Saison 2018

 

Als wir hier im Ionischen Meer ankamen sagte man uns, vorläufig geht Ihr hier nicht mehr fort. Und unsere Antwort, das werden wir ganz sicher machen, da wir ja noch weiter wollen! Aber inzwischen sieht es so aus und auch wir denken wer einmal in diese wundervolle Inselwelt eingetaucht ist wird immer wieder neue Facetten dieser Landschaft entdecken. Und da wir ja eines, nämlich Zeit im relativer Überfluss haben, werden wir dieses Jahr die uns noch fehlenden Ecken hier für uns entdecken. Delphi steht noch auf unserer Liste. Kanal von Korinth.... wer weiß.

Zur Zeit leben wir wie See Zigeuner und Zeitmillionaire in den Tag hinein und genießen jeden Augenblick. Also haltet auch Ihr liebe "Mitleser" ein und last die Hektik und den Stress außen vor. Wir nehmen Euch wieder mit auf die Reise zu Orten und Momenten voller Poesie.......



Ein paar Eindrücke von der PLAN B Überführung.....


Und hier geht es weiter mit der MY Sarvana.....



04.05.2018 – 10.05.2018

Wir haben Nidri verlassen und die neue Saison 2018 beginnt jetzt für uns. Als erstes Ziel haben wir uns die Atherini Bucht ausgesucht, in der Hoffnung auf Ruhe und keine Flottillen. Ruhe gab es, aber auch die ersten Flotillen besuchten bereits zu diesem frühen Zeitpunkt diese herrliche Bucht. Wir fanden eine schöne Ecke in der wir unseren Anker fallen ließen. Am nächsten Tag lange geschlafen und sofort einen Batterie Ladecheck…. Aber alles OK. Via Solar gab es 10 AH Ladung für unsere Batterien. Und diese 3 Tage vor Anker waren so richtig wie ein "jetzt fängt das Leben an" Feeling. Als jedoch am dritten Tag der Wind immer stärker wurde und zeitweise um 180 Grad drehte, lagen wir gegen 18:00 Uhr plötzlich über unserem Anker. Drüben am Kai alles frei und wir dann Anker auf Richtung Kai. Wie üblich setzte jetzt neben dem Wind, seitlich zum Anlegen, auch heftiger Regen ein. Aber alles gut und wir lagen fest und sicher vor Buganker. Wir lagen später dann neben einer Prinzess 45  mit 6 Jungs aus der Ukraine. Und es kam wie es kommen musste….. Und für uns ware es war die richtige Entscheidung.

Noch waren hier die Fischer in der Mehrheit und wir erstanden dann bei einem Fischer 2 Tunfische die sofort vorbereitet wurden. Den ersten haben wir dann am gleichen Abend einer "Form Änderung" unterzogen. Er verwandelte sich von einem Fischen zu einem Rest Gräten auf unserem Teller. Frisch gegrillt mundete er uns vorzüglich. Den anderen haben wir uns dann am nächsten Tag einverleibt. Und auch dieser schmeckte nach "Meer"... Costas, der Wirt der Taverne dort besorgte uns eine Karte für den Strombezug, die Jungs von der Prinzess uns das Password vom Hotel Meganisi. Somit gab`s auch Internet.

Gabi war doch tatsächlich im „Eiswasser“ schwimmen. Unglaublich.

Am 09.05, also gestern, hat uns ein unter Französicher Flagge fahrender freundlicher Zeitgenosse den Anker ausgerissen. Wir haben es zuerst nicht bemerkt. Später als Wind aufkam und wir immer näher Richtung Kai kamen, haben wir versucht mittels Durchsetzen des Ankers wieder Raum zum Kai zu bekommen. Funktionierte nicht. Der Anker fand keinen Halt. Also unter Maschine in die Leinen eingedampft und alles zum Anker auf vorbereitet. Einwandfrei!!!!

Kurze Entscheidung von uns, wir legen seitlich an. Erstens nur 2 Boote am Kai und zweitens konnten wir so zumindest die Backbord Seite reinigen und polieren. Was wir dann auch angingen.

Leider ging jetzt gerade mein Handy vom Status "ich bin für Dich da" in den Staus "jetzt lass Dir mal was einfallen" über. Hab ich dann gemacht aber dem Handy war das wohl nicht genug!

 

 

11.05.2018 – 20.05.2018

Sind heute nach Sivota zum Family Café um unsere Freundin Yianna mit Ihrem (für mich) Welt bestem Tzatziki zu besuchen. Außerdem hatte Ihr Mann Dimitris Geburtstag. Dass auch unser Kühlschrank nach Auffüllung schrie, wir also einkaufen mussten, sei nur am Rande erwähnt. So ein wenig Formel I gab´s dann auch noch.

Dabei streikte unser Heckstrahlruder. Ich weiß, nicht lebensnotwendig aber hilfreich. (Nähere Informationen findet Ihr unter dem Punkt Technik vom 11.05.2018)

Also Richtung Nidri zum Steg um dort bei den Ship Chandlern nach Lösungen zu suchen. In Nidri war aber überall alles besetzt. Mist!!! Egal…. Auf nach Babis (Meganisi) hier gibt es immer noch einen Platz für uns….

An einem dieser Abende dort lernten wir dann auch Toni mit seinem Kat, einem Leopard 48 kennen. Er gab uns dann später noch eine Führung auf seinem Kat… Aber das war wohl ein Fehler. Der erste Gedanke war, noch ein wenig Geld sparen dann können wir uns den auch kaufen. Aber ich glaube, die „Sparzeit für mich in Jahren“ wäre etwas zu lang!

Es war ein Kat für max. 8 Gäste und unwahrscheinlich funktionell und schön ausgestattet. Laut seinem Bekunden waren es ca. 80 Tsd € zusätzlich an Investitionen. Von diversen Kühlschränken über Handtücher in den Kabinen mit Kabinen-Nr bis zum gefilterten und gekühltem Wasser Zapfstellen war alles an Bord. Hut ab Toni. Allerdings permanent Gäste, das wollten wir nun aber auch nicht. Für uns wichtig sind die stillen Tage auf der Savarna……

 

 

21.05.2018 – 11.06.2018

Herum vagabundieren, das ist glaube ich das richtige Wort für diesen Zeitraum. Wir haben es uns gut gehen lassen, ohne Hektik oder Zeitdruck. Wie Zeit Millionaire eben. Ankern in Luigia, fast alleine für uns. 1 Boot leistete uns in einiger Entfernung Gesellschaft. Dann weiter durch die Lefkas Brücke Richtung Acheron. Dort wo der Legende nach der Hades, die Griechische Unterwelt liegt. Denn der Fluss Acheron entspringt tatsächlich unterirdisch. Wir wollten mit unserem RIB den Fluss rauf, zumindest soweit es geht. War aber streng verboten. Ich denke das ist den Fährschiffen, die Touries den Fluss raufbringen, geschuldet. Wir haben dann jedenfalls auch eines dieser Boote genommen und sind „Tourie like“ mitgefahren. Aber es ging leider nicht sehr weit. Zu eng, zu viele Äste und so weiter…. Wir sind dann aber doch ein paar Tage in der gleichnamigen und geschützten Bucht geblieben. Es war zwar etwas schwellig, hielt sich aber für uns doch in Grenzen.

Als nächstes stand der Ambrakische Golf auf unserem Programm. Zuerst ging es nach Vonitsa in die geschützte Bucht etwa 2 km von Vonitsa entfernt. In den Tagen an denen wir dort waren trafen wir auch Willem aus Belgien mit seiner Frau wieder. Wir waren ja im Winterlager in Lefkas eine ganze Zeit Nachbarn gewesen. Die beiden zeigten uns eine Bäckerei in der noch wie früher Brot gebacken wurde. Und was soll ich sagen, ein unglaubliches Geschmackserlebnis! Das erste Brot hat es nur halb bis zum Schiff geschafft… Wegzehrung!!! Dann haben wir auch noch einen kleinen Laden gefunden, in dem es nur Honig und Honig Produkte gab. Und wir, wir haben uns richtig mit den unterschiedlichsten Honigsorten eingedeckt. Und was für eine Qualität. Ich war begeistert. Denn jeden Tag steht Honig und griechischer Joghurt auf meinem Speiseplan.

Danach ging es zur Werft des Österreichers Heinzl, in der Bucht Rougas. Dort haben wir dann Susanne getroffen. Ich hab Sie dann auf Ihrer First an Land besucht. Und Sie hat sich was vorgenommen, alle Achtung was Sie bereits geleistet. Aber auch was noch auf Ihrer todo Liste steht. Und Sie hat keine Change einige Dinge von der "todo Liste" auf die "was soll´s" Liste zu packen.  An dem Tag als wir dann weiter zogen, kam Jim noch aber auch für einige Tage um Susanne zu besuchen und zu unterstützen.

Da waren wir aber schon in der Bucht von Koprainis. Zwar wunderschön, aber durch den sehr großen Flachwasser Bereich natürlich auch ein ideales Mücken Brutrevier. Gabi war hellauf begeistert ob der Zuwendung die Sie durch die Mücken bekam. Sind dann natürlich am nächsten Morgen gleich weiter gezogen.

Das nächste Ziel war dann Michael und Koronitsa mit seiner Taverne. Wir wurden dort mit großem Hallo empfangen. Zum einen waren auf Hannes und Petra, unseren Nachbarn aus dem Winterlager in Lefkas und am nächsten Tag kamen noch Gidi und Jutta aus München dazu. Nur so viel, es waren richtig gesellige Tage. Auch hier schweigt des Sängers Höflichkeit.

 

 

11.06.2018 – 16.06.2018

Aber der Aufenthalt hier neigt sich seinem Ende zu. „Große Ereignisse“ werfen Ihre Schatten voraus. Am 12.06 hat sich mein Bruder mit seiner Frau nach langen „Überredungs Aktivitäten durch uns“ angekündigt. Wir haben uns nach Nidri begeben und wollen die beiden dann am 12.06 in Preveza mit einem Leihwagen abholen. Der Leihwagen hatte für uns den Charme, auf dem Weg von Nidri nach Preveza passieren wir Lidl. Somit war die Versorgungsfrage auch wieder geklärt. Denn inzwischen waren unsere Vorräte an festen und flüssigem doch arg geschrumpft. Seeluft macht hungrig. Scheint aber auch durstig zu machen.

Die beiden hatten durch Ihr „neues Opa und Oma Dasein“ leider nur diese paar Tage „frei bekommen“. Aus unserer Sicht hatten wir das Ankern als bevorzugte Variante für die Beiden ausgesucht. Wir stellten aber sehr schnell fest, dass Peters Vertrauen in unseren Anker nicht sehr weit her war. Also Anfrage Nidri, alles voll, Anfrage IBA, alles voll. Nun gut dann trotzdem Ankern in der Tranquill Bay. Eigentlich kein Problem und nun ja, da muss er jetzt eben durch. Dann kam wie es kommen musste, ein Wetter vom Feinsten! Wind, Regen und nicht enden wollendes Gewitter. So etwas haben wir hier auch noch nicht erlebt. Gegen Abend hab ich dann versucht bei IBA doch noch einen Liegeplatz zu bekommen, damit Peter beruhigt schlafen konnte. Und siehe da, man hatte doch noch etwas. Irgend jemand war nicht gekommen. Trotzdem oder gerade deshalb hat es den beiden jedoch sehr gut gefallen. Essens Technisch hatten wir alles, das DALTON und natürlich ELENA… Es waren für uns alle schöne Tage.

Mit dem Leihwagen haben wir die beiden dann nach Preveza zum Flughafen gebracht. Nicht ohne eine für das nächste Jahr längere Verweil Dauer bei uns an Bord zu verabreden. Wir sind mal gespannt.

 

 

18.06.2018 – 19.06.2018

Moni, eine Freundin von Gabi und Ihr Partner Ralf machten gerade Urlaub auf Kefalonia. Diese Gelegenheit nutzten die beiden zu einer Stippvisitte bei uns an Bord. Es war zwar nur eine Übernachtung aber die war für alle Beteiligten echt unterhaltsam. Ralf und Moni fuhren dann am nächsten Morgen mit der Fähre Nidri – Kefalonia um 11:00 Uhr wieder zurück und wir, direkt im Anschluss, ging es für nach Preveza wo wir einen Platz füer 20 Tage gebucht hatten um das Boot alleine zu lassen. Das Schiff für diesen Zeitraum zu „preparieren“ lief nicht so leicht von der Hand, da unsere Gangway Verstellung klemmte und wir nicht so einfach von Bord konnten. Aber letztendlich war alles erledigt und wir fielen tot müde abends gegen 23:00 Uhr nach dem Packen der benötigten Sachen in unsere Kojen.

 

 

20.06.2018 – 10.07.2018

Denn morgens um 07:00 Uhr wartete das bestellte Taxi was uns zum Flugplatz brachte. Unser Flug nach Venedig hob dann pünktlich mit uns um 09:00 Uhr ab.

Der Grund dieser Reise war, Thomy und Renate hatten uns gefragt ob wir die Überführung Ihrer neuen Yacht, einer Fairline 55 Squadron von der Aprilia Marina in Venedig zur Preveza Marina in Greece mitmachen wollten.

Dieser Törn führte uns ab dem 27.06.2018 bis zum 11.07.2018 vom Ausgangspunkt in:

 

Italien über Kroatien (Umag (Einklarierungshafen), Rovinj, Aratore auf Mali Losinj, Sukosan, Drevelik Veliki, Mljet in der Bucht Okuklje, Dubroivnik (Ausklarierungshafen)), Montenegro (Zelenika (Einklarierungshafen), Kotor, Bar (Ausklarierungshafen), Albanien (nicht einklariert sondern schnur stracks vorbei bis nach), Griechenland (Othoni, Preveza (Einklarierungshafen).

 

Dabei legten wir knapp 550 SM zurück. Auf den einzelnen Teilstücken variierte die gefahrene Geschwindigkeit zwischen 10 Kn (normal, etwa 1.000 Rpm) und 23 Kn (bei 1.800 Rpm). Als Antrieb fungierten 2 Catapilar mit je 660 PS.

 Unsere Eindrücke: Entgegen anders lautenden Berichten gab es in Kroatien sehr wohl Möglichkeiten kostenlos zu ankern und auch an der Freundlichkeit der Beamten bzw. öffentlichen Stellen gab es nichts auszusetzen. Allein die hohen Kosten für Bojen und Häfen, für Durchfahrts Rechte und Klarierungen bewegten sich in einem uns nicht gewohntem Bereich. Aber auch Montenegro ließ in nichts bei den Kosten nach. Vielleicht nicht ganz in „Kroatischen Dimensionen“ aber nichts desto trotz im gehobenen Bereich für griechische Verhältnisse.

 

Allein die Verpflegung in Lokalen mit fester und flüssiger Nahrung war in Montenegro für die Bordkasse vom Feinsten. Für weit unter 10 € gab es ein wirklich vollwertiges Menü und zum Nachtisch z.B. ein Eis kostete 0,60 € die Kugel.

 

Da das Boot ein neuwertiges aber eben nicht mehr neu war, gab es hier auch einiges was unter der Rubrik „defekt“ rangierte.

Dieselversorgung: Die Dieselanzeigten zeigten eine ausreichende Menge an als plötzlich beide Maschinen ausgingen. Wir haben uns dann via Beiboot in eine Bucht geschleppt. Unsere Dieselfilter waren komplett zu mit einer Teer artigen Substanz. Gott sei Dank keine Dieselpest. Wir haben dann neue Filter zur nächsten erreichbaren Fähre kommen lassen und diese dann 2 Tage später in Dubrovnik bezahlt. Auch das gibt es in Kroatien!!! Beim Abschleppen dann versagte ein Hydraulik Zylinder der Steuerung. Da die beiden Eigner Mitglied bei Seahelp waren, wurden Sie dann kostenlos nach Dubrovnik abgeschleppt. Über die Art und Weise der nachfolgenden Reparatur kann man nur schreiben: Abzocke und sauteuer! Aber das ist eben auch Kroatien.

Bei dieser Aktion stellten wir aber auch fest, die Dieselanzeigen folgten einer eigenen „Eingebung“ welche wir nicht nachvollziehen konnten. Anzeige =Diesel und Tank = kein Diesel.

Es ist ganz schön blöd wenn man mit solch einem Boot mit leerenTanks zur Tankstelle geschleppt wird….

Neben dem Ausfall einer Bilgenpumpe in der Badeplattform, einem Wellenlager welches uns in Abständen von einigen Stunden das von außen eindringende Wasser mittels funktionierender Wasserpumpe wieder nach draußen beförderte, einer Undichtigkeit an einem Fester wo wir mit Bordmitteln der Wasserfluss stoppen konnten, gab es bei den Navigations Instrumenten einige Ungereimtheiten welche wir durch „Wissen und learning bei doing“ aber in den Griff bekamen. Wie wir dann in Preveza ankamen waren einige Baustellen erledigt. Es harren aber immer noch einige Baustellen und warten auf eine Lösung….

 

 

 

11.07.2018 – 20.07.2018 

Wieder in Preveza eingetroffen. nach diesen schönen und ereignisreichen Tagen. Und unser Boot, zwar nicht so schnell und nicht so groß, freute sich trotzdem uns zu sehen. Die erste Nacht im eigenen Bett war schon klasse. Aber wie das so nach einer Abwesenheit ist, Vorräte in fester Form sind nicht vorhanden und in flüssiger Form gab es nur ein paar kümmerliche Reste. Na ja, in den nächsten Tagen haben wir dem Lidl in Preveza einen Besuch abgestattet

Wir blieben noch etwa 10 Tage im Hafen, haben den beiden noch bei diversen Aktivitäten geholfen, unser Boot gereinigt, gefaulenzt usw. Wir verließen Preveza  dann am



 

20.07.2018 – 28.07.2018

und setzten unsere Reise fort. Von Richard erfuhren wir daß Phil Thommes wieder aus England zurück ist und er unsere bestellten INOX Teile fertig hat. Stimmte nicht ganz, 2 Teile waren fertig aber eines fehlte noch dieses kann ich dann am 26.07.2018 beim Ihm abholen. Wir legten dann die Rib Arbeiten auf den 27.7.2018. (siehe unter Technik vom 27.07.2018).

Gestern gab es den sogenannten Blutmond. Bei wolkenlosem Himmel, einem Vollmond vom Feinstem, haben wir uns dieses Ereignis an Bord „herein getan“. Ich wollte ja eigentlich ein paar Bilder machen, aber mit der Kamera vom Handy war das ein hoffnungsloses Unterfangen.

Heute, am 28.07.2018, noch die letzten Einträge hier und dann geht es morgen weiter….

 

 

29.07.2018 – 29.08.2018

Mein Sohn hatte sich mit zweien meiner Enkel zum 04.08 - 11.08 ganz kurzfristig angekündigt. Und da es bei uns passte, stand dem nichts im Weg. Wir haben ein paar Tage zum Vorbereiten wie relaxen bzw. Kraft tanken im Vorfeld,Vorräte bunkern, Schlafbereich präparieren usw. 

Dann mit ´nem Leihwagen zum Preveza Airport und da waren die Drei. Große Freude und dann sofort zum Boot nach Nidri. Zur Einstimmung sind wir dann abends ins Dalton um dem Gott der Völlerei einen Dienst zu erweisen. Die Jugend war begeistert ob der aufgefahrenen Menge Essen. In dieser Woche haben wir dann die schönsten Buchten und Plätze besucht. Essen gehen und Essen machen, wir hatten beides im Angebot. Was uns aufgefallen ist, die Jugend hat einen Appetit, wenn wir so "zuschlagen" würden, wäre das Gebot "die Form zu halten" nicht einzuhalten...

Den Dreien hat es jedenfalls super gefallen. Und die Aussage "Opa (hmmmh.. na ja), das machst Du die ganze Zeit? Ich will auch. Genau so und nicht anders" spricht für sich! 

 

Ein Freund von Gabis Bruder machte mit seiner Familie und zusammen noch mit einer anderen Familie aus dem Schwabenland Urlaub in Lefkas. Sie brachten uns dann (von uns bestellte) Sachen (essbar und für´s Boot) mit. Bei der Übergabe wurde dann ein gemeinsames Essen sowie eine gemeinsame Ausfahrt abgesprochen. Zum Essen waren wir dann in der Taverna Elena und haben, das was die Küche hergab wie Starter, Fisch und Fleisch, mit Genuss verzehrt! Und, zu trinken gab es auch.....

Am Montag, den 20.08 sind wir die gemeinsame Ausfahrt mit beiden Familien angegangen. Mit 9 Personen ab in die Abelaki Bucht auf Meganisi und dort schwimmen ohne Ende. Und zur Abwechselung am Nachmittag noch einen Ausflug (zu Fuß über den Berg) nach Vathi um in den Genuss der  "Vathi besten Gyros Pitta mit allem" zu kommen.

Achim mit seiner Familie hatte nur 14 Tage in Lefkas gebucht aber Sie wollten auch selber mal ein kleines Motorboot mieten um diverse "Ecken" hier zu erkunden. Wogegen Harry 3 Wochen Lefkas auf seiner todo Liste hatte. Mit Ihm und seiner Familie haben wir dann eine weitere Ausfahrt für den 26.08 die Atherinos Bucht eingeplant. Bedingt durch aufziehende Gewitter waren wir dann aber bereits um 18:00 Uhr wieder in Nidri am Steg. Da unser aller Magen leer war und noch "Füllung" schrie sind wir kurzerhand gemeinsam zum Dimitris in seine Taverne gefahren. Diverse Vorspeisen füllten danach auf angenehme Art und Weise unsere Mägen. Und mit einigen "Getränken" versehen "flutschte" alles super.

Und am 28.08 gab es noch einen "aufgeschlitzten Reifen" hinten am Sharan vom Harry. Aber mit Hilfe des Vermieters wurde das Problem gelöst und die Familie kann nun beruhigt ins Schwabenland zurück fahren.

Und wir, wir haben jetzt bis Mitte September Ruhe und Muße bevor dann Gerd mit seiner Freundin auf eine Stippvisite zu uns kommt. Sein  Besuch im letzten Jahr war jedenfalls für alle klasse.

 

 

30.08.2018 - 10.11.2018

Wir hatten jetzt unser Boot wieder für uns. Obwohl, wenn so ab und an Freunde hereinschneien, das hat was. Denn wenn wir beide so auf engem Raum  zusammen leben wie wir, gibt ein wenig Abwechslung für uns auch wieder neue Impulse. Wir touren nun durch die Inselwelt, ankern hier oder da und das zu 99 % bei bestem Wetter. Um mal einen kleinen Eindruck zu bekommen hab ich mal einen kleinen Törn aufgezeichnet. Mit den Punkten wo wir in einer Bucht oder bei einer Taverne geankert haben.

Und dann, Mitte September haben Gerd und Alexandra uns besucht. Im letzten Jahr kam er alleine. Doch in diesem Jahr waren die beiden zusammen bei uns. Eine echt super schöne Woche und das bei einem Wetter wie es besser nicht sein konnte. Wir haben uns Scooter gemietet und sind über die Inseln gepfeffert und haben doch tatsächlich eine Kreidler Florett RS Elektronic in bestem Zustand gesehen. Da wurden Erinnerungen wach.....

Nach dem die beiden wieder Ihre Heimreise angetreten hatten kamen Ende September noch Wolfgang und Claudia, ebenfalls aus dem Schwabenland. Jedoch gab es bei der Ankunft solch einen Sturm, der einen Verbleib an Bord (wir lagen in Nidri am Pontoon) ausschloss. Neben den beiden haben insgesamt noch 3 weitere Paare vom Ihrem Boot gemusst. Wir haben für die 4 Paare noch in der Nacht ein Hotel organisiert. Wir anderen konnten nur hilflos mit ansehen wie es schepperte und diverse Schäden an den Schiffen zu erwarten waren. Am nächsten Morgen sind wir, unser Boot Gott sei Dank ohne Schäden, dann sofort weg vom Pontoon. denn es sollte noch einmal ruppig werden. Die Schäden, bei einigen Booten verbeulte Reeling, bei den Masten die Installation im Top nicht mehr da, bei einem anderen Boot in der Nähe fehlte der Mast und in Lefkas selber ähnliche Schäden und dort schaute von einem Boot nur noch der Mast aus dem Wasser. Für Wolfgang und Claudia war das natürlich ein "interessanter Einstieg" ins MoBo fahren. Aber wie so vieles im Leben, es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Das Wetter beruhigte sich und es gab noch schöne Tage an Bord.

Für die Rückfahrt der beiden hatten wir uns folgendes überlegt. Wir begleiten die beiden und bleiben noch mit Ihnen gemeinsam 3 Tage in Athen. Ein kleines Hotel zu einem annehmbaren Preis war schnell gefunden. Und in Athen, was man als Tourie mal so in 3 Tagen "gebacken" bekommt. Die Akropolis, das Archäologisches Museum, dann Altstadt und diverse Tavernen Besuche, war ein Erlebnis. Und dann hieß es Abschied nehmen. Die beiden Richtung Stuttgart und wir Richtung Preveza. In der dortigen Marina hatten wir uns mit Thomy und Renate sowie mit Jim verabredet. Es wurde ein richtig schnuckeliger Abschieds Abend. Na ja, zu dem Zeitpunkt wussten wir ja wir sehen uns im nächsten Jahr wieder. Vorraussetzung sind Gesundheit, Brexit und die zu erwartende künftige Boots Steuer in Griechenland.

Noch eine kleine Begebenheit am Rande. Ein sehr guter Freund und Arbeitskollege hat vor einigen Jahren auch eine Schwäbin kennen gelernt. (Irgend was müssen die Mädels an sich haben. Die holen sich Griechen und auch die Sonderrasse der "Niederrheiner") Inzwischen steht eine "von den beiden initiierte Feier, im Volksmund Hochzeit genannt" auf dem Programm. Die beiden haben uns eine super schöne Einladung, verpackt in einer Flasche, zu geschickt.. Da es für uns aber nicht möglich ist zu diesem Zeitpunkt in Deutschland aufzuschlagen, mussten wir not gedrungen absagen. Aber wir haben uns was einfallen lassen. Wir haben diese Einladung mit einem ganz besonderen Wunsch für die beiden versehen wieder in die Flasche verpackt und sicher verschlossen. Dann haben wir diese Flasche dem Meer übergeben. Vielleicht findet Irgend jemand diese Flasche und schickt den Inhalt zu den beiden. Wer weiss.....

 

 

10.11.2018 - 15.11.2018

Nun ja, diese Saison nähert sich mit Riesen Schritten Ihrem Ende. Wir hatten alles, Traumwetter in Traumbuchten, wunderschöne Abende und Tage mit Freunden, stürmisches und richtigen Sturm. Und bei alledem, weder an Seele noch an Schiff gab es einen Kratzer. Wir liegen nun in der neuen Preveza Marina um die letzten Vorbereitungen für unseren "Landgang" zu erledigen. Nach 2 Jahren permanent im Wasser, ist in diesem Jahr auch das Unterwasserschiff "reif" für eine "Behandlung". Dazu gehört natürlich noch der gesamte Wahnsinn (gründlich reinigen, polieren, kleinere Reparaturen aber auch der Einbau einiger Dinge die der "Skipper" so als notwendig erachtet), den ein Schiff so fordert. Ist ja noch etwas bis dahin.....

Inzwischen hat sich der Hafen so ziemlich gelehrt. Es gibt zwar eine ganze Reihe von Booten die dort im Wasser überwintern aber an Bord sind nur noch ein paar Personen. Thomy und Renate, Ralf und Pia um nur einige zu nennen, sind inzwischen auch via Fähre nach Venedig un denn zu Ihren jeweiligen Heimatorten aufgebrochen. Bei uns sind nun alle Vorbereitungen abgeschlossen und morgen geht´s an Land......

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