Saison 2019

 

Nun sind wir doch noch in Griechenland geblieben. Unser Plan sieht zur Zeit so aus: Golf von Patras, Kanal von Korinth, Saronischer Golf und via Korinth oder Peleponnes wieder zurück. Als Winterlager wollen wir Sizilien anpeilen.

Aber wie das so mit Plänen ist, kann es durch bestimmte Umstände mehr oder weniger große Änderungen geben. Und als See Zigeuner oder auch Zeitmillionäre haben wir alles selber in der Hand.

Also haltet auch Ihr liebe "Mitleser" ein und last die Hektik und den Stress wieder außen vor. Wir nehmen Euch auch dieses Mal mit auf die Reise zu Orten die Euch auch gefallen bzw. Augenblicken die einem vor Augen führen welch schöne Dinge es im Leben gibt. Ich bin und will auch kein Missionar sein, aber eines weiß ich ganz genau:

 

Die Entscheidung los zulassen, das Neue und Unbekannte zu suchen war die Beste in meinem resp. unserem Leben.......

 

Egal wo es uns in diesem Jahr hin verschlägt, es ist immer ein Erlebnis!

 

Nachtrag im September:

Wir sind nicht durch den Kanal von Korinth gegangen. Uns hat einfach die Zeit nicht gereicht. Und nur um in den Kanal rein und auf der anderen Seite wieder zurück, danach stand uns nicht der Sinn. Und wir leben und fahren immer noch mit unserem Boot…..

 

 



02.04.2019 – 02.05.2019

Endlich Einwassern und das Schiff schwimmt. Mit ein paar „Wasser Problemen“ (siehe Technische Arbeiten 02.05.2019 – 03.05.2019). Über diese halten wir Euch natürlich auf dem laufenden….

 

Wir wollten eigentlich nur einige Tage in der Preveza Marina bleiben aber die „Wasserprobleme“ und das Wetter waren nicht dazu angetan uns so schnell wie möglich auf die Reise zu schicken. Immer wieder Regen und Starkwind sowie ab und an richtiger Sturm. Aber überall in Europa spielte das Wetter zu diesem Zeitpunkt verrückt.

Nun wenn Du ja in einem sicheren Hafen (mit manchmal jedoch etwas Schwell) liegst, kann man natürlich auch mal Dinge machen die man schon immer wollte. Zum Beispiel einfach mal NICHTS!!! Klappt prima aber man muss nur sein Gewicht im Auge behalten….

 

 

03.05.2019 – 10.05.2019

Bevor es nun richtig losgeht, noch „kurz“ einen Besuch im Ambrakischen Golf bei Michael in Koronisia. Was soll ich sagen, große Freude, viel Regen und harter Wind aus SW, die ganzen Tage. Und wir haben immer noch so scheint es, unser Problem mit der undichten Wellendichtung. Zur Zeit hoffen wir dass wir es mit Fett dicht bekommen und dicht halten können. Es gibt hier zwar oberflächlich betrachtet nichts „touristisches“ aber wenn man richtig hinsieht, sehr nette Leute, Kontakt zu Einheimischen und Fischern und ein paar Boote die mit uns hier nicht nur einen Tag liegen. Der Hafen sowie Strom und Wasser sind frei. Wir können hier nirgendwo etwas bezahlen. Sollten wir etwas benötigen nimmt Michael uns mit seinem Auto (2 x hat er es mir sogar bereits gegeben) mit nach Arta. Dort bekommen wir alles wie in Lefkas oder so…..

Eins muss ich noch sagen, unser Omega-3 Haushalt schraubt sich in ungewohnte Höhen. Neben den „normalen“ abendlichen Tavernen Besuchen zwecks „Kalorienversorgung“ in fester und flüssiger Form gibt es tagsüber auch mal einen Zippero. Verschönt mit einem „kleinen Mezzeteller“. In der Regel gibt es von den aufgezählten Sachen immer 3 verschiedene… Z.B. Tzatziki, Scampi, Krautsalat, Sephia, Muscheln oder auch Lamm oder Pork. Unsere Gewichts Reduktion ist auch hier nicht so einfach zu verwirklichen…

 

 

11.05.2019 – 12.05.2019

Wir haben uns in Arta für 3 Tage einen Wagen gemietet um endlich mal die Meteora Klöster zu besuchen. Und sind begeistert ob der Leistung die die Menschen hier vor langer Zeit erbracht haben. Die Klöster, dort oben auf den Felsspitzen zu errichten, bedurfte es gewaltiger Anstrengungen an Mensch und Material. Mir wurde bereits von hinschauen schwindelig. Aber das mal zu sehen, es hat sich gelohnt. Zumal wir am 11.05.2019 ein grandioses Wetter hatten. Alle Wettergeister waren mit uns. Wir haben uns dann in ein kleines Gästehaus (Patavalis guest house) für eine Nacht einquatiert. Der Preis für ein DZ war 45,- € für eine Nacht, incl. Frühstück. Saison und auf diesen Touristen Ort bezogen, fanden wir das nicht überteuert.

Der nächste Tag, grau in grau. Tiefhängende Wolken und Regen ohne Ende. Jetzt konnten wir es erst einmal ermessen was wir für ein Glück gehabt haben. Denn auf der Rückfahrt, anders als auf der Hinfahrt, gab es nichts als Regen und Nebel als wir durch tiefliegende Wolken fuhren.

Wir beschlossen uns noch in Igoumenica die Stadt anzusehen. Echt schön. Aber wetter bedingt nicht gerade der Brüller. Gabi wollte auf dem Rückweg noch zum Einkaufscentrum dort mit „INTERSPORT, IKEA, JUMBO und the MART“ vorbei. Na ja, wir haben ein vollkommen „wichtige“ Sachen erstanden die wir unbedingt nötig hatten…. Na ja, nicht unbedingt…..

 

 

 

18.05.2019

Immer noch in Koronisia uns rein zufällig saßen zwei Musiker draußen auf der Terasse in Michaels Taverne. Houward und Alita (mit Ihrem Boot „Frya“ lagen auch noch hier. Und Houward hat die beiden kurzer Hand gefragt ob Sie etwas griechische Musik machen könnten. Zuerst nein, dann doch ja aber nur für ein Bier (Kaiser Pils) haben die beiden dann losgelegt. Es blieb natürlich nicht bei dem einen Bier. Zwischendurch hab ich noch meine Gitarre geholt und was mit geklimpert. Es war ein richtig schöner Abend mit Fleisch frisch vom Grill durch Makis, Getränke kühl serviert durch Dora und alles unter der „Aufsicht“ von Michael. Ich hab mal ein paar Bilder dazu eingestellt….

 

 

19.05.2019 – 23.05.2019

Nun sitzen wir hier und überlegen wie wir unsere Pläne noch realisieren können. Zur Zeit ist es trocken aber es weht aus SW wieder mit 7 BFT und so sieht es auch in den nächsten Tagen noch aus….

Inzwischen haben wir wieder eine Reinigungsaktion gestartet und den Rest des Schiffes (den Aufbau) komplett poliert. Sieht natürlich jetzt wieder super aus…. Und ich habe Zeit und Muße wieder einmal etwas in die Homepage zu schreiben….

 

 

23.05.2019 – 05.10.2019

Wir haben uns bedingt durch die Undichtigkeit vom Shaft Seal (Wellen Schutzhülse) entschlossen zum einen hier in der Gegend zu bleiben und zum anderen aber auch mal rauf in den Golf von Patras bis nach Galaxidi zu fahren. Weiter haben sich 4 Pärchen zum Besuch angesagt, so dass für Abwechslung und Unterhaltung gesorgt ist…..

 

Nachdem wir Koronisia verlassen hatten rief Peter Dames mit der Bitte an: „Kannst Du Dir mal bitte fuer mich eine Westerly, die in Lefkas in der Marina liegt, ansehen?“. Natürlich und kein Problem. Ich habe Ihm dann meine Einschätzung sowie einige spezielle Bilder zukommen lassen. Dann  habe ich den Makler und Peter gebeten alles weitere miteinander zu besprechen. Nur so viel noch dazu, der Kauf kam nicht zu Stande.

 

Wir waren noch ein wenig „buchteln“ bevor wir dann bei Yianna, meiner Lieblings Taverne in Sivota, meinen Knoblauch Haushalt mit Tzaziki wieder aufgefüllt haben. Dort haben wir Thomy und Renate mit Ihren Gästen getroffen. Es wurde ein lustiger Abend mit „passenden Speisen und den dazugehörigen Getränken“. Da aber auch Conny am 10.06 Geburtstag hatte, haben wir uns einen Tag vorher auf den Weg nach Nidri gemacht um Ihn vor Ort mit einem Kuchen zu überraschen. Hat funktioniert. Jetzt weiß seine Umgebung wenigstens wann er Geburtstag hat.

Für den 20.06 hatten sich Yvonne und Burc angesagt. In Abstimmung haben wir ein Auto gemietet und die beiden an der Fähre in Igoumenitsa abgeholt. Der Plan für diese Woche, ein wenig rumfahren, gut Essen und Trinken sowie Spass haben. Sie brachten uns einen Schweizer Aperitivo, einen Marito verde mit. Für die Mädels war es ein Hochgenuss. Ich bin lieber beim Bier und Wein geblieben.

Die Orte die wir besucht haben waren dann auch Meganisi, Kastos und Kalamos sowie natürlich Sivota. Wie immer mit den beiden hatten wir Spass ohne Ende und das Wetter war ein Traum. Sogar ich war bei 28 Grad Wassertemperatur natürlich auch im Wasser. Es war ja nun inzwischen auch warm genug.

 

Ein richtig schönes Erlebnis hatten wir dann am  in Spatakouri beim Babis. Da Ralf und Pia zufällig auch dort waren, haben wir uns für den späteren Nachmittag beim Babis verabredet. Yvonne, Burc und wir beide sitzen vorne auf unserem Boot und nippen gemütlich an unseren Gläsern. Brc stand auf und ging nach hinten zur…? Keine Ahnung.

5 Minuten später kommt er schnieke umgezogen mit einer Blume und einer kleinen Schachtel in wieder an Deck. Wir stutzen, er kniet sich vor Yvonne hin und:

 

                           macht Ihr einen Heiratsantrag  !!!!!

 

Ich glaube ich hab selten so „interessante Gesichts Ausdrücke“ gesehen wie in diesem Moment bei uns drei. Die nächsten Augenblicke waren geprägt von Unglauben, Erstaunen, Tränen und gestammelten Worten. Keiner von uns hatte so etwas je erlebt. Also nicht lange überlegen, das passende Getränk raus geholt und sofort angestoßen. Aber das schönste war, der Antrag wurde tatsächlich einstimmig angenommen!!!!!

Später beim Babis in seiner Taverne, wo bereits Ralf und Pia auf uns warteten, wurde die Neuigkeit mit großem Hallo und Freude aufgenommen. Was folgte war, wieder einmal ein Nachmittag/Abend hier in Griechenland den man nie vergessen kann und wird.

 

Am 21.06 waren wir dann auf Kastos und sind mit dem Dinghi zum Essen in eine Taverne gefahren. Und danach noch ein „kurzer Besuch“ im ELA, einem echt schönen  Musik Cafe beim Alexis. Na ja, noch der Nachhall vom Heiratsantrag im Kopf begann dieser Abend so wie der andere aufhörte. Feucht fröhlich und beschwingt. Dann kamen noch Bernie und Barbara, ein bekanntes Pärchen aus England mit Schwiegersohn, Tochter und Enkel auf „einen Drink“ herein. Als dann aber Ouzo und Zippero die Runde machten wurde es „sehr schnell“ gemütlich. Die Fahrt mit dem Dinghi dann zurück zum Boot war einfach klasse.

 

So gab es noch eine Reihe von schönen Momenten mit den Beiden. Aber am 26.06 hieß es dann Abschied nehmen in Igoumenitsa. Wir haben die beiden zur Fähre gebracht und eir sind dann wieder zurück nach Nidri zum Boot.

 

Für uns war jetzt Buchten bummeln hier im Ionischen angesagt. Und danach der Golf von Patras. Sobald wir in den Golf von Patras fahren, sollen wir Thomy und Renate mit Ihrer Fairline informieren. Sie wollen dann auch in diese Richtung.

 

02.07 plötzlich heftige Zahnschmerzen in einem Backenzahn. Nicht lange warten und nach Lefkas zum Zahnarzt. Der jedenfalls, eine Ärztin, konstatiert nach einer eingehenden Untersuchung mit Röntgen, dieses Exemplar von einem „Weisheitszahn“ muss raus! Also ich bekam am 09.07 einen Termin. An diesem Tag wieder zu Ihr hin und rucki zucki war der Übeltäter eliminiert. Ich war um eine Erfahrung reicher (wie man hier Zähne zieht) und um 50 € ärmer. Denn so wenig kostet hier solch ein Eingriff.

 

Etwa um den 20.07  sind wir, Savarna und die Plan B, dann von Kastos aus in Richtung Golf von Patras bei ausgezeichnetem Wetter aufgebrochen. Der erste Halt, eine Anker Übernachtung, erfolgte dann in der Bucht Akra Oxia. Unsere beiden Boote waren zuerst die einzigsten. Später kam noch ein Boot dazu. Wir lagen auf 3 m Sandboden und dieser erstreckte sich richtig weit. Am Stand gab es 2 bewohnte Häuser und ich nehme an von Fischern. Gegen Abend kam ein Boot mit einem Erwachsenen und mehreren Kindern um sich unsere Boote anzuschauen. Sie haben sogar gefragt aus welchem Land (trotz Flagge) wir kamen. Später waren wir wieder alleine und es war toten Still und weil es kein fremdes Licht gab, hatten wir einen bombastischen Sternenhimmel.

 

Am nächsten Tag, dem 21.07 ging es nach Mesolongi. Wir haben dort mit beiden Booten mehrere Tage vor dem Hafen geankert. Eine ganze Reihe uns bekannter Segler haben wir dort getroffen. Die Abende im Sunset, der Marina Taverne, wurden jedes Mal gekrönt durch ein echt leckeres Eis zum Abschluss. Und zwar immer in einer speziellen Größe, extra für uns.

 

In dieser Woche wurden wir morgens am 25.07 durch eine Sirene und einen Rums geweckt. Bei einem Charterboot, welches schon verlassen einige Tage in unserer Nähe ankerte, hatte bei dem heftigen Wind der Anker nicht gehalten. Das Boot prallte gegen unseres und es drohten sich die Anker zu verfangen. Also, alles vorbereiten um Anker auf zu gehen. Das hieß zuerst die Maschine an. Doch, kein Mucks der Motorbatterie. Tot und leer. Nach dem Schreck unser Dinghi los und mit 32 weiteren Dinghis (Thomy, ein Marinero und Klaus) das treibende Boot eingefangen und an einem Pontoon fest gemacht. Alles gut und bei uns kein Schaden.

 

Wir brauchten eine neue Batterie. Denn die bisherige war noch die erste die an Bord eingebaut war. Peter ist dann mit mir mit seinem Auto los und wir haben eine Batterie passende gesucht. Gar nicht so einfach in der Größe etwas zu bekommen. Zum Schluss konnten wir eine VARTA 180 AH, die gleichen Batterien die bei mir im Einsatz sind, bestellen. George, der Lieferant wollte diese dann am 27.07 zwischen 17 und 19 Uhr zum Hafen bringen. In Griechenland geht das so: Man bestellt etwas in Athen, derjenige bei dem bestellt wurde bringt das Teil zum Fernbus der es dann mitnimmt bis zum bestimmten Zielort, in diesem Fall Mesolongi. Dort holt der Lieferant es ab und bringt Dir es. Einfach und wirkungsvoll. Nebenbei bemerkt, es funktioniert nicht nur via Bus, sondern auch via Fähre. Das haben wir hier nicht nur in Griechenland sondern auch in Kroatien selber erlebt. Jedenfalls nach dem Einbau war alles wieder gut.

 

Jeden  Sonntag, für uns am 30.07 das erste Mal, gibt es immer ein BBQ. Man bringt selber für sich Fleisch oder Fisch und Getränke mit. Die Salate werden zwar von jedem einzelnen gemacht, sind aber für alle. So kann man die unterschiedlichsten Salate der anderen probieren. So ein BBQ ist echt interessant durch die unterschiedlichen Typen.

 

Ab dem 31.07 sind wir die knapp 10 SM von Mesolongi nach Kryoneri gefahren. Ein kleiner Hafen mit einer sehr schmalen untiefen Einfahrt. Für uns aber kein Problem. Wir konnten sogar links römisch-katholisch an der Kade vor eigenem Anker problemlos anlegen. Sehr flach und es ist nicht als Anleger ausgewiesen. Das Städtchen nett und klein. Es lebt nur durch den Griechischen Tourismus.

 

Die nächste Station war am 01.08 dann Nafpaktos. Bevor wir den Ort erreichten sind wir unter der riesen großen RIO Brücke, die den Golf von Patras überspannt, gefahren. Dieser Hafen war einfach zu klein für uns. Liegt aber idyllisch mitten in der Stadt (siehe Fotos…). Außen gibt es inzwischen einen Schwimmsteiger mit Wasser und Strom. Aber leider nicht angeschlossen. Man liegt dort vor eigenem Anker aber im totalen Schwell. Gut, fuer eine Nacht um das schöne Städtchen zu besuchen, allemal Ok.

 

Am 02.08 ging es dann weiter nach Trizonia. Man hatte uns gesagt dort sei es besonders hübsch. Ok, es ist ´ne reine Touri basierte Stadt auf der Insel, die auf der einen Seite den Hafen für die Freizeit Skipper, und auf der anderen Seite die Kneipen und den Fähranleger zum Festland hat. Wetter bedingt sind wir einige Tage geblieben. Wobei der Hafenmeister nach welchem System auch immer sein Hafengeld einsammelte.

 

Endlich klappte es dann zum 06.08 mit der Weiterfahrt nach Galaxidi. Wir bekamen auch einen netten Platz in der Stadt nah am Hafen Eingang. Strom und Wasser gab es kostenpflichtig auch. Die Stadt mit Ihren Kneipen in der ersten Reihe ok aber in der zweiten Reihe viel ruhiger und angenehmer. Unser Ziel allerdings war DELPHI. Ich wollte unbedingt diesen Ort besuchen. Via Leihwagen sind wir dann am 08.08 morgens nach dorthin gefahren. Es war Atem beraubend für mich. Man muss das einfach auf sich wirken lassen. Und die Gewissheit dass hier vor tausenden von Jahren Menschen mit Hoffnungen, Ängsten und Träumen hin gepilgert sind um Lösungen für Ihre Probleme zu finden. Nicht anders als heute. Ich will hier aber nicht philosophisch werden.

 

Nach diesen Erlebnissen fuhren wir dann am 10.08 zurück nach Trizonia.

Hier gab es auch wieder einen Wetter bedingten Zwangs Aufenthalt. Dieser erlaubte uns erst am 14.08 die Weiterreise. Diesmal aber direkt nach Mesolongi. Auf der ganzen bisherigen Reise hat uns die Plan B begleitet. Und auch hier lagen wir wieder gemeinsam vor Anker. Wie beim ersten Besuch hier für uns, blieben wir auch dieses Mal noch einige Tage mit Nichtstun,Grillen, Klönen und einfach sich wohlfühlen. Aber irgendwann ist es gut und wir wollten weiter.

 

Am 18.08 ging es dann endlich weiter. Thomy jedoch blieb wegen Motor Probleme noch in Mesolongi. Wir haben uns jedenfalls mit der Plan B in Sivota noch einmal verabredet.

Unser nächstes Ziel Astakos. Da waren wir noch nie wollten aber schon mal immer hin. Römisch-Katholisches Anlegen wie immer hier im Mittelmeer, aber mit Hilfe eines „sehr eigenwilligen freiwilligen Mitarbeiters“ war es nicht so einfach. Es  war behindert, was an sich aber kein Manko ist. Es war eben etwas schwierig. Aber mit Hilfe 2 Engländer gelang es uns schließlich unser Boot richtig fest zu machen. Astakos selber ist wie die meisten griechischen Hafen Städte in der ersten Reihe eine laute Fress und Gastromeile. In der zweite Reihe dagegen eine typische kleine Hafenstadt fest in griechischer Hand. Dort findet man nur sehr wenige Touries. Der Besuch hat sich jedenfalls gelohnt.

 

Der 21.08 nahte, und damit unsere geplante Abfahrt mit dem Ziel die Bucht Atherinos. Noch einmal einfach die Seele baumeln lassen. Lesen, Schwimmen und träumen, und das in einer unseren Lieblingsbuchten. Klein, fein und sicher. Daneben haben wir noch vor Palairos und bei Ormus Varko geankert.

 

Der 01.09 brachte uns wieder nach Nidri um die Vorbereitungen für unsere 3 Besuche zu erledigen. Wir hatten nahtlos vom 02.09 – 25.09 eingeplanter Besuch bei uns an Bord. Aber es war alles problemlos zu handeln. Da Ihnen unserem Besuch ja nur jeweils 1 Woche zur Verfügung stand, waren die Etmale logischerweise nicht so groß und die besuchten Orte für uns zwar bekannt, für unsere Besucher aber zum Teil oder komplett unbekannt. Und jeden Abend woanders einlaufen, schwimmen und faulenzen, lecker Essen gehen, das hatte schon richtig was mit Urlaub zu tun. Auf diesen Trips trafen wir noch eine Reihe von Bekannten und konnten uns bereits von denen verabschieden.

Zuerst kam meine Tochter mit Ihrem Freund über Tessaloniki Airport mit einem Leihwagen. Somit konnten wir in Ruhe die benötigten Sachen in Nidri und in Lefkas einkaufen. Da die beiden das erste Mal zusammen bei uns an Bord hier in Griechenland waren, konnten wir Ihnen mal in aller Ruhe zeigen wo und wie wir so leben. Und Sie waren begeistert. Einmal vom Land aber auch von der Art des Urlaubs. Es war für die beiden bestimmt nicht das letzte Mal. Für uns, speziell für mich war es ein schönes Gefühl meine Tochter, auch mit Ihrem Freund, hier an Bord zu haben.

Danach kamen Edith und Otto aus Gabis Freundeskreis aus Nufringen. Es war bereits Ihr zweiter Besuch bei uns an Bord. Und auch dieses Mal wieder ein voller Erfolg. Es macht einfach Spass mit Ihnen.

Bei beiden Besuchen konnte man spüren Sie freuen sich über die Möglichkeit auf diese Art Urlaub zu machen genauso wie Sie sich freuten uns zu sehen. Tat schon gut.

Und dann kamen Werner und Sonji. Wir hatten die beiden in Marmaris am Ende Ihrer Weltumsegelung kennen gelernt. Sie haben dort Ihr Schiff komplett überholt und wollten es verkaufen. Sie haben es dann in Griechenland in Plataria verkaufen können. Wir hatten die ganze Zeit Kontakt zu einander und so entstand ein Plan, die beiden wollten mit dem Auto einige Wochen Griechenland besuchen. Warum dann nicht auch uns. Werner bot uns an Ihn als Transporteur für von uns benötigte Komponenten zu „missbrauchen“. Wir haben dann im Vorfeld bestellt was das Zeug hielt, mit Lieferadresse Werner. Dafür gebührt Ihm ein großes Danke schön. Weiter hat er mir bei den anstehenden Arbeiten für das Schaft Seal und den Autopiloten mächtig geholfen. Ich kann gar nicht oft und heftig genug mich bei Ihm und seiner Frau bedanken. Denn als wir an Land standen haben Gabi und Sonji auch noch am Unterwasserschiff gewerkelt. Danach war auch hier für die Beiden Schluss mit Urlaub und via Auto ging es dann zurück nach Deutschland in heimatliche Gefilde.

Ich hätte es sehr gerne gesehen wenn die beiden als Danke schön an dem Überführungstörn nach Sizilien hätten teilnehmen können. Aber es gibt 2020 ja noch die Möglichkeit, dafür Danke zu sagen.

 

Der 25.09 ist ein seltsames Datum. Hier beginnt fuer uns der Anfang vom Ende für uns in Griechenland. Diese Tage bis zur Abfahrt nach Italien waren angefüllt mit Vorbereitungen seitens des Bootes, Tschüss sagen zu Bekannten, sich verabschieden von Freunden und von sehr guten Freunden. Wir mussten immer wieder die Frage beantworten warum, bleibt doch hier. Ihr fehlt uns. Ich glaube wir standen kurz vor einer Plan Änderung. Bei einigen flossen richtig die Tränen. Es sind zwar alles keine riesen Entfernungen, aber mal so eben nach Griechenland zu Freunden ist auch nicht das normalste von der Welt. Dazu kommt natürlich auch das Alter. Wir haben natürlich auch Leute kennen gelernt die  etwa in unserem Alter sind. Sieht man die noch einmal? Erfährt man wenn Sie nicht mehr sind?

 

Eines weiß ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit:

 

Alle Länder haben Ihren Abdruck in meinem Herzen und in meinem Wesen hinterlassen. Aber Griechenland hat eine neue Saite in mir zum Klingen gebracht. Ist es der unerschöpfliche Fundus epochaler Entwicklungen auf die man bei den Besuchen der unzähligen archäologischen Stätten stößt? Ist es die Mentalität der Griechen bedingt durch Ihre Vergangenheit? Ich weiß es nicht…..

Jedes Land das wir besucht haben, hat mein Herz weiter geöffnet für die Schönheit und Vielfalt unserer Welt. Aber Griechenland hat noch einen obendrauf gesetzt.

 

Danke für alles was mir in diesem herrlichen Land widerfahren ist