindet etwas damit. Wir sind also nach Vathi auf Itaka gefahren um dort anzulegen. Nachdem wir aber die "Trubel Strasse" und die ganzen Tavernen längs vom Anleger gesehen hatten, beim Römisch Katholisch Anlegen stehen die Tische der Gäste ca. 3 m vom Sitzbereich auf dem Achterschiff entfernt, war uns sofort klar dass hier Ankern angesagt war. Wir sind dann immer mit dem Beiboot an die Promenade gefahren. Der Ausblick abends auf das erleuchtete Vathi und die kleinen Orte auf den Hängen war schon schön. Aber wir wussten ja, da werden wir motorisiert noch hin fahren. Nach ein paar Tagen sahen wir nördlich hinten in der Bucht in der halbfertigen Marina einige freie Plätze. Also Anker auf und dahin.....

Einen echt schönen Platz vor eigenem Anker und unser Gefühl sagte uns, so kann es weiter gehen. Ging aber nicht. Der Wirt der Taverne Dimitris Tsiribis, übrigens ein Grieche in Deutschland geboren, bat uns unser Boot weiter dort hin zu den Fischern zu verholen. Der Grund, es käme eine Flottille zu seiner Taverne und er hätte die gerne zusammen. Auch habe er bereits mit den Fischern gesprochen. Ok, für uns somit kein Problem.

Das Essen Abends bei Ihm war sehr gut und am nächsten Tage nutzte ich sein Lokal Digital, für einen Tag Internet, Updates etc...

So, wie geplant haben wir uns Scooter geliehen um die Insel zu erkunden. Jeder einen eigenen, denn Gabi wollte nicht bei mir und ich nicht bei Ihr auf dem Sozius Platz nehmen.  Atem beraubende Ausblicke von oben auf die See, Odysseus Palast so wie Homers Schule haben wir gesehen. Die meisten Punkte konnte man nur mit dem Scooter erreichen. Und, das "Heizen" mit ´nem Scooter, das hat echt was....

Ich hatte nur ein kleines Problem, es gab keinen Helm für meine "Kopfgröße". Mehrere Versuche endeten mit meiner Weigerung den nächsten "Versuchs Helm" auf zusetzten, da ich Angst hatte "der geht nicht mehr runter!!!". Laut der Scooter Company "nimm einen mit, egal welchen, dann ist die Strafe nicht so teuer. Und wenn Du innerhalb von 8 Tagen bezahlst kannst Du 50 % abziehen!" gab es wenigstens noch ne Verhaltensweise. Bin also ohne gefahren und das hat niemand interessiert. 

 

Kefalonia

Hier wollten wir eigentlich in den Hafen, damit wir uns einfacher die "Stadt" ansehen konnten. Bei der Anfahrt haben wir uns sofort entschlossen wir bleiben lieber ankernd vor dem langen Sandstrand. Das jedoch sollte sich später als Fehler heraus stellen....

Also den Anker "eingegraben", wir einen Anleger zu uns genommen und dann ab ins Dinghi nach Sami rüber. Ein wenig Welle stand in der Hafeneinfahrt und wir fanden trocken für unser Dinghi einen Platz. Zuerst um den Hafen laufen, die "Stadt" ansehen und dann irgendwo am Hafen etwas Essen und Trinken. Hier hatten wir Loge. Eine Flottille kam in den Hafen und, wir hatten feinstes Hafen Kino. Es war alles dabei, Hilflosigkeit von Crew und deren Helfer, Anker Salat durch Wind, Crews im aktiven Fender Einsatz, akustische Kommandos hoher Lautstärke und unterschiedlichster Frequenz, etc..... Aber etwas später, alles hatte sich beruhigt und arrangiert, kehrte Ruhe ein. Anleger wurden getrunken und Gespräche wechselten sich ab mit Gelächter so nach der Devise "ach wat isset doch schön".

Ja gegen späterem Nachmittag machten wir uns so langsam auf den Rückweg zum Boot. Aber, quer zu unserer Fahrtrichtung stand inzwischen durch den aufgekommenen Wind eine richtig kurze und brechende Welle. Wir mussten da durch. Je näher wir unserem Schiff kamen um so "bescheuerter" wurde das Wellenbild. Die Savarna tanzte Rock ´n Roll und machte zusätzlich noch Bocksprünge. Irgendwann, nass aber happy, waren wir an Bord und wurden Teil des Tanzes. Glücklicherweise ließ dieses Bocken gegen Abend etwas nach und wir hatten einen schönen Sonnenuntergang inclusive dem passenden Sundowner. Am nächsten Morgen, wunderbar geschlafen und total entspannt, spiegelglatte See und für Gabi Zeit zum Baden. Unser anschließendes Frühstück war wie immer ein Genuss. Ohne Zeitdruck und in der Sonne sitzend..... Später dann Anker einholen und die paar Seemeilen zu dem in Sichtweite liegenden Ort

 

Eufenia

Unser Plan war weit vor dem Hafen zu ankern um dann den Ort zu "erobern". War aber nix. Der Anker hielt nicht und plötzlich lagen wir, etwas abgedriftet, sogar in der Hafeneinfahrt. Ganz blöde Situation. Also Anker auf und ab in den Hafen. Der Hafenmeister  erwartete uns dort bereits und wies uns einen Platz zu. "Römisch-Katholisch" wie immer hier im Mittelmeer, dirigierte er uns an den Platz seiner Wahl. War aber Ok. Mit "guten Wünschen" und einem "herzlich Willkommen" erfuhren wir wo wir unseren Obolus (1 € pro m und 5 € Strom und/oder Wasser) zu entrichten hatten. Damit war er weg und wir, Anleger genehmigen, auf hübschen und ab in den Ort. Zuerst mussten wir einkaufen um unsere Vorräte wieder aufzufrischen. Wichtig war für uns immer das Wasser. Danach waren wir dran und die Küche an Bord lief zu Höchstform auf. Als dann nach und nach Leben auf der Promenade und in den Tavernen kam, saßen wir gemütlich an Bord bei unserem eigenen Dinner und es wurde ein rund herum gelungener Abend.

 

 

Nisos Formikoula

Auf der Fahrt von Kastos nach Sivota passierten wir mal diese kleine Insel. Gerd und Gabi sofort, "schau Dir diese Bucht an, ein Traum. Lass uns schwimmen und schnorcheln gehen!". Also Anker "ausgepackt und eingebuddelt", Klamotten aus und rein ins Vergnügen. Laut Gerd, der die Insel schnorchelnd umrundete, war es für Ihn ein super Erlebnis. Gabi erkundete derweil die Bucht schwimmend aber auch schnorchelnd. Ergebnis, beide happy!!!!! Nach einem Drink an Bord ging es dann weiter......

 

 

 

Meganisi

Dies ist glaube ich die Insel die wir am häufigsten besucht haben. Die beiden Buchten Abelike und Atherinos Bay haben es uns angetan. Wobei mir persönlich Abelike und Gabi die Atherinos Bay besser gefällt. In beiden liegt man wunderschön und geschützt außer bei nördlichen Winden.

Allerdings hatten wir in der Atherinos Bay auch den heftigsten Sturm in diesem Jahr. Es brauchte an diesem Abend nur 5 Minuten vom ersten Blitz bis zum "Welt Untergangs Gefühl". Ich konnte gerade noch, zwar nass bis auf die Haut, unsere Kuchenbude hinten verschließen. Die Gewitterböen orgelten die Hänge herunter, der extreme Regen verhinderte Sichtkontakt mit den anderen Booten und man hörte Schiffe, deren Anker nicht gehalten hatte, zusammen prallen. Dazwischen hier und da ein Navigationslicht von jemandem der es noch geschafft hatte es einzuschalten. Einige dieser Boote versuchten ohne Beleuchtung diesem Tohuwabohu auszuweichen bzw. zu entkommen. An unserem Bug, wir hatten alles an Beleuchtung an was einzuschalten war, huschten einige Male Boote ganz dicht vorbei. Gefühlt einen Tag aber in Wirklichkeit 45 Minuten dauerte diese Situation. Danach war Ruhe und Wunden lecken angesagt. Bei uns war Gott sei Dank alles OK und der Anker hatte super gehalten.

Von beiden Buchten, etwas oberhalb gelegen liegt der kleine Ort Katomerie, den man zu Fuß sehr gut erreichen kann. Hierhin verlaufen sich nur wenige Touristen und man sitzt dort in der Taverne von Antonios Daglas urgemütlich bei hervorragenden Vorspeisen und einem guten Tropfen Wein. Eine Wand draußen ist komplett mit einer Art naiver Malerei versehen. Es sieht jedenfalls sehr schön aus. Ich glaube, in diesen Orten spielt Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist hier wohl das "Palavern und Debattieren" der Männer vor den Tavernen. Aber auch die Mädels sitzen hier in Gruppen zusammen und unterhalten sich oftmals auch lautstark.

Es gibt 2 Möglichkeiten Vathi zu erreichen. Einmal von der Wasserseite und zum Anderen zu Fuß aus einer der Buchten Abelike oder Atherinos Bay. an 3 Plätzen kann man anlegen. Die Odysseas und die Vathi Marina sowie der City Kai. Rund um den Hafen liegt eine Taverne neben der Anderen und je zentraler die liegen um so teurer!

Wir jedoch haben in diesem Jahr immer den Fußweg  genommen. Straße und Waldpfad wechseln sich ab. Aber selbst für mich war es kein Problem. Und im Übrigen war somit auch die Versorgung mit "Genusswaren" bei einem längeren Aufenthalt hier in den Buchten geklärt. 

Eine weitere Bucht, die wir einige Male auf Meganisi angelaufen haben, ist Ormous Spiliou mit dem "Privat Hafen Port Spilia von Babis" und dem Ort Spartakhori oberhalb davon. Hier (die meisten Yachties sagen Babis und nicht Port Spilia) ruft man in der Saison vorher an und erhält dann von Ihm höchstpersönlich einen Platz zugewiesen. Nach der Saison kann man in der Regel auch auf gut Glück zu Ihm kommen. Aber das Procedere ist immer identisch. Festmachen sowie Strom und Wasser sind kostenlos und erwartet wird dass man bei Ihm zum Essen und Trinken kommt. Ist man einmal bei Ihm gewesen, weiß er sehr genau ob er Dich noch einmal anlegen lassen soll oder nicht! Jedes Essen (Vorspeisen, Hauptgerichte, Fisch, Dessert) das es bei Ihm gibt, liegt als Muster in Vitrinen zum Aussuchen aus. Ein Mitarbeiter geht mit und notiert sehr genau was man möchte und alles wird dann frisch zubereitet und serviert. Man sitzt unter Dach oder direkt am Wasser vor herrlicher Kulisse und genießt einfach das Dasein. Man sollte dran denken, es gibt immer etwas Schwell. Mal mehr mal weniger

 

 

Die Insel Lefkada

hat sich in diesem Jahr so ein wenig als unsere Basis entwickelt. Einmal als "Schlechtwetter Rückzugsgebiet" aber auch als wir "Maintenance Komponenten" brauchten. Wir konnten dort in der Regel alle benötigten Teile  sofort bekommen. Und als Krankenhaus oder Arzt Besuche anstanden waren wir dort sehr gut aufgehoben und so können wir sagen "Hier werden Sie geholfen".

Als Sonja uns besuchte haben wir an Ihrem letzten Tag einen Wagen gemietet und die Insel einmal gezeigt. Somit war auch das Problem "Transport von Nidri nach Prevezza zum Flughafen" gelöst. Wir haben uns natürlich auch den neuen Hafen von Vasiliki angesehen. Scheint noch nicht komplett fertig zu sein. Aber alles sehr großzügig angelegt. Wahrscheinlich werden dort auch größere Exemplare anlanden und Ihre Ladung zu löschen. Wie es allerdings mit den Winden ist wage ich zur Zeit nicht zu beurteilen. Fangen wir mit

 

 

Nidri

an. Da wir ja hier den Winter verbracht hatten, gab es für uns immer wieder an den Wochentagen eine Möglichkeit um am Charter Steg nach Rücksprache mit Conny (übrigens aus Menzelen Ost!!!) anzulegen. Durch die Nähe von "3 verschiedenen Ship Chandlern" war auch die Versorgung mit Ersatz- und Neuteilen gesichert. Ebenso nutzten wir die Adresse der Charterbasis auch für unsere Zwecke. Das bedeutete, immer wenn es etwas aus Deutschland oder sonst wo zu schicken gab, es kam hier für uns an.

Wenn man hier einen Ouzo, Wein oder ein Bier bestellt, bekommt man zusätzlich ein Mezze. Bei uns würde man sagen einen Teller mit Grüßen aus der Küche. Nur hier ist er umfangreicher. In einer Taverne bei Maria hatten wir inzwischen schon einen Sonderpreis für das Getränk und ne extra Portion Mezze. Ansonsten gibt es hier alles was Dein Herz begehrt. Bäckereien mit richtigem Sauerteig Brot, ausgezeichnete Fleischereien sowie einen großen Supermarkt und jede Menge kleiner privater "Supermärkte". In einigen Tavernen ist im Sommer das "kulinarische Angebot" hier ganz auf (englischen) Tourismus ausgelegt. Bemerkung ohne Bewertung!!!

Spät, aber Gott sei Dank nicht zu spät entdeckten wir hier die "Family Taverne". Neben kostengünstiger Versorgung mit griechischem Produkten in fester und flüssiger Form gab es auch Indisches Essen. Bei der Bestellung wurde gefragt wie "scharf" man es wollte auf einer Scala von 1 (nicht scharf) bis 10 (man kann nicht mehr sprechen). Ich habe 1 x die 8 versucht. Hab mich dann auf 6 - 7 eingependelt.

Bei einem Spaziergang "zu den Wasserfällen in Nidri" kam ich an einer eigentlich unscheinbaren Taverne vorbei. Hab die dann auch irgendwie wieder vergessen. Martin von "Meganisi Charter" erzählte uns mal von einem "kulinarischen Genuss" den wir auch mal erleben sollten. Die Taverne hieß "Katou Rahoula" und würde von einem Griechen, der persönlicher Koch eines Scheichs war, und seiner Thailändischen Frau betrieben. Wir sind dann später mit Sonja, unserem Besuch dort gewesen. Und, es war tatsächlich die unscheinbare Taverne von meinem Spaziergang. Das Angebot besteht aus einem Mix der Griechischen und Arabischen Küche. Wir haben es nur zu insgesamt 5 verschiedenen Vorspeisen und 1 Hauptspeise gebracht. Es war für uns Genuss pur und das könnte eins meiner Lieblings Tavernen werden. Vielleicht noch ein Wort zu

 

 

Ormos Vlikho

auch Vlycho Bay genannt. Im Sommer ist diese Bucht immer gerammelt voll. Herrliche Natur rund herum, ankern auf 5-7 m mit normalem Halt, es gibt Bojen die vom Vlycho Yacht Club verwaltet werden, es gibt die Möglichkeit in der Woche nach Absprache am Charter Steg der Gesellschaft (Nissos) zu liegen. Im Winter werden hier häufig Boote Überwintern abgestellt....

Daneben gibt es einige ausgezeichnete Tavernen. Eine davon, die Taverne Elena, hat neben Ihrem ausgezeichneten Ruf tatsächlich eine Küche die zu normalen Preisen seines gleichen sucht. Man "diniert" direkt am Wasser,  wo man mit dem Dinghi und Hilfestellung vom Personal vorher angelegt hat. Allerdings sollte man in der Haupt Saison vorher einen Tisch reservieren. Wir waren 2 oder 3 mal dort Gast und jedesmal rund herum zufrieden mit dem ganzen Paket Elena. Ein weiterer Ort auf "Lefkada" wo wir uns öfter aufhielten war

 

 

Sivota

Ich glaube wir waren insgesamt mehr als 5 Wochen dort. Entweder frei ankernd oder vor Dimitris und Giannas Family Cafe. Nur einmal lag die Savarna vor der Ölmühle von Onassis längsseits. Ich war für 2 Wochen in Deutschland und Gabi alleine auf dem Schiff. Aber Sie hatte einige Leute die immer mal wieder schauten. Bernie und Barbara, ein englisches Pärchen lag Ihr gegenüber. Und ein Boot mit Finnischer Flagge das einem Amerikaner gehörte und von einem Kapitän und seinem Sohn aus der Ukraine gefahren wurde, lag direkt neben Ihr. Sie war sozusagen in gut aufgehoben. Also wirklich alles gut.

Zu Beginn der Saison lagen wir aber immer bei Dimitris und Gianna und neben Thomy mit seiner Tochida. Er benötigte Hilfe, denn er musste seine kompletten Fenster austauschen. Richtig unterstützt wurde er von Jim der mit seiner Mucker der aber frei ankerte. Da wir fast jeden Abend bei Gianna waren hatten wir Strom und Wasser gratis. Meiner Meinung nach machte Sie das beste Tzaziki. Einmal brachte Sie mir einen Teller in dem im Tzaziki 4 dicke Knoblauchzehen steckten. Gabis Freude hielt sich allerdings in Grenzen. Insgesamt war Ihre Küche vom Preis - Leistung her gesehen, richtig gut. Und ganz wichtig, uns hat es geschmeckt.

Dann in der Nachsaison, Gerd zu Besuch auf der Savarna, waren wir auch in Sivota, aber eben ankernd. Fest stand, wir wollten abends nach Gianna zum Essen. Wunderbares Wetter und somit saßen wir draußen. Nach dem Essen begann in der Taverne eine 2 Mann Band Lifemusik zu spielen. Leider waren es Lieder von den 70 - 80 Jahren. Gerd und ich kannten 90 % der Lieder und fast alle Texte. Also haben wir lauthals zur Freude einiger Leute hier mitgesungen. Es kam sogar eine Frau, Sie ging zuerst zur Band und kam dann zu uns: "Könnt Ihr das Lied Highway Man singen?" Nein, konnten wir leider nicht. Ich kannte zwar den Song aber nicht den Text.

Das Boot gegenüber Gianna hatte so Disco Kugeln an Bord, die sich drehten und via Spiegel bunte Licht Reflexe an die Decke zauberten. Und da kommt doch tatsächlich jemand und verkaufte diese Dinger. Gerd, der hat sofort eines gekauft. Später an Bord bei uns richtig schöne Musik aufgelegt, die gleiche Art wie vorhin, und die Disco Kugel kam beim Tanzen zum Einsatz. Gegen halb 7 morgens gab dann die Batterie Ihren Geist auf und wir zogen es vor uns zurück zu ziehen...

Als Gianna uns sagte Sie schließt Abends für die Winterzeit sind wir mit Thomy und Jim mit dem Wagen nach Sivota gefahren. Sehr leer das ganze dort..... Sie hat dann für uns noch einmal geöffnet und wir hatten einen echt schönen Abend. Und ich, ich bekam eine große Portion Tzaziki mit zum Schiff.

 

 

Lefkas

Die Hauptstadt von Lefkada ist auch im Winter nicht ganz so leer. Es sind zwar nicht mehr alle Geschäfte bzw. alle Tavernen geöffnet, aber es sind die "Tourie-Bunker" die geschlossen sind, und das ist sowieso nicht mein Ding. Jetzt ist alles hier entspannter, einfacher und nicht so laut. Diejenigen die da geblieben sind machen das bewusst und wollen mehr sehen bzw. hinter die Kulissen schauen. Zumal das Preis - Leistungsverhältnis jetzt richtig gut ist.

Hier ist für uns alles erreichbar, Krankenhaus, Ärzte wie z.B. Zahn- Herz- Augen oder dergleichen. Genau wie in Deutschland eben nur zu Preisen, die einem die Schamröte ins Gesicht treiben. Da wir keinen Wagen hier haben sind wir auf Busse angewiesen. Und die sind in einem hervorragendem Zustand sowie für kleines Geld überall nutzbar. Selbst bei Lidl hier hat es eine Haltestelle die man nach einem Einkauf nutzen kann.

Da wir ja im letzten Jahr doch einige Zeit in Deutschland waren, wollen wir in diesem Jahr mehr das kulturelle Angebot hier in Lefkas nutzen. Zusätzlich natürlich auch Ausflüge via Auto in die nähere und weitere Umgebung machen. Wir werden sehen was der Winter bringt. Ich werde berichten......

 

 

 

Besuche

die hatten wir in diesem Jahr auch. Und zwar jeweils für eine Woche kamen "Edith und Otto aus dem Schwabenland", dann "Gerd ebenfalls ein Schwabe" und last but not least "Sonja aus Wuppertal". Allen hat es hier im Ionischen Meer super gefallen und wir hatten richtig viel Spaß. Einmal haben wir "Gesangs technisch" mit Edith und Otto die "Atherinos Bay" mit Fahrtenliedern aus unserer Jugend bis um halb Drei unterhalten und ein anderes Mal in "Sivota" mit Gerd bis morgens um halb Sieben eine "Disco Light" Party auf unserem Boot gehabt. Und immer bei herrlichem Sonnenschein. Bevor Sonja kam, herrlicher Sonnenschein, als Sie da war gab es 2 Tage Starkwind und nach Ihrer Abreise spielte die Sonne wieder die Hauptrolle. An den anderen Tagen konnten wir Ihr die Gegend und das Leben auf dem Wasser zeigen. Aber laut Ihrer Aussage war es trotzdem eine schöne erholsame Woche für Sie und uns.

Daneben war natürlich jeder dieser Besuche ein Umkrempeln der bisher gelebten Abläufe. Aber es war trotzdem immer wieder spannend die Freude in den Augen unserer Besucher aber auch ein klein wenig Trauer und gut gemeinter Neid bei der Abfahrt zu sehen.

 

 

Getroffen bzw. wiedergesehen

haben wir Yvonne und Burc, einem Schweizer Pärchen, die wir in der Türkei kennen gelernt und mit denen wir dort einige Tage gemeinsam verbracht haben. Die beiden hatten, mit Ihrem befreundeten Pärchen Klaus und Joanna, gemeinsam ein Boot für einen OneWay Törn Korfu - Athen gechartert. Wir haben uns dann in Nidri getroffen und sind 3 Tage gemeinsam im Ionischen Meer getingelt. Am Ausgang von Nidri Richtung Kalamos hielt Klaus seine Angel bei 6 Kn Speed ins Wasser und rums. Er hatte einen Schwertfisch an der Angel. Ein Kampf und der Bursche war an Bord. Nach Einsprüchen der anwesenden Damen Yvonne und Joanna wurde dem leckeren Essen die Freiheit geschenkt. Man sieht es gibt Angler und mich. Ich glaube, ich muss mal in mich gehen ob meiner "Angelei"....

Und Sie sind dann weiter und wir blieben in unserem momentanen Hausrevier.

Irgendwann kam plötzlich einen Anruf von Melanie und Gerd von der Kerry Blue einer "Bützfleth Motoryacht". "Wo seit Ihr?" Unsere Antwort "in der Nähe von Paleros" worauf wir uns dann dort für den nächsten Tag verabredeten. Wir hatten die Beiden auf unserer Reise auf der Donau in Wien kennen gelernt und sind uns immer wieder mal "optisch oder akustisch" über den Weg gelaufen. Großes Hallo, einen Willkommens Drink an Bord der Kerry Blue, kleiner Snack usw. Das Leben ist schön. Abends natürlich in Paleros dem Gott der Völlerei gedient. Auch hier wieder 2 schöne Tage mit Freunden verbracht.

Wie im vorigem Jahr haben wir auch diesmal Lesley und Giles aus England wieder getroffen. Einmal beim zu Wasser lassen von Ihrem Boot und dann noch einmal unterwegs. Von den beiden haben wir sehr viele fundierte Tips zu Buchten, Häfen, Tavernen und sehenswerten Orten bekommen. Für uns sehr gut, weil diese Informationen in keinem Reiseführer stehen. Und immer stellten sich diese als  Gold richtig heraus.

Getroffen haben wir auch diejenigen Freunde die wie wir auch hier im Ionischen Meer "gastierten". Ralf und Pia, Thomy und Renate, Jim usw..... Nur um ein paar Namen zu nennen. Daneben nimmt die Zahl derer die man neu kennen lernt natürlich auch zu. Das Schöne dabei ist, es sind so viele unterschiedliche Nationalitäten und es gibt trotzdem nur den Wassersport und keine wie auch immer gearteten Ressentiments. Ich glaube das liegt wahrscheinlich daran, dass alle Wassersportler wohl den gleichen Innenarchitekten  im Kopf haben. Es wäre eine plausible Erklärung. Daneben gab es noch ein paar

 

 

Besonderheiten

die wir erlebt haben. Wobei hier ein durch uns durchgeführtes mehrtägiges "Dog and Cat sitting" zu nennen ist. Thomy und Renate mussten nach Messalonghi um die Amel von Renate reisefertig zu machen und nach Sivota zu verholen. Ihren Hund "Spotty" und Ihre Katze "MauMau" konnten Sie für diese Tage daher nicht mitnehmen. Wir haben dann Thomy und Renate via Auto nach Messalonghi gebracht und sind mit den beiden Tieren wieder zurück nach Sivota. Dort stand ja noch die Tochida von Thomy und auf der konnten dann die Tiere in gewohnter Umgebung verweilen. Unsere Aufgabe war "Gassi gehen, Füttern und Streicheleinheiten" verteilen. Hat dank Gabi aber zur vollsten Zufriedenheit der Tiere funktioniert. Aber für uns auch eine Erfahrung die uns zeigte, keine Tiere an Bord....

 

 

Ein paar Gedanken.....

Manchmal, wenn man Abends draußen sitzt, lässt man seine Gedanken einfach laufen. Verarbeitet das was man erlebt und gesehen hat, denkt über neue Ziele nach und sinniert über sein Leben. Dann kommen einem die Gedanken was man alles hat bzw. aber auch was man manchmal vermisst. Freunde, Nachbarn oder die Familie sind Bezugspunkte im bisherigen Leben die für mich unverrückbar sind. Gott sein Dank sind mit den Möglichkeiten der modernen Kommunikation die Entfernungen zwischen uns geschrumpft. Man ist jederzeit in der Lage diese zu sehen, zu sprechen oder auch nur ein kurzes "Hallo" oder "längeres Statement" zu senden... 

 

Ich kann nur sagen es ist schön dass es Euch gibt!!!!!!

 


Nachtrag zur Saison 2017

 

Ihr seht, unsere Reise fußt auf der Tatsache "die Langsamkeit des Seins" und ist auf keinem Fall von Hektik geprägt. Der Weg ist das Ziel und auf diesem saugen wir die wunderbaren Eindrücke von Landschaft und deren Bewohner auf. Wir bekommen immer noch mehr als wir geben können und darüber hinaus entschädigt uns die Natur für manche in unseren Augen Unzulänglichkeit die aber in diesen Ländern einfach dazu gehört. Und Griechenland ist einfach ein wunderbares Land......

Schon einige Tage liegen wir nun in Lefkas am Stadtkai und eigentlich auch gut geschützt. Neben uns liegt eine Bavaria Cruiser 46 total schlappig fest gemacht. Hinten kommt sie bis an die Kaimauer und vorne slippt der Anker. Das bedeutet das Boot geht hinten und vorne jeweils mehrere Meter auf Drift und lehnt sich bei uns an. Bisher hat unser Anker gehalten. 

 

Am Samstag, dem 18.11.2017 hat es uns doch glatt mit dem Bus nach IKEA verschlagen. Dinge einkaufen die es hier so nicht gibt oder so? Und weil es uns so gut gefällt haben wir diesen Trip gleich noch einmal für den 2.12.2017 gebucht. Man gönnt sich ja sonst nichts und für uns ist es einfach, wir liegen etwa 100 m von der Bushaltestelle entfernt und damit ist auch das Transportproblem gelöst. Aber wir haben es beim ersten Mal Gott sein Dank nur zu einer etwas größeren IKEA-Tasche gebracht. Andere dagegen.... Und beim zweiten Mal.....

 

Ein Nachtrag zum momentanen Wetter. Was hier ab dem 15.11.2017 wochenlang so abging war echt heftig. "Ein Unwetter jagte das  Andere". Es war alles da. Heftigster Regen waagerecht, ungestüme und richtig kräftige Gewitter die auch mal über eine Stunde anhielten. Stundenlanger Starkwind vom Feinsten aus allen Richtungen zwischen 5 und 9 Bft, Wolken verhangener und blauer Himmel, wärmende Sonne.... Und das alles immer wieder in einer anderen Reihenfolge. Zur Zeit gibt es hier in einigen Gegenden von Griechenland starke Unwetter sogar mit Todesfolgen. Wir sind davon allerdings bisher weitgehend verschont geblieben und hoffen auch dass es so bleibt. Uns bleibt nur den Betroffenen Kraft wünschen diese Schicksalsschläge zu meistern....

 

Ich höre Euch schon sagen, "ich glaub´s ja nicht, haben die das echt noch einmal gemacht!". Stimmt, wir sind noch einmal zu IKEA gefahren. Kaffee Fahrt für Leute die Zeit haben. Es gab keinen wirklichen Grund zu fahren. Der alleinige Grund höchstens wäre, "Wetter war sch.....!". Also ´nen Ausflug mit schwedischer Küche, Fisch in Dosen und Süßigkeiten etc.... Und trotzdem, der Rucksack war wieder voll. Was drin war, da sag ich lieber nix. Werkzeug und sowas war es jedenfalls nicht.....

 

Am Samstag, den 09.12.2017 gibt es hier in Lefkas einen Weihnachtsmarkt. Ich bin mal gespannt. Wir wollen gemeinsam mit einigen Freunden auf den Markt um mal zu sehen wie das hier ist. In einem Zelt spielt auf alle Fälle ne Band, sagte man uns. Welche Musik, ich las mich überraschen. Ich glaube wenn man einmal das eigenartige Flair des Xantener Weihnachtsmarktes in "Zieges Tipi" genossen hat, vermisst man das echt.....

 

Na ja, mal sehen was wir hier noch "alles anstellen". Sollte es jedoch noch etwas Interessantes von dieser "Überführung" geben werde ich das hier aufschreiben. Und nach dem 10.12 wollen wir dann bei vernünftigen Wetter Bedingungen nach Nidri in unser Winterlager verholen. Und dort schließt dann die Saison 2017 endgültig ab.

 

Aber wie öfters im Leben kam erstens alles anders und zweitens auch nicht so geplant.... Der Weihnachtsmarkt hatte noch gar nicht geöffnet, Das Wetter nimmer noch zwischen "Mist und Kappes". Wir haben uns dann auf Grund dieser Wetterlage entschlossen noch hier in Lefkas zu bleiben, denn wir liegen hier total sicher, Tavernen und Geschäfte haben geöffnet, alles ist fußläufig erreichbar. Was will man mehr. Also wird Weihnachten erst einmal hier verbracht....

 

Weiter zum Winterlager 2017 - 2018.....